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POLITIK
/ ZEITGESCHEHEN |
Schlesische
Nachrichten 24/2001
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Wratislavia conciliat - Breslau versöhnt
Bereits zum 2. Mal veranstalteten die Breslauer Diözese
der Ev. Kirche in Polen und der Verein für Schlesische Kirchengeschichte
in Breslau diese Begegnung. Mitveranstalter waren die Internationale Frauenforschungsgruppe
Katharina Staritz und die Internationale Dietrich Bonhoeffer-Gesellschaft.
Thema war diesmal die Kirche in Schlesien 1933-1945, Katharina Staritz
und Dietrich Bonhoeffer.
70 Teilnehmer waren allein aus Deutschland angereist, davon ein knappes
Drittel aus den neuen Bundesländern. DerTagungsort war wieder die Universität,
aber diesmal nicht die Aula Leopoldina, sondern das Oratorium Marianum,
ein weiterer Prunksaal, der prächtig restauriert als Konzertsaal benutzt
wird. (...)
Die umsichtige Leitung durch Bischof Bogusz, Prof. Witt (beide Breslau)
und den Vorsitzenden des Vereins für Schlesische Kirchengeschichte Dr. Schott
(Mainz) trugen neben dem herrlichen Herbstwetter und dem farbenfrohen Flair
Breslaus zur vollen Zufriedenheit der ca. 120 Teilnehmer bei.
Ch. Scholz (SN)
Gedenkstein für im Krieg verschleppte und misshandelte Frauen
In der Debatte des Bundestages am 30.5.2001 über die Zwangsarbeiterstiftung,
rief der Abgeordnete Hohmann (CDU) dem Bundeskanzler zu: „Haben Sie auch
für deutsche Zwangsarbeiter ein Herz!" Das Protokoll verzeichnet: „Sebastian
Edathy (SPD): Das ist doch nicht zu fassen! Weitere Zurufe von der SPD:
Pfui! Peinlich!"
Ein knappes halbes Jahr später, am 13. November, konnte auf dem ehemaligen
Standortfriedhof in BerlinNeukölln den deutschen Frauen, deren Schicksal
am Ende des Zweiten Weltkrieges den deutschen Linken so "peinlich"
ist, endlich ein würdiges Denkmal gewidmet werden. Einer der damals aus
Ostpreußen nach Sibirien verschleppten Frauen, der heute in Berlin lebenden
Schriftstellerin Hildegard Rauschenbach, war es schon 1995 gelungen, zusammen
mit den Einwohnern der sibirischen Stadt Schadrinsk, über dem dortigen Massengrab
deutscher Zwangsarbeiterinnen einen Gedenkstein zu errichten. Es ist beschämend,
dass es weitere sechs Jahre dauern musste, bis auch in Deutschland endlich
ein erstes Mahnmal - als Replik des sibirischen Steines an diese Dinge erinnert.
Frau Rauschenbach, die über ihr Schicksal in eindrucksvollen Büchern berichtet
hat, war auch in Berlin die Initiatorin. Es sind fast immer Einzelne,
die die Dinge vorantreiben. Zusammen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
und unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin wurde ihre
Idee nun Wirklichkeit. Der Präsident des Volksbundes, Karl Wilhelm Lange,
erinnerte in seiner Ansprache zur Enthüllung an das unendliche Leid hunderttausender
deutscher Frauen und Mädchen. Er erinnerte an Vergewaltigung, Verschleppung,
jahrelange Zwangsarbeit und Tod. Es sei dankbar vermerkt, dass er es unterließ,
wie in solchen Fällen stets üblich, die „politisch korrekten Ursachen"
zu erwähnen: die deutsche Kriegsschuld und die Nazi-Verbrechen. Auf diese
wies dann Ministerin Dr. Bergmann hin.
Bewegende Worte fanden ein Vertreter der sibirischen Stadt Schadrinsk und
vor allem Hildegard Rauschenbach selbst. Als die zarte alte Dame als Zeitzeugin
das Wort ergriff, und dabei zwei anwesende Schicksalsgefährtinnen begrüßte,
da meinte man den Hauch der Geschichte zu spüren. Es sind nicht nur „Linke",
die von all diesen Dingen nichts wissen wollen, denen die Erwähnung von
Leid, wenn es Deutschen angetan wurde, "peinlich" ist. Ihnen allen
sollte man mit dem Abgeordneten Hohmann zurufen: „Haben Sie ein Herz auch
für deutsche Zwangsarbeiter!"
Sigismund Freiherr v. Zedlitz (SN)
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Das
Buch zum Fest.
Für alle, die ihr Schlesien lieben.
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Das
Weihnachtsgeschenk für alle Schlesier
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| Die Idee, Weihnachtsgeschichten zu schreiben, war für die gebürtige
Schlesierin Rotraud Schöne naheliegend. Sie wollte nicht nur ein Stück
Heimatgeschichte dokumentieren, sondern vor allen auch vorn Zauber
der Weihnacht im unvergessenen Schlesien erzählen.
Herbig
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