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15 |
VERMISCHTES |
Schlesische
Nachrichten 01/2002
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„Zentrum gegen Vertreibung"
eine gesamtdeutsche Aufgabe
Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) Erika
Steinbach MdB sprach vor Mitarbeitern aus allen Teilen der Bundesrepublik
in Berlin-Rahnsdorf über das „Zentrum gegen Vertreibung", das der
BdV fordert. Im Rahmen einer Stiftung soll dieses Zentrum mit Hilfe der
Bundes- und Landesregierungen in Berlin entstehen. „Dieser Teil der deutschen
und europäischen Geschichte darf in unserer Gesellschaft nicht untergehen",
erklärte Erika Steinbach. „Zu wenige wissen vor allen über das Schicksal
der aus Ostdeutschland Vertriebenen, aber auch über die Vertreibung der
Banater, der Wolgadeutschen und der Deutschen in Siebenbürgen."
Seit sich auch das Fernsehen dieser Thematik angenommen hat, ist der Themenkreis
wieder aktuell, vor allen auch vor dem Hintergrund des Krieges in Afghanistan.
Erika Steinbach sieht im Zentrum gegen Vertreibung nicht nur eine Aufgabe
für die deutschen Vertriebenen, sondern es ist eine gesamtdeutsche Aufgabe,
auf diese Menschenrechtsverletzungen, die Vertreibungen sind, hinzuweisen.
Der BdV hat deshalb alle Städte und Gemeinden in der Bundesrepublik aufgefordert,
pro Einwohner zehn Pfennige für dieses Zentrum aufzubringen. Inzwischen
haben sich über 200 Patengemeinden zu diesem Zeichen der Solidarität entschlossen.
Die Stadt Frankfurt am Main hat 65000 DM gestiftet, die Stadt Kassel ist
mit 20000 DM dabei und täglich werden es mehr, so Erika Steinbach.
Der BdV wirbt für das Zentrum gegen Vertreibung weltweit im Internet.
Auch Firmen treten als Sponsoren auf. Die Deutsche Bank finanziert die
Übersetzungen im Internet. Niemand in der deutschen Politik soll denken,
man kann diese Geschichte unter den Teppich kehren, meinte Erika Steinbach.
So wird am 17. Februar in der Frankfurter Paulskirche eine BenefizVeranstaltung
stattfinden, die Stadt Frankfurt stellt die Paulskirche kostenlos zur
Verfügung.
Im Zentrum gegen Vertreibung sollen alle Vertreibungen an den Pranger
gestellt werden, nicht nur die der Ostdeutschen. Es gab viele Menschenrechtsverletzungen
in den Zwangsarbeitslagern in Polen, Tschechien und Ungarn, die viele
Opfer forderten. Andere Länder sollen wissen, dass sie nicht nur Opfer
waren, sondern dass auch sie Zwangsarbeiter gequält haben. Wenn diese
Länder jetzt Mitglieder der EU werden, dann müssen wir sie dazu bringen,
ihre Geschichte aufzuarbeiten, schloss Erika Steinbach ihren Appell an
die BdV-Mitarbeiter, sich in ganz Deutschland für dieses „Zentrum gegen
Vertreibung" einzusetzen.
Jutta Graeve (SN)
Gottesdienste der deutschen Katholiken
in Niederschlesien
Breslau, Unbefl. Empf. Maria-Kirche, Hirschstrasse 29
Sonn- und Feiertage - 10.00 Uhr
Schweidnitz, Kreuzkirche, Reichenbacherstrasse 4
2. und 4. Sonntag im Monat 13.30 Uhr
Liegnitz. Dreifaltigkeitskirche, Zimmerstrasse 3
4. Sonntag im Monat- 15.30 Uhr
Waldenburg, Schmerzh. Mutter Gottes-Kirche, Kirchpl.
1. und 3. Sonntag im Monat 13.30 Uhr
Landshut, St. Peter und Paul-Kirche, C.G. Langhans Str. 31
3. Sonntag im Monat - 15.00 Uhr
Hirschberg, St. Annakirche, Schildauerstrasse 1
3. Sonntag: im Monat - 17.00 Uhr
Seelsorge der deutschen Katholiken in Breslau und Niederschlesien
Pater Bernhardin Gerhard Leisner, UI. Kasprowicza 26, PL 51-137 Wroclaw
/ Breslau
Sonderausstellungen im Museum für schlesische Landeskunde
im
HAUS SCHLESIEN
Dollendorfer Str. 412 + D-53639 Königswinter-Heisterbacherrott
Tel. +49 (0) 22 44/ 886 -0, -231, Fax -200
bis 13. Januar 2002: B. Große Krippenausstellung
bis 01. April 2002: Modern seit 170 Jahren - Krister Porzellan aus Waldenburg
Neue Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 10-12 Uhr und 13-17 Uhr, Sonn-
und Feiertage: 11-18 Uhr, Neujahr geschlossen
Führungen durch die Ausstellung für Gruppen nach Voranmeldung (0 22 44/
886 0).
Internet: http://schlesisches.museum.com
, E-mail: museum@haus-schlesien.de
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