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Seite 14 KULTUR / VERMISCHTES
Schlesische Nachrichten 21/2001

ein. Als Besonderheiten gelten die originalen Handschriften des Breslauer Mundart- und Theaterdichters Karl von Holtei und der Nachlass von Hermann Stehr (1864 Habelschwerdt -1940 Oberschreiberhau). Erstausgaben, Widmungsexemplare, Gemälde, Dokumentarfotos, Briefe, Plaketten, Münzen, persönliche Erinnerungsstücke sowie Totenmasken sind in diesem umfangreichen Nachlass enthalten, der vom Museum für Landeskunde übernommen wurde.

Als Vertreter der Gegenwartsliteratur werden Hans Lipinsky-Gottersdorf, Horst Bienek und Heinz Piontek vorgestellt. Kinderbücher des wohl bekanntesten zeitgenössischen schlesischen Autors Horst Eckert alias Janosch beenden den Streifzug durch die schlesische Literaturlandschaft.

Anlässlich des "Literarischen Herbstes" sind im Haus Schlesien begleitend zur Aus stellung eine Reihe von Vorträgen geplant. Prof. Dr. Marek Halub, Breslau, sprach zum Thema "Von Gryphius bis Hauptmann. Schlesische Kulturgeschichte als Forschungsgegenstand der Breslauer Ger manistik", Dr. Burkhard Bittrich aus Ahrweiler bot den Vortrag "Literarische (Be)Funde I. Unterwegssein -wohin? Dynamik und Statik in Joseph von Eichen dorffs Gedichten". Am 23. September wird Dr. Herbert Hupka, Bonn, den zweiten Teil der "Literarischen (Be)Funde"unter dem Motto "Mein Bild des schlesischen Lite raturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann" präsentieren. Für den 14. Oktober ist der dritte Teil dieser Vortragsreihe geplant, bei dem Selma Kreibohm, Bonn, einen Vortrag über den "Dichter Karl von Voltei zwischen Wanderlust und Heimatlie be" hält. Dieter Göllner (KKISN)

Alles ist Brücke
Malerei und Grafik von Luisa Schatzmann in Düsseldorf

Landschaft, Kosmos, Mythen und alte Kulturen sind Themen, die sich in den Kunstwerken von Luisa Schatzmann wiederfinden. Die 1933 in Madrid geborene Künstlerin zeigt im GerhartHauptmannHaus eine Ausstellung unter dem Motto "Alles ist Brücke".

Das Düsseldorfer Gastgeberhaus, das sich seit Jahren erfolgreich bemüht, eine Brückenfunktion zu den südosteuropäischen Ländern darzustellen, zeigt eine Auswahl von Malereien und Grafiken, die Schatzmann in den letzen Jahren geschaffen hat.

"Alles ist Brücke' ist ein Teil dieser Gedanken, die niemals ihre Gültigkeit verlieren werden" - stellte die Künstlerin fest, als sie über den tieferen Sinn ihrer Kunstwerke meditierte.

Und die Erklärung, "Reisen zu anderen Ku4turen, z.B. Mexiko und Ägypten haben in meiner Arbeit Spuren hinterlassen" - lässt viele der Bilder in einem anderen Licht erscheinen.

Ausgestellt sind Exponate wie "Monte Alban" (Linoldruck - Mischtechnik auf Leinwand), "Tulum" (Acryl auf Leinwand), die Serien "Welle" (LinoldrucklMischtechnik auf Zeichenpapier), "Licht und Schatten" (LinoldrucklMischtechnik auf Tiefdruckpapier) und "Spurensuche" (Acryl/Frottage auf Leinwand). In einer Vitrine sind Kataloge der Künstlerin zu sehen sowie eine Edition, die anlässlich der Ausstellung erschienen ist. "In den Wolken" und "In den Wassern" sind die Titel dieser beiden Linoldrucke.

"Erinnerung ist Zukunft" ist der Titel einer Grafik-Ausstellung, die Luisa Schatzmann im Suermont-Ludwig-Museum Aachen 1997 und anschließend im Museum für angewandte Kunst St. Petersberg gezeigt hat.

Einige großformatige Linolschnitte aus diesen Ausstellungen sind auch im GerhartHauptmann-Haus zu sehen und vermitteln Aspekte vergangener Kulturen mit ihren Mythen und Riten. Das Anliegen der Künstlerin liegt darin, nach früheren Formen des Lebens zu suchen, nicht zuletzt auch, um eigene Wurzeln zu entdecken. Die vielfältigen kulturellen und religiösen Ausdrucksformen der Menschheitsgeschichte sind ein Beweis für eine umfassende geistige Verwandtschaft aller Völker.

Zu den bedeutendsten Ausstellungen, an denen sich Luisa Schatzmann im Jahr 2001 beteiligt hatte, gehört jene, die im Museum der Ostdeutschen Galerie Regensburg und in der Staatlichen Kunstgalerie Kaliningrad/Königsberg im Rahmen des Projektes "32 Künstler aus Deutschland" eingerichtet war.

Dieter Göllner (SN)

Grenzüberschreitender Schülerwettbewerb mit vier polnischen Wojewodschaften

Zum Schuljahr 2001/2002 wird in BadenWürttemberg ein grenzüberschreitender Schülerwettbewerb - bundesweit erstmals - mit den vier Wojwodschaften Stettin, Landsberg, Breslau und Oppeln durchgeführt. Unter dem Motto "Begegnungen - Polen und Deutsche in Europa" werden badenwürttembergische und polnische Schülerinnen und Schüler zu diesem gemeinsamen Wettbewerb eingeladen.

Der Schülerwettbewerb soll das Interesse für die gemeinsame wechselvolle Geschichte wecken und dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen Polen und Deutschen freundschaftlich weiterentwickelt. SN


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