US - Außenministerium für Rückgabe alter Breslauer Urkunden an Deutschland Heftiger Widerspruch in Polen Eine am 19. Mai 1263 von Bischof Anselm vom Ermland
in Breslau ausgestellte Bulle ("Vellum"), die sich zur Zeit
noch im Besitz des US-Kongresshauses befindet, soll an Deutschland übergeben
werden. So geht es aus einem Gutachten des US-Außenministeriums hervor.
1992 hatte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Rückgabe beantragt.
Heftiger Widerspruch kam jedoch von der polnischen Regierung, die Protest
gegen das Gutachten einlegte, und von einer polnischen Zeitung. Dort wird
darauf bestanden, dass die Urkunde an den Ort ihrer Erstellung gehöre.
Deutschland wird vorgeworfen, sich nicht an diese "zivilisatorische
Regel" des Herkunftsprinzips halten zu können. Die USA stelle durch
das Gutachten laut "Gazeta Wyborcza" sogar die Anerkennung der
polnischen Westgrenze in Frage. Der stellvertretende Direktor der polnischen
Staatsarchive betonte in der Zeitung, dass sich an dieser Urkunde die
"integrale Bindung" Schlesiens an Polen verdeutlichen lasse,
denn sie sei während der polnischen Herrschaft über Schlesien erstellt
worden. Ebenfalls wurde berichtet, dass das Koblenzer Bundesarchiv die
Abgabe der Urkunde an Polen befürworte. Die Bulle gehörte zu dem einst
5300 Dokumente umfassenden Archiv des Klosters St. Vincent und wurde als
Kriegsbeute 1945 in die USA gebracht. Aus ihr geht hervor, dass jedem,
der das Kloster besuche, für 40 Tage Ablass seiner Sünden gewährt würde.
-ma- Eingliederungsseminar
für Aussiedler Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jochen-Konrad Fromme hatte
über den Bund der Vertriebenen, Kreisverband Salzgitter, interessierte
Aussiedler nach Berlin eingeladen, um ihnen dort vor Ort in einem Seminar
das für diesen Personenkreis erforderliche Wissen über die neuen gesetzlichen
Bestimmungen zu vermitteln. Der stellvertretende BdV-Kreisvorsitzende
Manfred Jaensch organisierte diese interessante Reise zum Aussiedler-Seminar,
an der außer den Aussiedlern aus Salzgitter auch CDU-Ratsherr Alfred Wenzel
teilnahm, der langjährig für Aussiedlerfragen zuständig ist. Nach der
Ankunft in der Hauptstadt Berlin wurden die Aussiedler vom MdB Jochen-Konrad
Fromme empfangen und begrüßt. Er begleitete dann die Gruppe zunächst zur
Niedersachsen-Vertretung, wo ein Imbiss gereicht wurde. Nach einer Stadtrundfahrt
lernten die Aussiedler den Reichstag mit der Kuppel kennen. Nach einer
entsprechenden Erläuterung im Plenarsaal berichtete MdB Jochen-Konrad
Fromme über seine Tätigkeit im Bundestag, wobei er vor allem über sein
Wirken im Finanzausschuss des Bundestages sprach. Von großem Interesse
waren für die Aussiedler die Ausführungen Frommes über die Äußerungen
der gesetzlichen Bestimmungen, die die Aussiedler betreffen. Unter anderem
erläuterte Fromme das Wohnortzuweisungsgesetz, wodurch ein zeitweiliger
Aufenthalt in einer festgelegten Kommune vorgeschrieben ist. Er berichtete
auch über Änderungen bei der Durchführung von Ausreiseanträgen sowie geänderten
Sprachtests, was allerdings zur Trennung von Familien führen kann. Ein
zentrales Thema der Aussiedler war daher auch die Familienzusammenführung,
die einzelne Härtefälle vortrugen. Während dieser Tagung wurde auch der
niedersächsische Innenminister Heiner Bartlintg kritisiert, der nach eigenem
Bekunden die Zahl der Aussiedler erheblich verringern will. Bartling forderte
bereits mehrfach, dass Aussiedler aus den GUS-Staaten eine gegenwärtige
politische Verfolgung nachweisen müssten, was praktisch kaum möglich wäre.
Manfred Jaensch appellierte übrigens an die Aussiedler, alle Fortbildungsmaßnahmen
zu nutzen, um eine schnellere Integration zu erreichen. Patenschaften zahlen sich aus Mit dem letzten Aufruf und der Bitte, Patenschaftsabonnements für den
Bezug der "Schlesischen Nachrichten" aufzugeben, hatte die Landsmannschaft
Schlesien Glück. Es konnten über zehn Patenschaften hergestellt werden.
Das heißt, es kam zu persönlichen brieflichen Kontakten zwischen den Paten
und dem jeweiligen Patenkind, zwischen den Auftraggebern für ein Abonnement
und den Empfängern. Darum auch die Zeile "Patenschaften zahlen sich
aus". Bitte, sollte es Ihnen finanziell möglich sein ein Patenschaftsabonnement
aufzugeben, wäre das bestimmt eine große Freude für den Empfänger, die
Empfängerin in Nieder- und Oberschlesien und im Hultschiner Ländchen.
Und diese Freude schlägt sich dann auch stets in der Korrespondenz nieder.
Also zweimal Freude! Ich klopfe bei Ihnen an und bitte um die Aufgabe von Patenschaftsabonnements.
Nur zu gern nennen wir Ihnen dann die Empfänger.
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