Bürgerschaftswahlen,
Tag der Heimat und Heimatmarkt in Hamburg Der diesjährige Tag der Heimat der Ost- und Mitteldeutschen der Hansestadt stand im politischen Zugzwang des Bürgerschaftswahlkampfes am 23. September, so dass der LvDLandesvorsitzende Dietrich Hoth (LM Pommern) nicht nur Spitzenpolitiker, wie den Bürgermeisterkandidaten Ole von Beust (CDU), die Senatorin Karin Roth (SPD), den Staatssekretär a.D. Rainer Funke (FDP), den Vizepräsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft Berndt Röder (CDU), einen Vertreter des polnischen Generalkonsulates, die LvD/BdV-Stellvertreterin, Olga Hadenfeldt (LM Weichsel-Warthe) mit den Landesvorsitzenden der Landsmannschaften und über 600 Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Gästen aus dem Hamburger Umland begrüßen konnte. Die
Politiker lobten den jahrzehntelangen Kultur- und Sozialarbeits-Einsatz
der Landsmannschaften. Die Zuschauer erlebten mit einer portugiesischen
Folkloregruppe und unseren vereinigten Chören (Ostpreußen,
Schlesiern und Pommern, Leitung: H. Guzinski) im geschmackvoll dekorierten
Saal 4 des CCH ausgezeichnete Darbietungen. LvD Landeskulturreferent
Peter Voß hielt im Schlusswort Rückschau
auf den vortägigen Ökumenischen Gottesdienst im _Kleinen Michel", in dem er als evangelischer Pastor und der katholischen Diakon Erwin Drossel (Ostpreußen) predigten. Abschließend wies er vorsorglich auf den 15. Heimatmarkt am 6. Oktober hin und lud alle dazu ein. Man hoffte, dass die Vorbereitungen für den Heimatmarkt - trotz des bis zum 23. September tobenden Wahlkampfes im Bundesland Hamburg, andauernder Regentage und Bauarbeiten auf dem Platz, in der Nähe des 2000 neu eingeweihten _IdaEhre-Platz" (früher Teilstück des Gerhart-Hauptmann-Platz), doch noch alles gelingen würde. Bereits das Ergebnis der Wahl bewies, dass sich plötzlich vieles ändern könnte. Und so stand der durch die Landsleute Hoth und Piesch bei strahlendem Sonnenschein eröffnete 15. Heimatmarkt sehr unter dem Einfluss des sich in Hamburg abzeichnenden politischen Wechsels, die Abgabe der Regierungsgewalt des SPD/GAL-Senats an die Bürgerblock-Parteien CDU/PRO/FDP Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit dem Marschfox _Weekend" durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Willinghusen, unter Leitung des Stabführers Gerhard Haak (einem alten Schulfreund des Moderators Piesch), in den Pausen begleitet von unserem Akkordeonvirtuosen Alfred Hoika mit heimatlicher Volksmusik. Trotz etlicher Einschränkungen war dieser_ Heimatmarkt" eine der schönsten kulturhistorischen Veranstaltungen der beteiligten Landsmannschaften. Wie ein Omen für den Heimatmarkt 2002 stand plötzlich die Ideenträgerin Juditha G. Braemer (LM Danzig) mitten im bunten Markttreiben, wurde herzlich begrüßt, wobei Moderator Piesch nicht vergaß, ihr als Landeskulturreferentin und dem damaligen LvD-Landesvorsitzenden, Dr. Kurt Rada (LM Sudetenland) für die Übernahme und erste Vorstellung in der Hansestadt des _Bonner Heimatmarktes" zu danken, sie willkommen zu heißen und hervorzuheben, dass ihr damaliger Einsatz bewirkte, dass noch heute der Heimatmarkt als einzige landsmannschaftliche Veranstaltung dieser Art im Norden Deutschlands stattfindet. Zum Abschluss wurde jeder Marktstand aufgesucht, und Piesch dankte allen Teilnehmern, bat um einen ErfahrungsLob&Tadel-Bericht, weil die unerträglichen Einschränkungen - gleich wer sie zu verantworten hatte - dem neuen Senat vorgetragen werden sollen. Es wäre sehr schön, wenn wir den Heimatmarkt 2002 wieder, wie ab 1985, auf dem Hamburger Rathausmarkt den Bürgern der Hansestadt vorstellen könnten und laden bereits heute zum Besuch ein. Willibald J. C. Piesch (SN)Veranstaltung der Schlesischen Jugend aus der Reihe _Gegen das Vergessen" 3. Oktober feiern, gedenken, fordern
Um 13.00 Uhr
versammelten sich zahlreiche Landsleute, trotz schlechten Wetters,
mit Spruchbändern und Fahneninder Oderstraße in Düsseldorf. Um 13.15 Uhr eröffnete der Bundesvorsitzende Jürgen Hösl den Gedenkmarsch durch die Ostdeutschen Straßen. Nach einer kurzen Ansprache setzte sich der Zug über die Posener, AIlensteiner, Memel-, Gleiwitzer und die Kattowitzer Straße in Bewegung. Während des Marsches wurden Lieder aus der alten Heimat, unter anderem das Schlesier- und das Ostpreußenlied, gesungen. Bei der Breslauer Straße stoppte der Gedenkmarsch für den zweiten Teil der Rede. Über die Schlesische Straße ging der Zug zurück zur Oderstraße, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Hier wird auf Anregung des stellvertretenden Bundesvorsitzenden, Christoph Wylezol, ein 2,80 m hohes Denkmal für die Heimatvertriebenen errichtet werden. Nach der Abschlussrede wurde der Gedenkmarsch mit dem Deutschlandlied beendet. Ch. Wylezol (SN)
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