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LANDSLEUTE
HEIMAT SCHLESIEN |
Schlesische
Nachrichten 24/2001
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Kathreintanz 2001
Auch dieses Jahr fand der traditionelle Kathreintanz der Schlesischen
Jugend im SGV Jugendhof in Arnsberg statt. Bereits zum 11. Mal trafen
sich die Tänzerinnen und Tänzer der Musisch Kulturellen Gruppen in NRW,
um das letzte Tanzfest im alten Jahreskreis zusammen zu feiern. Das Fest
zu Ehren der hl. Katharina ist dies die letzte Tanzveranstaltung im Kirchenjahr.
Ab dem Totensonntag beginnt nach alter Zeitrechnung die Fastenzeit, die
Zeit der Ruhe, Besinnung und Stille, welche dann mit dem Weihnachtsfest
ihren Höhepunkt erreicht. Der alte Weihnachtskreis endet am 14. Februar
(nach dem neuen Kalender am 2.2.) und ab dann beginnen auch wieder die
Dorffeste und Tanzveranstaltungen.
Der Jugendhof mit seinem großen Speisesaal und dem einladenden Flur bietet
eine ideale Möglichkeit, um den Kathreintanz miteinander zu feiern. Mindestens
50 begeisterte Tänzerinnen und Tänzer trafen sich am 17. November 2001
zu einem gemeinsamen Tanzabend in Tracht. Es waren natürlich wie immer
auch Gäste anwesend. Dieses Fest ist für uns Trachtentanzgruppen der einzige
Termin im Tanzjahr, wo wir die Tracht nur für uns und nicht für Publikum
tragen. Die ersten Teilnehmer reisten bereits am frühen Nachmittag an,
um die schönen Räumlichkeiten für Musik und Tanzprobe zu nutzen oder die
Landschaft zu erkunden. Nach dem gemeinsamen Abendessen legten alle ihre
Tracht an und nach einem inoffiziellen "Danz ob der Deel" begann
der Tanzabend im großen Essraum. Aufgrund eines Terminmissverständnis
konnte die beauftragte Tanzmusik den Abend nicht gestalten. Die anwesenden
instrumentenspielenden Tänzer taten sich spontan zusammen und spielten
für uns zum Tanz auf. Im Laufe des Tanzabends kam auch "Konservenmusik"
zum Einsatz, so das alle Tänzerinnen und Tänzer bis nach Mitternacht das
Tanzbein schwangen. Es ist immer schön, in diesem ungezwungenen Rahmen
die anderen Tanzgruppen näher kennen zu lernen und miteinander zu tanzen.
Wenn der offizielle Tanzabend nach Mitternacht beendet wird, geht es im
Kaminraum hoch her. Auch diesmal versammelten wir uns im Kaminraum, um
zu feiern und zu erzählen. Die Tänzerinnen und Tänzer aller Gruppen setzten
sich zusammen und man erfuhr, was die anderen in diesem Jahr gemacht haben
und wie es ihnen geht. Nach einer kurzen Nacht und einem gemeinsamen Frühstück
teilte sich die Gruppe auf. Während die eine Gruppe einen schönen Waldspaziergang
unternahm, übte die andere Gruppe gemeinsam neue Tänze ein. Der Kathreintanz
endete mit dem gemeinsamen Mittagessen. Danach verabschiedeten sich alle
voneinander und traten den Heimweg an. Es freuen sich schon alle wieder
auf den nächsten Kathreintanz, um wieder gemeinsam zu tanzen und das Wochenende
zusammen zu verbringen.
"Der fröhliche Kreis" Bergisch Gladbach (SN)
Miteinander reden - sich kennen lernen
Eine Gruppe von 30 Germanistikstudenten aus dem oberschlesischen Industriegebiet
war Ende November 2001 bei der Landsmannschaft Schlesien im Haus Schlesien
zu Gast. Diese völkerverbindende Maßnahme wurde aus Mitteln der Bundesregierung
finanziert. Das Foto zeigt die Gruppe mit dem Minister Bernd Gentges von
der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft des Königreichs
Belgien. Der Besuch der Studenten in Belgien war ein Teil eines sechstägigen
Seminars, das von Karl Wehner geleitet wurde. „Bei der Maßnahme geht es
darum, dass die angehenden Deutschlehrer die Geschichte Deutschlands und
Schlesiens, aber auch die Geschichte der deutschpolnischen Nachbarschaft
sowie die europäischen Zukunftsperspektiven besser kennen lernen",
so der Bundesgeschäftsführer der Landsmannschaft Schlesien, Damian Spielvogel.
Ein weiteres Thema: der Strukturwandel des Ruhrgebiets-eine Entwicklung,
die dem von der Montanindustrie geprägten Industriegebiet Oberschlesiens
bevorsteht. Eine Begegnung in Diskussion mit von der Vertreibung betroffenen
Schlesiern stand ebenfalls auf dem Programm dieser Maßnahme, die sehr
positiv von den anwesenden polnischen Dozenten beurteilt wurde. D.Sp.
(SN)
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