WWWBoard New Message: Message 56: Re: Apel Domowiny do ONZ
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Posted by Martin Sch�nemann on 12/02/01 at 12:35 PM
Subject: Re: Apel Domowiny do ONZ
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In Reply to: Apel Domowiny do ONZ posted by Robert Brytan on 10/02/01 at 9:15 PM:
: Witajcie S'loonzoki, : Przesylam ostatnie wiadomosci zwiazane z eskalacja sytauacji na Luzycach: : - w parlamencie czeskim posel Miroslav Randsdorf (KSCM) porusza sprawe : Luzyczan. : - Przewodniczacy FORUM CESKO-NEMECKE (odp. polskiej Fundacja : Polsko-Niemieckie ''Pojednanie'') Miloslav Bednar otwarcie i publicznie : kwestionuje zachowanie sie rzadu niemieckiego w stosunku do Luzyczan. : - 64 rosyjskich intelektualistow podpisalo sie pod listem protestacyjnym : wystosowanym do rzadu niemieckiego w sprawie zamkniecia szkoly luzyckiej. : - Czeska i Rosyjska TV jest w Chroscicy (Crostwitz) nadajac programy o : protestach Luzyczan. : - w srode proba mediacji biskupa katolickiego Joachima Reinelt pomiedzy : rzadem Saksonii a Domowina zakonczyla sie fiaskiem. : - kazde rano od pon. do piatku o 7.15 odbywaja sie protesty-wigilje na : dziedzincu luzyckiej szkoly w Chroscicy. : Apeluje o pomoc! : Robert : Codzienne wiadomosci w j. luzyckim o sytauacji mozna znalesc na : http://www.internecy.de/ Prosze poczekac az sie okienko otworzy! : Zalaczam kopie apelu Domowiny do ONZ KPC oraz trzy zdjecia: protest na : dziedzincu szkoly i szkola. : : APEL DOMOWINY DO ONZ KPC : ------------------------ : ____________________________________________________ : The Office of the High Commissioner for Human Rights : 8-14 Avenue de la Paix : 1211 Geneva : Sehr geehrte Damen und Herren, : durch Gesetz vom 09. Juli 1998 hat der Deutsche Bundestag mit Zustimmung des : Bundesrates der Europ�ischen Charta der Regional-und Minderheitensprachen : zugestimmt. : Aufgrund des f�derativen Staatsaufbaus der BRD obliegt die Umsetzung der : �bernommenen Verpflichtungen aus der Charta in erster Linie den L�ndern. : Bei der Ratifizierung der Charta hat sich die BRD u.a. von folgenden : Erw�gungen : leiten lassen: : � Die Vielfalt der Sprachen als wesentlicher Basis der Kultur hat die : Kulturgeschichte Europas gepr�gt. In seinen Regional- oder : Minderheitensprachen : findet der kulturelle Reichtum Europas auch heute seinen Ausdruck. : � Viele Sprachen verlieren ihren Anwendungsbereich durch Umorientierung : ihrer : traditionellen Benutzer, ihre freiwillige Assimilation oder durch : sprachliche : Assimilationspolitik des Staates. Der Gebrauch dieser Sprachen im privaten : Leben : reicht nicht aus, um ihr Weiterleben auf Dauer zu garantieren. : Europaweit droht Regional- oder Minderheitensprachen unterschiedlich stark : der : Untergang oder ein tiefgreifender R�ckgang ihrer Vitalit�t. : Diese oben genannten und weitere grunds�tzliche Erw�gungen aus dem "Ersten : Bericht der Bundesrepublik Deutschland gem�� Artikel 15 Absatz 1 der : Europ�ischen : Charta der Regional-oder Minderheitensprachen" (s.S. 3 u.4) treffen im : vollen : Umfang auch auf die gegenw�rtige Situation des slawischen Volkes der Sorben : zu. : Zum Artikel 8 der Charta - Bildung - wird u.a. im "Ersten Bericht" (s. 93) : folgendes dargestellt: : "Es ist davon auszugehen, dass nur ca. 20 000 der 60 000 Sorben in den : zentralen : Siedlungsgebieten die sorbische Sprache so perfekt beherrschen, dass sie zu : einer : aktiveren m�ndlichen und schriftlichen Kommunikation f�hig sind. Territorial : sind : beide Gruppen ungleichm��ig verteilt. Nahezu alle Angeh�rigen mit sehr guten : Kenntnissen der sorbischen Sprache leben im Einzugsgebiet der seit Ende der : 40er : Jahre bestehenden sorbischen Schulen in der Region : Bautzen-Kamenz-Hoyerswerda. In : der �brigen Lausitz verf�gt nur ein geringer Teil der Sorben - meist h�heren : Alters- �ber gute Kenntnisse der sorbischen Sprache". : Das angef�hrte Netz der sorbischen Schulen, d.h. Schulen in denen Sorbisch : als : Unterrichts- und Umgangssprache angewendet wird, bestand urspr�nglich aus 12 : Schulen. : Durch die Schulbeh�rden der DDR - Bezirk Dresden - wurden administrativ : schrittweise 6 sorbische Schulen geschlossen. Es wurden sogenannte : Zentralschulen : gebildet mit der Begr�ndung, dass ein hohes Bildungsniveau nur in gr��eren : Schulen garantiert werden kann (Mehrz�gigkeit,Fachkabinette, : Fachlehrereinsatz, : ideologische Einflu�sicherung der SED). : Durch diese Ma�nahmen sind nachweislich in den betroffenen Ortschaften gro�e : Verluste an sorbischsprachiger Substanz eingetreten. Sorbische Schulen (und : auch : Kinderg�rten) haben nicht nur eine Bildungsfunktion zu erf�llen sondern auch : einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der nationalen Identit�t der : Heranwachsenden zu leisten. F�r die sorbischen Familien ist die Existenz der : sorbischen Schule im eigenen Wohnort zugleich ein Symbol f�r den hohen : kulturellen Wert der sorbischen Sprache. : Jede Schlie�ung einer sorbischen Schule oder Klasse suggeriert im Bewu�tsein : der : Bev�lkerung die zunehmende Bedeutunglosigkeit der Minderheitensprache : zugunsten : der Sprache der Mehrheitsbev�lkerung. : Das gegenw�rtige noch bestehende Netz der Sorbischen Schulen ( s. Erster : Bericht : S. 98/99) besitzt diesen, f�r das �berleben der sorbischen Sprache und : Kultur : unentbehrlichen Symbolcharakter. : Anhand internationaler Erfahrungen wurde damit begonnen, in der Ober- und : Niederlausitz, vorwiegend au�erhalb oder am Rande des Einzugsgebietes der : sorbischen Schulen sorbischsprachige Einrichtungen bzw. Gruppen der : Vorschulerziehung einzurichten. Diese Initiative beginnt - unter dem Begriff : "WITAJ" ( = Willkommen) - sich in allen Teilen der Lausitz erfolgreich : durchzusetzen. Etwa 20% aller angesprochenen Eltern entscheiden sich aus : eigener : �berzeugung daf�r, dass ihre Kinder durch eine vollst�ndige und langfristige : sprachliche Immersion im Kindergarten (bzw. Kita) an die sorbische Sprache : herangef�hrt werden. Diese Eltern verlangen, dass der Spracherwerbsproze� : immersiv auch in der Grundschule, Mittelschule bzw. im Gymnasium fortgesetzt : wird : (WITAJ-Bewegung). : Die Eltern w�nschen, dass nach dem Vorbild des bestehenden sorbischen : Schulnetzes : auch in ihren Territorien entsprechende Einrichtungen geschaffen werden, : auch : wenn die gesetzlich festgelegten Klassenfrequenzen nicht erreicht werden. : Dieser erfreulichen Entwicklung stehen prinzipielle Entscheidungen des : S�chsischen Staatsministeriums f�r Kultus entgegen: : Die Sorbische Mittelschule "Jurij Ch�zka" Crostwitz hat seit ihrem Bestehen : (gegr�ndet vor etwa 100 Jahren) ihre Aufgabe als Bildungsinstitution und als : Identit�tsfaktor vorbildlich erf�llt. : Das S�chsische Staatsministerium f�r Kultus hat es dieser sorbischen Schule : untersagt, mit dem Schuljahresbeginn 2001/2002 eine neue f�nfte Klasse : einzurichten, da mit nur 17 Anmeldungen nicht die erforderliche Anzahl von : mindestens 20 Sch�lern erreicht werde. : Diese Entscheidung - die Eltern wurden unter Strafandrohung aufgefordert, : ihre : Kinder in einer f�nften Klasse der benachbarten sorbischen Schulen : anzumelden - : wurde nur unter demographischen Gesichtspunkten getroffen. Sie ist weder : bildungspolitisch notwendig noch minderheitenpolitisch zu begr�nden. : Mit diesem formalen Akt - der verwaltungsgerichtlich in erster Instanz : bereits : best�tigt wurde - ist die Existenz weiterer sorbischer Klassen und Schulen : ernsthaft bedroht, von einer Erweiterung des sorbischen Schulnetzes als : Folge der : WITAJ-Bewegung ganz zu schweigen. Die Eltern werden verunsichert. Der : Kultur- und : Bildungwert der sorbischen Sprache als Kleinod im Ensemble aller Sprachen : und : Kulturen Europas wird zugunsten statistischer �berlegungen ignoriert. Der : sich : unter den g�nstigen demokratisch-freiheitlichen Bedingungen der BRD : entwickelnde : wieder zunehmende Lebenswille des sorbischen Volkes als Ethnikum und die : sich : jetzt st�rker herausbildende Akzeptanz vieler deutschsprechender B�rger in : der : Ober- und Niederlausitz erh�lt durch die begonnene Schlie�ung der Sorbischen : Mittelschule Crostwitz einen irreparablen Sto�. Es ist ein negatives : politisches : Signal ! : Die DOMOWINA - Bund Lausitzer Sorben e.V. hat sich als anerkannte : Interessenvertreterin des sorbischen Volkes mit den betroffenen Eltern : solidarisiert, die entgegen der Entscheidung des Regionalschulamtes Bautzen : seit : Schuljahresbeginn ihre Kinder dennoch in die Mittelschule Crostwitz schicken : und : von freiwilligen Lehrern, die sich im Ruhestand befinden, unterrichten : lassen. : Wir m�chten unserer festen �berzeugung Ausdruck verleihen, dass die : Auseinandersetzung um den Erhalt der sorbischen Mittelschule Crostwitz kein : regionales oder Landesproblem mehr ist. : Wir wenden uns an The Office of the High Commissioner for Human Rights : mit der Bitte um wirksame und unmittelbare Hilfe und Unterst�tzung. Der : Schutz : und die F�rderung unseres Volkes und dessen bedrohter Sprache mu� : verantwortungsvoll und zukunftsweisend verwirklicht werden. : Jede formale und administrative Vorgehensweise ist sch�dlich und mu� unter : allen : Umst�nden verhindert werden. : Mit freundlichem Gru� : gez. Jan Nuck : Vorsitzender�
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