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LANDSLEUTE |
Schlesische
Nachrichten 22/2001
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Schlesien hat wieder
Zukunft
Delegierte für Deutschlandtreffen in Nürnberg
Zur Herbstsitzung der Landsmannschaft Schlesien
im Landesverband Bayern e.V. trafen sich die Landesdelegierten im Sportzentrum
in Landsberg (Oberbayern). Der Vorsitzende hat seit der Märztagung an
über dreißig Veranstaltungen teilgenommen.
Landesvorsitzender Helmut Riedel (Germering) gedachte zu Beginn seines
ausführlichen Tätigkeitsberichts der Terroranschläge in Amerika. Gerade
in dieser Zeit gehen die Gedanken vieler Heimatvertriebener zurück in
die alte Heimat: Flucht, Vertreibung und Tod unschuldiger Menschen, darunter
mehrheitlich Frauen und Kinder.
Gerade die Schlesier bilden eine Brückenfunktion, erklärte Riedel, die
es durch verstärkte Treffen mit den Deutschen Freundeskreisen zu vertiefen
gilt. Die Landsleute in Schlesien sollten noch stärker moralisch und finanziell
unterstützt werden.
Bedauert wurde das geringe deutsche Interesse an der Wahl zum polnischen
Parlament. Im Sejm wird es weiterhin nur zwei Abgeordnete geben. In Oberschlesien
sind lediglich 30 % der Deutschen zur Wahl gegangen.
Es wird viel von den Benesch Dekreten gesprochen. Wenig bekannt sind jedoch
jene Erlasse, die nach Kriegse
nde gegen die Deutschen in Schlesien erlassen wurden. Sie sind bis heute
nicht aufgehoben worden. "Will Polen ein gleichberechtigter Partner
in der EU sein", so Riedel, "dann müssen diese Dekrete vor einem
Beitritt zur europäischen Wertegemeinschaft außer Kraft gesetzt werden."
Der Landesvorsitzende mahnte bei Entschädigungszahlungen die Gleichstellung
der deutschen Zwangsarbeiter an. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind
viele Landsleute nach Sibirien deportiert worden.
"Uns wird nicht die Arbeit zuviel" erklärte Riedel, "uns
bedrückt die Personalpolitik die als Zukunftsicherung voranzutreiben gilt."
Zunehmende Bedeutung kommt auch der Zusammenarbeit mit anderen Landsmannschaften
zu, die zumeist schon beim Tag der Heimat praktiziert wird.
Die Berichte der Bezirksvorsitzenden und Referenten informierten über
die vielschichtigen Aktivitäten und kulturellen Veranstaltungen in den
Orts und Kreisverbänden der sieben bayerischen Regierungsbezirke sowie
in der Landeshauptstadt München.
Über bundespolitische Belange der Landsmannschaft Schlesien referierte
der stellvertretende Bundesvorsitzende Christian Kuznik (Miltenberg).
Die Bundesdelegiertenversammlung wird im April 2002 die Entscheidung über
das nächste Deutschlandtreffen 2003 in Hannover oder Nürnberg treffen.
Der niedersächsische Landeshaushalt soll 250.000 Mark für die Standortwahl
Hannover enthalten. Auf Antrag des neuen Landespressereferenten Armin
M. Brandt (Memmingen) sprachen sich die Landesdelegierten für die Beibehaltung
der Deutschlandtreffen in Nürnberg aus, da sich gerade die Bayerische
Staatsregierung stets mit allergrößtem Nachdruck für die Belange der Schlesier
eingesetzt habe.Der stellvertretende Landesvorsitzende Wolfgang Seidel
(Weißenburg) ließ die Arbeitstagung zur Aktion Zukunftssicherung Revue
passieren. Weitere Seminare in den Bezirken sollen Hilfen und Informationen
für die Basisgruppen liefern und aufzeigen, wie man einen Verein erfolgreich
führt.
Bezirksvorsitzender KlausDieter Riedel (Landsberg), der die Delegierten
in Oberbayern willkommen hieß, hatte aus Anlass der Feierlichkeiten "50
Jahre Landsmannschaft Schlesien" einen Empfang beim Oberbürgermeister
von Landsberg für Landesvorstand und Landesbeirat arrangiert.
Armin M. Brandt (SN)
Räume gesucht
Die Landsmannschaft Schlesien in Bayern
sucht größere Räumlichkeiten von mindestens hundert Quadratmeter Fläche.
Darin sollen das Archiv, die Heimatstube etc. untergebracht werden.Angebote
mit günstigsten Konditionen sind an den Landesgeschäftsführer Karl Biedermann,
Postfach 1428, 91065 Herzogenaurach (Tel.: 09132/4929; Fax: 09132/ 2926)
zu richten.
Armin M. Brandt (SN)
Seminar für schlesische Trachtenkunde in Herzogenaurach
Vom 27. 28.10.2001 führte der Weißstickkreis der Landsmannschaft
Schlesien Ortsverband Herzogenaurach ein Seminar für schlesische Trachtenkunde
unter der Leitung von Christiane Webert durch. Zusammen mit Marga Broda,
die auch für das leibliche Wohl sorgte, konnten 15 Teilnehmerinnen aus
bayrischen Bezirken begrüßt werden.
Frau Edeltraud Gniesewitz kam aus Berlin als Referentin, um die wichtigen
Richtlinien der schlesischen Trachtenarten zu vermitteln. Anhand ihrer
praktischen Anleitungen wurden Trachtenkleider, blusen und spenzer genäht.
Auch die kunstvolle Weißstickerei mit der Nadelspitze wurde von Mädchen
aus der Trachtengruppe "Schneekoppenkinder" aus Neustadt/Waldnaab
gelernt. Die Landesfrauenreferentin Frau Ursula Stephan besuchte für einen
Tag die Seminarteilnehmerinnen und brachte ihre Hochachtung zum Ausdruck,
dass schlesisches Brauchtum so weitergegeben und erhalten wird.
Durchgeführt werden konnte das Seminar dankenswerterweise durch die Unterstützung
des Bezirksverbandes Mittelfranken.
Christiane Webert (SN)
Das Buch zum Fest.
Für alle, die ihr Schlesien lieben.

19,00 DM
Die Idee, Weihnachtsgeschichten zu schreiben, war für die gebürtige Schlesierin
Rotraud Schöne naheliegend. Sie wollte nicht nur ein Stück Heimatgeschichte
dokumentieren, sondern vor allem auch vom Zauber der Weihnacht im unvergessenen
Schlesien erzählen
Herbig
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