Anhang

 

 

 

Pariser Vorort - Verträge der Alliierten mit den Mittelmächten

 

 

28.06.1919 - in Versailles mit Deutschland: siehe Kapitel u

 

10.09.1919 - in St. Germain mit Österreich:

Anerkennung der Selbständigkeit von Ungarn, der Tschechoslowakei, Polens und Jugoslawiens;

Abtretungen: Südtirol bis zum Brenner, Triest und Istrien an Italien, Dalmatien und Teile Kärntens und Krains an Jugoslawien.

27.11.1919 - in Neuilly mit Bulgarien:

Abtretung von Teilen Thraziens an Griechenland;

 

04.06.1920 - in Trianon mit Ungarn:

Abtretungen: Slowakei an die Tschechoslowakei, Burgenland an Österreich, Kroatien, Slowenien und Teile des Banat an Jugoslawien, Siebenbürgen und der Rest des Banat an Rumänien

10.08.1920 - in Sevres mit der Türkei:

Abtretungen: Ostthrazien, ägäische Inseln und Izmir mit Hinterland an Griechenland, Syrien und Kilikien an Frankreich, Rhodos und die übrigen Inseln des Dodekanes an Italien, Irak, Palästina, Zypern und Ägypten an England; Türkisch-Armenien und Kurdistan wurden für kurze Zeit autonom.

Legende

 

 

  1. Der erste Polnische Aufstand
  2. # Gebiet des Aufstandes

    # Richtung der Vorstöße der Insurgenten

    # Situation am 18.08.1919

    # Situation am 21.08.1919

    # Kommandostelle der Insurgenten

    # Tschechisch-polnische Demarkationslinie vom 03.02.1919

    # Gebiet der Kampfhandlungen

    # Gebiet der erbitterten Kampfhandlungen

  3. Der zweite Polnische Aufstand
  4. # Südliche und östliche Grenze des Aufstandsgebietes

    # Ortschaften und Gebiete, die bis zum 22.08.1920 von den Insurgenten erfaßt wurden

    # Ortschaften und Gebiete, die bis zum 25.08.1920 von den Insurgenten erfaßt wurden

    # Ortschaften und Gebiete, die bis zum 26.08.1920 von den Insurgenten erfaßt wurden

    # Kommandostelle der Insurgenten

    # Kommandostelle des Aufstandsgebietes

    # Polnische Hilfseinflüsse

    # Von Insurgenten blockierte Städte

    # Ortschaften, die von deutschen Abteilungen unterstützt wurden

    # Ortschaften, in denen sich Abteilungen der Interalliierten Kommission befanden

    # Eisenbahnlinien

    # wichtigere Straßen

  5. Abstimmungsgebiet
  6. # Abstimmungsgebiet

     

  7. Der dritte Polnische Aufstand

# Aufstandsgebiet

# Frontlinie der ersten Phase des Aufstands

# Frontlinie der zweiten Phase des Aufstands

# Zerstörte Eisenbahnbrücken der ersten Tage des Aufstands

# Kampfgebiete um Brückenköpfe in der ersten Etappe des Aufstands

# Von Insurgenten blockierte Städte

# Kommandostelle des Aufstandsgebietes

# Oberkommandostellen

# Einwohnerzahl in Tausend

# "Korfanty-Linie"

# Demarkationslinie vom 10.05.1921

# Von Deutschen besetztes Gebiet bis zum 26.05.1921

# Von Deutschen besetztes Gebiet vom 04. Bis 05. 06.1921: H = "Horadam", Ch = "Chapuis"

# Grenze zwischen den Gruppen

# Brückenköpfe, die von den Insurgenten erobert wurden und das Datum ihrer Liquidation

Abschiedsgruß des Reichspräsidenten Friedrich Ebert,

der Reichsregierung und der preußischen Staatsregierung

vom 17. Juni 1922:

 

"Der Trauertag ist angebrochen, den zu vermeiden wir drei Jahre gekämpft haben. Ein Teil Oberschlesiens wird heute einem fremden Staatsverband einverleibt; ein Teil eines Landes, dessen Unzertrennbarkeit so oft von Staatsmännern und Sachverständigen aller Länder, am meisten aber von den Oberschlesiern selbst, betont wurde. Ein kostbares Stück deutscher Erde, das in jahrhundertelanger Arbeit durch deutschen Fleiß und deutsche Tüchtigkeit zur höchsten wirtschaftlichen Blüte gebracht ist, wird dadurch vom Mutterland losgerissen. Nach den ersten Friedensbedingungen sollte ganz Oberschlesien kurzerhand Polen zugesprochen werden. Eine der wenigen Änderungen, die im Versailler Vertrag durchgesetzt werden konnten, war das Zugeständnis der Abstimmung er Oberschlesier. Wir wissen, unter wie vielen Hemmungen und Bedrohungen, ja, wie selbst unter Gefahr für Leib und Leben die deutsche Bevölkerung an vielen Orten abstimmen mußte. Trotzdem und trotz der wenig verlockenden Lage Deutschlands hat sich die große Mehrheit für das alte Vaterland ausgesprochen. Nunmehr aber hieß es plötzlich, daß Oberschlesien teilbar sei. Vergeblich sind unsere Bemühungen gewesen, die Widersacher zu überzeugen, daß nicht nur die Verpflichtungen des Versailler Vertrages, sondern auch das Gebot der wirtschaftlichen Vernunft die Einheit fordern. Der Genfer Spruch hat diesen blühenden lebenden Organismus zerschnitten. Gegen diesen Schritt haben wir für alle Zeiten gültige Verwahrung eingelegt. Oberschlesier, die ihr heute von uns scheiden müßt! Euch rufen wir die letzten Abschiedsgrüße zu. Habt Dank für Eure Treue! Die Gefühle, mit denen Ihr diesen Tag erlebt, teilt mit Euch das deutsche Volk. Wir haben uns bemüht, durch das Abkommen mit Polen Euch und ganz Oberschlesien nach Möglichkeit zu helfen. Auf klarer Rechtsgrundlage soll vor allem das Gut erhalten werden, an dem Ihr hängt, wie wir: die deutsche Kulturgemeinschaft, die deutsche Sprache und das deutsche Heimatgefühl.

Oberschlesier, die Ihr bei uns bleibt, die Ihr nach jahrelangem Dulden und Harren der Fesseln der Fremdherrschaft ledig werdet, seid gewiß, daß wir Euch nach Kräften helfen werden, die schweren Wunden zu heilen, welche Euch Jahre der Bedrückung geschlagen haben. Unter dem Schutze des Rechts und der Freiheit werdet Ihr wieder Eurer friedlichen Beschäftigung nachgehen und mit uns am Wiederaufbau des Vaterlandes arbeiten. Ihr werdet Euch durch berechtigte Erbitterung zu keiner ungesetzlichen Handlung verführen lassen. Ihr werdet das in Genf abgeschlossene Abkommen wahren. Ihr wißt, daß die Kommission unter neutraler Führung und neutralem Schutz über die Rechte der Polen hier und der Deutschen dort wachen wird, und daß Ihr Euren Volksgenossen jenseits der neuen Grenze keinen Dienst leisten werdet, wenn Ihr für das Erduldete Vergeltung üben wollet.

Oberschlesier, in der Schicksalsstunde, die Euer Heimatland zerreißt und Bruder von Bruder trennt, reicht Euch das ganze Volk die Hand."