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I was born in Upper Silesia 1932 and had to leave 1945. I still love my homeland.Von Eichendorf wrote: oberschlesien mein geliebtes heimatland -wo vom annaberg man schaut ins weite land....... greetings to all my countrymen..glueck auf. Werner I. Juretzko - Chicago - USA 

Geschichte:

Auf den Spuren der Graf Spee - am rostigen Anker lag eine rote Rose. von Werner I. Juretzko

Nur wenige hundert Meter in die internationale Hochheitszone hinein aber doch noch vor den Toren der Hauptstadt Uruguay's , Montevideo fand das Schlachtschiff "Graf Spee" in den trueben Gewaessern des Rio de la Plata , sein Grab.

Obwohl das Schiffswrack auf dem flachen Boden der schon zum Atlantik gehoerenden Bucht liegt, zeigen sich einige rostige Deckbauten ueber die Oberflaeche ragend, dem Vorbeisegelnden. Beim Anblick dieses Schiffswrack kommt sofort bei jedem die Frage auf, wieso liegt dieses deutsche Schlachtschiff versunken vor der Kueste Uruguay's.?

Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1.September 1939 und dem Eintritt Grossbritaniens drei Tage spaeter in Krieg, jagte und sank die Graf Spee gegnerische Frachtschiffe im Suedatlantik. Von einer Uebermacht englischer Kriegsschiffe in einer Seeschlacht schwer beschaedigt und verfolgt, laeuft sie mit letzter Kraft in den schuetzenden Hafen von Montevideo ein.Hier sucht sie Schutz und auch die Gelegenheit Reparaturen durchzufuehren um wieder seegaengig zu werden.Auch werden hier die 36 in der vorher stattgefundenen Seeschlacht gefallenen Matrosen auf dem Friedhof von Montevideo beigelegt. Die 86 Seeleute der feindlichen Handelsflotte, welche vor dem Versenken ihrer Schiffe an Bord der "Graf Spee" genommen worden sind ,werden jetzt an Land und in die Freiheit gesetzt.

Uruguay seine Neutralitaet bewahrend ,kann nach Seerecht und der Haager Landkriegsordnung, diesem in einem kriegerischen Konflikt verwickelten Kriegsschiff nur einen 72 stuendigen Aufenthalt gewaehren.Dieses ist auch der am Horizont wartenden englischen Flotte bekannt.Ebenfalls bekannt ist Freund und Feind in diesemAugenblick das die schwerbeschaedigte "Graf Spee" seine Manoevrierfaehigkeit verloren hat und in einem kuenftigen Gefecht seinem Gegner sich nur noch als eine Zielscheibe bieten kann.

Kaempfen - aufgeben -leben - sterben -Ehre - Schmach nicht nur fuer die "Graf Spee" aber auch fuer die Matrosen unter seinem Kommando,das sind jetzt die Gedanken die wie Blitze durch den Kopf von Kapitaen Langsdorff sausen.Die Entscheidung ueber Leben und Tod liegt jetzt allein und nur allein in seinen Haenden. Und diese Entscheidung traf Kapitaen Langsdorff! So wie diese Entscheidung damals am 17 Dezember 1939 die Welt ins Erstaunen versetzte, so ist diese heute noch laengst ueber ein halbes Jahrhundert spaeter,welche die Hochachtung von Freund und Feind und jedem Neutralen zugleich, mit sich bringt und aufleben laesst.

Mit Volldampf in den noch uebrig gebliebenen Kesseln,allen Matrosen auf Gefechtsstation und der Reichskriegsflagge am hoechsten Mast im Winde flatternd,verlaesst die "Graf Spee" den schuetzenden Hafen von Montevideo in Richtung offene See, auf die dort wartenden englischen Kreutzer EXETER,AJAX ,ACHILLES und andere Fregatten, zusteuernd .

Zeitzeugen berichten ironischerweise:" Halb Uruguay stand am Strand um dieser aufkommenden Seeschschlacht zuzusehen"Dabei ist aber gemeint das 2 Millionen der 4 Millionen zaehlenden Bevoelkerung Uruguays in der Stadt Montevideo wohnen.Das jetzt zu erwartende Schauspiel einer Seeschlacht fand nicht statt. Das Unerwartende geschieht ! Auf halber Strecke zwischen dem Hafen und der englischen Flotte stoppt das Schlachtschiff "Graf Spee". Dunkler Rauch steigt zum Himmel.Die Flaggen werden eingeholt.Rettungsboote werden vom Schiff heruntergelassen.Die Schiffsmanschaft besteigt die Boote welche sich jetzt zu einem Konvoi ordnen.Doch nicht wie ein jeder erwartet hatte das diese die kurze Strecke zurueck zum Hafen einschlagen wuerden, sondern jetzt mit einem neuen Kurs das argentinische Hochheitsgewaesser ansteuern.

Mit jeder Minute sinkt die "Graf Spee" tiefer ins Wasser.Kapitaen Langsdorff gab den Befehl die Schotten zu oeffnen und das Schiff zu sinken. Den an Land gestrandeten Matrosen gewaehrt die argentinische Regierung Asyl. Der schon zu diesem Zeitpunkt exestierende Tiefstand der argentinisch-englischen Beziehungen sinkt noch tiefer . Die Englaender haetten es vorgezogen die gesammte Besatzung als Gefangene nach England als Siegestrophen mitzubringen. Doch war es ein Sieg? Und wenn es ein Sieg war ,dann fuer wenn?Wenn wir heute ,dass heisst die Geschichte,einen Sieger aus dieser Seeschlacht in der Bucht des Rio de la Plata herausschaelen wollen,dann muss diese Rolle einzig und allein Kapitaen Langsdorff zugemessen werden.

In den jetzt schnell aufeinander folgenden Ereignissen wird alles bisher in der militaerischen Geschichte geschilderte Heldentum ueberschattet. Einen Tag nach der Landung in Buenos Aires nimmt sich Kapitaen Langsdorff mit einen Kopfschuss aus seiner Pistole das Leben.Man fand ihn in seinem Hotelzimmer auf einer auf dem Boden ausgebreiteten kaiserlichen Reichskriegsflagge liegend.Er war ein wahrer Ritter! Ein Held-dessen Tod groesser war als das Leben das er gelebt hat.Er starb ,sodass hunderte Andere leben konnten.Er war sich dessen bewusst das eine Seeschlacht auf beiden Seiten keinen klaren Sieger bringen wuerde.Aus dieser Situation heraus zog er die Konsequenzen.Hunderte Matrosen-auf beiden Seiten und heute ,deren Kinder und Kindeskinder verdanken diesem "SEERITTER" ihr Leben.

***************** Vor einigen Jahren wurde der Anker der "Graf Spee" von Tauchern aus der Tiefe gehoben und ans Tageslicht gebracht. Er liegt jetzt im Mittelpunkt des Denkmals im Hafen von Montevideo.Direkt an der Hafenkante, der Stelle ,dem letzten Ankerplatz an Land, vor dem Auslauf der "Graf Spee" zum Meeresboden auf dem Ozean.

Heiss brennt die Sonne an diesem Sommertag im Hafen.Ihre Strahlen erhitzen die eiserne Masse des Ankers und geben der auf ihm liegenden roten Rose keine grosse Chance den kommenden Tag zu ueberstehen.Ich betrachte , vertieft in meinen Gedanken hier die Ereignisse des 17. Dezember 1939 aufleben zu lassen ,die verwelkte Rose."Machen Sie sich keine Sorgen ueber die verwelkte Rose. Morgen ist wieder eine Neue hier. Und den naechsten Tag wieder." Die Stimme kommt von Alfredo, Obermaat der urugayischen Marine, der mich freundlich anspricht und weiter fortfuehrt : " Die kommen alle zum Denkmal .Alemanos, Englaender, Freunde und Feinde und auch unsere Leute bringen Blumen. Jeden Tag sind Frische hier!" Nach einer kurzen Unterhaltung verabschiedet sich Alfredo und eilt zum Dienst zu einem der im Hafen ankernten Kuestenschutzbooten.

"Ja,dieser Anker stumm wie er da liegt auf dem suedamerikanischen Erdteil,der erzaehlt wirklich eine Geschichte!" Denke ich ,als ich mich langsam von diesem Denkmal verabschiede und meine Reise fortsetze.Gerne jedoch haette ich gewusst was der Bewegungsgrund der Geschichte ist von demjenigen welcher die Rose auf diesen rostigen Anker brachte.

Zu den Bildern: Das Schlachtschiff die "Graf Spee" brennt und sinkt. Kapitaen Hans Langsdorff beim Verlesen der Namen der Schiffsbesatzug beim Eintreffen in Buenos Aires. Die Ehrenwache am Friedhof in Buenos Aires,der letzten Ruhestaette von Kapitaen Langsdorff. Werner I. Juretzko am Denkmal der "Graf Spee" in Montevideo. 


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