Ein großer Tag für das kleine Haus am Bahnhof
Küppersteg
Feierliche Auszeichnung von Bürgermeister Dr. Walter Mende am 23. November 2001 im Haus Ratibor Sehr eng war's in der Begegnungsstätte, die sonst genutzt wird als Beratungsstelle und gleichzeitig Ort der Kulturpflege ist. Das Haus Ratibor wurde an diesem Tage zu einer Begegnungsstätte für Politiker, Spitzen der Verwaltung und den Vertriebenen und Aussiedlern. Anlass war die Auszeichnung an Herrn Bürgermeister Dr. Walter Mende mit der ErnstMoritzArndt-Plakette. Der Vizepräsident der Vertriebenen, gleichzeitig Landesvorsitzender des BdV in NordrheinWestfalen, Hans-Günther Parplies, war eigens zur Verleihung angereist. In den kleinen Räumen drängten sich Ehrengäste, die Vertreter der Leverkusener Landsmannschaften, Musiker und Chormitglieder. Der Vorsitzende Sigisbert Nitsche hatte viele Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben zu begrüßen. Bürgermeisterin Irmgard Goldmann, CDU„ überbrachte die Grußworte des Rates und Bundestagsabgeordneter Ernst Küchler, SPD, gratulierte und drückte seine Verbundenheit mit den Vertriebenen aus. Die Vertreterin der Europa-Union, Frau Hannelore Speer, wies im Gespräch auf die Charta der Heimatvertriebenen hin, die auf die Zukunft Europas gerichtet ist. Alle Leverkusener Mitglieder des Landtages haben schriftlich gratuliert und bedauert, nicht dabei sein zu können. HansGünther Parplies ordnete das Werk von Ernst-Moritz-Arndt politisch und historisch ein und stellte heraus, dass seine damals gesetzten Ziele von Einigkeit und Recht und Freiheit auch heute ihre Gültigkeit haben. In ihrem Prolog beschrieb die Kulturreferentin Anna Pelka das bewegte Leben des glühenden Patrioten, Abgeordneten der Nationalversammlung und leidenschaftlichen Dichters. Die Lebensstationen von Dr. Walter Mende, einem gebürtigen Schlesier, sein Eintreten in seiner Amtszeit für die mehr als 40 000 vertriebenen Leverkusener Bürger würdigte Vorstandsmitglied Dipl.Ing. Horst Mellenthin in seiner Dankesrede. Er hat sich in Notzeiten schützend vor sie gestellt und er hat mitgeholfen die Wunden der Vertreibung zu heilen, betonte er. Was alles zu heilen war, darauf wird im Buch „Flüchtlinge und Vertriebene in Leverkusen", hingewiesen. Der Verfasser, Dr. Albrecht Zappel, hat der Feierstunde beigewohnt. Den feierlichen Rahmen gestalteten der Chor „Heimatmelodie", die Solistinnen Katharina Buchner und Hedwig Zentek, zusammen mit Magister Max Murawski am Klavier. Angeregte Gespräche gab es im Anschluss beim kleinen Büfett. Eine gelungene Feier für Bürgermeister Dr. Walter Mende, bei der die Verbundenheit der in der Verantwortung stehenden Persönlichkeiten mit den Leverkusener Vertriebenen nachdrücklich bekundet wurde. Sigisbert Nitsche (SN) Historisches Bild aus der Heimat Riesengebirgswinter, die Bobbahn bei Schreiberhau
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