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LANDSLEUTE
/ HEIMAT SCHLESIEN |
Schlesische
Nachrichten 01/2002
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Ein Leben für die schlesische Heimat
Bezirksvorsitzender Kurt-Peter Nawroth ein 60-ziger
Im 49. Jahr seiner Mitgliedschaft bei der Landsmannschaft
Schlesien Landshut feierte am 15. 12. 2001 Kurt-Peter Nawroth, Vorsitzender
des Bezirksverbandes Niederbayern sowie 2. Vorsitzender des Orts- und
Kreisverbandes Landshut, seinen 60. Geburtstag.
Als Breslauer musste er am 21. 1.1945 mit seiner Mutter sowie seinem Bruder
flüchten. Zunächst fanden sie in Waldenburg/Schlesien Unterkunft, bis
sie im April 1945 in einem Lazarettzug durch die damalige CSSR nach Österreich
und dort letztlich in ein Lager gelangten. Im Okt. 1945 führte die Irrfahrt
in ein Regensburger Flüchtlingslager und von dort nach Gleißenbach bzw.
Oberfroschham bei Ast im Landkreis Landshut, von wo die zwischenzeitlich
wieder vereinte Familie Weihnachten 1951 nach Landshut zog.
Mitte Sept. 1947 konstituierte sich der „Verein der Ostvertriebenen"
als Vorgänger der Landsmannschaft Schlesien in Landshut unter Alfons Kokott.
Kurt-Peter Nawroth trat vor 49 Jahren am 1. 1. 1952 als damals 11-Jähriger
dem Verein bei, der 1949 im Stadtbereich Landshut 650 Mitglieder zählte.
Der Verein der Ostvertriebenen pflegte von Anfang an die schlesische Überlieferung
und unterhielt dabei
eine starke Jugendgruppe, den noch heute existenten Singekreis, aber auch
eine Theatergruppe und einen Volkstanzkreis.
Die Landsmannschaft Schlesien Landshut ist schließlich im Jan. 1952 im
Rathausprunksaal von Landshut im Zusammenschluss aus dem Verein der Ostvertriebenen
und einer Gruppe Schlesier um Herrn Hielscher gegründet worden. Kurt-Peter
Nawroth wirkte erst unter Leitung seiner Mutter in der Kinder- und Tanzgruppe
mit, 1956/57 in der Theatergruppe und ab 1960 leitete er den Volkstanzkreis.
1962 stellte KurtPeter Nawroth seine organisatorischen Fähigkeiten unter
Beweis, als er nämlich zum Landesjugendtreffen in Landshut die Versorgung
zu organisieren hatte. Mit der Wahl am 23. z. 1969 wurde er als z. Schriffführer
und z. Kassenleiter, aber auch als Jugendreferent, in den Vorstand des
Ortsverbandes Landshut gewählt. Ab 27. z. 1972 war er als 1. Kassenwart
für die Finanzen zuständig. Seine bewährten und auf vielen Gebieten bewiesenen
Führungs- und Organisationsfähigkeiten waren längst erkannt und so ist
K. F Nawroth am 15. 3. 1987 zum z. Vorsitzenden des Ortsverbandes in der
Landsmannschaft Schlesien Nieder- u. Oberschlesien - Landshut gewählt
worden.
Seit 24. 3. 1990 steht er gekonnt und anerkannt als 1. Vorsitzender dem
Bezirksverband Niederbayern der LM Schlesien vor und zusätzlich ist er
seit 22. 4. 1992 als Rechnungsprüfer beim Bund der
Vertriebenen tätig. Für seine vielseitigen Aktivitäten und nicht hoch
genug einzuschätzenden Verdienste für die Landsmannschaft Schlesien ist
Kurt-Peter Nawroth 1973 mit der silbernen, 1977 mit der goldenen Ehrennadel
und 1992 für seine 40jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Im Jahre 1995
verlieh ihm letztlich für besonders herausragende Verdienste der damalige
Bundesvorsitzende Dr. Herbert Hupka das Schlesierkreuz.
Viel Anerkennung und besonderen Beifall erhält er stets für seine Mundartvorträge
und Gesangseinlagen im Singekreis (seit 1978). In örtlichen wie überörtlichen
Veranstaltungen ist Kurt-Peter in Frack und Zylinder mit seinem Freund
und bayerischen Gönner Schlesiens, Toni Ullmer, nicht mehr wegzudenken,
ja noch zutreffender - für ein Gelingen unentbehrlich. Familie, Vorstandssitzungen,
Chorproben, Bezirksvorstand, Landesbeirat, Partnerschaft Laband/Oberschlesien-das
alles ist Kurt-Peter Nawroth nicht zu viel. Ganz besonders zu danken ist
ihm für seine ausgezeichneten, professionell vorbereiteten und durchgeführten
jährlichen Reisen in alle Regionen Schlesiens. Kurt-Peter Nawroth hat
vielen von uns Schlesien erst richtig gezeigt und unvergessen nahe gebracht.
Die Landsmannschaft Schlesien, im besonderen aber der Orts- und Kreisverband
Landshut sowie Bezirksverband Niederbayern, wünschen K.P Nawroth und seiner
ebenso engagierten Familie Gottes reichen Segen und viel Kraft für die
weitere Tätigkeit zu Gunsten unserer Heimat Schlesien.
Hans J. Kupke, Pressereferent (SN)
Der Bezirk Münster im Jahresrückblick
Zum Ende des Jahres soll hier im Rückblick über wichtige Veranstaltungen
im Bezirk Münster berichtet werden. Die Kreisgruppe Münster mit ihrem
Vorsitzenden Herrn Christoph feierte in diesem Jahr am 18.03. im Festsaal
des Rathauses ihr 50jähriges Bestehen. Gleichzeitig beging die Schlesische
Spinnstube unter Reinhard Wendt ihr 45-jähriges Jubiläum. Festredner war
der Bundesehrenvorsitzende Dr. Herbert Hupka. Für die feierliche Umrahmung
sorgten die Spinnstube und Schlesische Bergleute aus Recklinghausen. Von
den Grußworten der Stadt Münster und anderer Institutionen seien noch
besonders erwähnt Dr. Schultze-Rhonhof von der Stiftung Schlesien, Frau
Möller vom BDV und die Landesfrauenreferentin der Landsmannschaft Frau
Seibt. Der Landeskulturreferent Herr Heim gab einen Abriß der Kulturarbeit
und sprach über die verschiedenen kulturellen Institutionen der Schlesier
in der Bundesrepublik. Außerdem fanden die üblichen Monatsversammlungnen
mit jahreszeitlich wechselnden Themen statt, in der Jahreshauptversammlung
wurde Herr Christoph als Vorsitzender wiedergewählt, und im September
gab es einen Jahresauflug. Bedingt durch die Jubiläumsfeier fand die Bezirksmitarbeitertagung
erst am 15.09. statt, da Herr Christoph bisher auch den Bezirksvorsitz
innehatte. Auf dieser Tagung sprach der Bundesvorsitzende Herr Pawelka
zu landsmannschaftlichen Themen. Der Landeskulturreferent sprach als erstes
Thema über die Probleme mit der Kulturarbeit und als zweites Thema über
lebendige, schlesische Kultur. Er stellte Bücher aus der Oberlausitz vor,
die zum Teil auch aus der Zeit der DDR stammten. Altbekanntes, das wir
von unserem Menzel-Willern kennen, gab es in diesen Büchern zu finden,
sowohl Lieder als auch Mundartbeiträge und volkskundliche Themen. Da Herr
Christoph dieses Amt abgeben wollte, wurde Herr Heim zum neuen Bezirksvorsitzenden
gewählt. Die Kontakte zu den Nachbarbezirken sind sehr gut, da Herr Heim
als Kulturreferent dort auch regelmäßig die Bezirksmitarbeitertagungen
besucht und in Bielefeld schon seit Jahren an den Mundarttagungen von
Frau Winkler teilnimmt, die zweimal im Jahr stattfinden. Zum Tag der Heimat,
der überall gefeiert wurde, hielt dieses Jahr Herr Heim die Pestrede in
Dülmen bei Münster zum Thema „östliche Kulturen hier im Westen".
Er bringt auch bei anderen Orts- und Kreisverbänden Beiträge zu Geschichte,
Kultur, Humor, Musik und Anderen Themen, so wie er das in Münster oft
tut. Er sagt, er sieht seine Arbeit für Schlesien in der Tradition des
Menzel.
Willem Karl Heim, Landeskulturreferent (SN)
Der Landeskulturreferent Karl Heim bei der Feierstunde in Münster
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