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Schlesische
Nachrichten 23/2001
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"Gedanken an Daheim Verse und Skizzen"
Gedicht und Zeichenmappe von Franz Toenniges
Das umfangreiche kalligraphische Werk von Franz Toenniges
ist im Mai 2001 in einer Ausstellung in Oldenburg gewürdigt worden.
Im Jahre 1952 übernahm die Stadt Wiedenbrück die Patenschaft über die
Stadt Frankenstein. Anlässlich des 50jährigen Gedenkens im Jahr 2002 hat
Toenniges fünf Gedichte mit Zeichnungen seiner Vaterstadt Frankenstein,
die er schon 1996 im "Frankenstein Münsterberger Heimatblatt"
vorgestellt hat, in einer geschmackvollen Mappe herausgebracht.
Seine Gedichte sind in den Jahren 1943, 1944 und 1955 entstanden. 1986/87
zeichnete er dazu die entsprechenden Motive. So ist zeichnerisch und kalligraphisch
eine bemerkenswerte Arbeit entstanden, in der sich seine fast 50jährige
Verbundenheit und Liebe für die Heimat wiederspiegelt. Die Motivation
für seine Arbeit hat er in einem Satz wiedergegeben, den er kalligraphisch
gestaltet hat: "Ich liebe dieses Schlesien, das mich prägte und immer
wieder motiviert." Dieses Blatt finden wir als Einstimmung auch in
seiner Mappe. Das Original ist auf Büttenpapier der Papiermühle in Bad
Reinerz geschrieben.
Von 1954 bis zum Jahre 2000 sind über 300 Beiträge von Toenniges erschienen.
Hinzu kommen seine sonstigen Veröffentlichungen, Ausstellungen und Vorträge.
Erst im September 2001 hielt Franz Toenniges in Köln vor zahlreichen Zuhörern
einen viel beachteten Vortrag: "Friedrich der Große und die schlesischen
Zisterzienser." Der Vortrag war eine Lehrstunde über die drei Schlesischen
Kriege 1740 1763, in denen die politische Zugehörigkeit Schlesiens zu
Preußen entschieden wurde.
Die Mappe im handlichen DIN A4 Format besteht aus Einzelblättern, die
sich auch gut rahmen und verschenken lassen. Sie kann zum Preise von DM
25,00 bestellt werden bei Franz Toenniges, 51515 Kürten, Auf dem Steinacker
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(02268 / 1200).Willibald Seppelt (SN)
"Das Tal der Schlösser und Gärten,
das Hirschberger Tal in Schlesien!"
So heißt eine Ausstellung, die bis zum 18. November in Hirschberg zu sehen
ist. Danach wird sie vom 29. November an in Berlin im Schloss Britz gezeigt.
Die Ausstellung ist ein deutsch polnisches Gemeinschaftsprojekt von der
Gesellschaft für interregionalen Kulturaustausch in Berlin und dem Bezirksmuseum
in Hirschberg.
Dazu gibt es einen informativen Katalog zum Preis von 48 DM, 414 Seiten
mit 400 zumeist farbigen Bildern. Der Katalog ist zu bestellen bei der
Berliner Gesellschaft für interregionalen Kulturaus
tausch, Tel./Fax: 030/61609897. SN
"Gestaltungskräfte in der Geschichte
Oberschlesiens, Niederschlesiens und Sudetenschlesiens"
Mit den in der neuerschienenen Aufsatzsammlung "Gestaltungskräfte
in der Geschichte Oberschlesiens, Niederschlesiens und Sudetenschlesiens"
vereinigten Beiträgen behandelt der Autor Konrad Fuchs Fragestellungen,
die sich auf die Zeit vom 13./14. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
beziehen bzw. von der bäuerlich bürgerlichen Gruppeneinwanderung nach
Schlesien bis zur deutschen Entsiedlung respektive
zur Vertreibung der Deutschen aus dem Oderland als eine Konsequenz des
Zweiten Weltkrieges handeln. SN
Konrad Fuchs, Gestaltungskräfte in der Geschichte Oberschlesiens, Niederschlesiens
und Sudetenschlesiens, Reihe A, Band 52, Forschungsstelle Ostmitteleuropa,
44221 Dortmund 2001, Universität, ISBN 3 923293 68 2
Kritischer Beobachter seiner Zeit
Reinhardt Schuster stellt im Gerhart Hauptmann Haus aus
Der in Benndorf/Bod (Siebenbürgen) geborene Künstler Reinhardt Schuster
hatte Gelegenheit, kurz nach seinem 65. Geburtstag eine Auswahl seiner
alten und neuen Malerein im Rahmen einer Eigenausstellung im Düsseldorfer
GerhartHauptmann Haus zu zeigen.
Seine künstlerischen Fähigkeiten hat Schuster durch Kunstunterricht bei
Hans Mattis Teutsch in Kronstadt/Brasov und durch lange Ausbildungsjahre
am Kunstlyzeum und an der Kunstakademie in Bukarest gefestigt und gefördert.
Heute lebt und arbeitet der Künstler in Düsseldorf, wo er u.a. als Dozent
am "Lernort Studio" tätig ist.
Der Schriftsteller, Journalist und Kunstkritiker Franz Heinz wies bei
der Vernissage daraufhin, dass Reinhardt Schuster keinesfalls eine rückblickende
Summe seines Lebenswerkes vorstelle, sondern vielmehr eine seiner kreativen
Schaffensetappen.
Der Künstler gilt als kritischer Beobachter unserer Zeit, auch wenn einige
seiner Kompositionen scheinbar neutral anmuten. Es liegt in seiner Absicht,
seine Arbeiten so zu gestalten, dass sie sich von selbst darstellen. Daher
wählte Schuster für viele seiner Malereien Buchstaben, die für ihn als
überaus ehrliche und faszinierende Formen gelten. Neben farbenfrohen Malereien
in Öl und Acryl ist auch eine Computermontage zu sehen. Es ist die Fotografie
eines großflächigen Kunstwerkes, an dem Schuster zur Zeit arbeitet.
Dieter Göllner (SN)
Zusammenbruch", Öl auf Leinwand von
Reinhardt Schuster Foto: Göllner
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