Raczek Jubiläum im Haus Schlesien Zum 15. Mal veranstaltete der Bund Alter Breslauer Burschenschafter
sein traditionelles Schlesien-Seminar. Die Alte Breslauer Burschenschaft
der Raczeks, heute in Bonn ansässig, ist der Zusammenschluss der Breslauer
Studentenverbindungen der Raczeks, mit der Germania, Arminia und Cheruscia.
Im kommenden Jahr feiert sie ihr 185. Stiftungsfest. Von den Breslauer
Korporationen gibt es heute noch über 30. Eine Liste kann beim Haus Schlesien,
53639 Königswinter, angefordert werden. Der Vorsitzende des Beirats vom
Haus Schlesien Volker Knoerich begrüßte die Teilnehmer. Und Heinrich Bünger
konnte mit Freude seine Referenten vorstellen: Prof. Dr. E. G. Schulz,
Präsident des ostdeutschen Kulturrats und langjähriger Vorsitzender des
Vorstandes bei der Stiftung Kulturwerk Schlesien in Würzburg. Er fesselte
die Teilnehmer mit dem „Beitrag der Schlesier zur deutschen Kultur".
Dr. Joachim Sobotta, Vorstandsmitglied im Haus Schlesien und Chefredakteur
i. R. der Rheinischen Post, Düsseldorf, sprach über „Schlesische IdentitätÜberlegungen
zum Verhältnis zwischen Deutschen und Polen im vereinten Europa".
Die Seminarreihe hatte stets hochkarätige Referenten. Im vergangenen Jahr
konnte Dr. Bünger den Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien
begrüssen. Sein Thema: „Die Wirkung der Vertreibungsdekrete im Polen von
heute". Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft
Peter Großpietsch scheute ein heikles Tabu nicht: „Eigentum eine offene
Frage?" Zudem galt es, zwei Jubiläen zu feiern: 2001 bestand die
Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks in Bonn 50 Jahre. Und 2001 ist
das 190. Jahr seit der Gründung der Schlesischen Friedrich-Wilhelms Universität
zu Breslau. Neben Bonn und Berlin war sie die dritte Universität, die
den Namen des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. trug. Im kommenden
Jahr wird man der Breslauer „Leopoldina" gedenken, der Vorgängerin
der Universität, als einer von Kaiser Leopold I. gestifteten Jesuitenhochschule.
Sie wurde 1811 mit der ehemals brandenburgischen Landesuniversität „Viadrina",
die der Kurfürst Joachim I. ins Leben gerufen hatte und die seit 1506
in Frankfurt/Oder bestand, vereinigt. So verwundert es nicht, dass der
Vizepräsident vom Haus Schlesien DiplomSozialwirt Hans-Joachim Kempe das
Thema „Lebensbilder Breslauer Burschenschafter" gewählt hatte. Leider
kann man das alles nicht mehr im „Schweidnitzer Keller im Rathaus zu Breslau"
feiern. Dort stand in den Gewölben: „Hier tranken und sangen die Raczeks
froh über hundert Jahr. Hoch Freiheit, Ehre. Vaterland, jetzt und immerdar!" Heym, Georg Schriftsteller 30.10.1887, Hirschberg (Schlesien) 16.01.1912, Berlin Anlässlich des baldigen 90. Todestages von Georg Heym veröffentlichen wir folgendes Gedicht: Der Krieg Aufgestanden ist er, welcher lange schlief, In den Abendlärm der Städte fällt er weit, In den Gassen fasst er ihre Schulter leicht. Auf den Bergen hebt er schon zu tanzen an, Einem Turm gleich tritt er aus die letzte Glut, In der Nacht erjagt das Feuer querfeldein, Und mit tausend hohen Zipfelmützen weit Und die Flammen fressen brennend Wald um Wald, Eine große Stadt versank in gelbem Rauch, Über sturmzerfetzter Wolken Widerschein, Georg Heym
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