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Seite 7 LANDSMANNSCHAFT SCHLESIEN
Schlesische Nachrichten 21/2001

Wechsel in der Redaktionsleitung

Die Landsmannschaft Schlesien hat sich von dem Chefredakteur der "Schlesischen Nachrichten", Thomas Helm, getrennt.

In dieser Ausgabe stellt sich unsere neue Redakteurin Michaela Ast vor, die ab sofort für unsere Verbandszeitung Verantwortung trägt. Ich bin sicher, dass wir mit dieser Mitarbeiterin eine Frau aus der jungen Generation gewonnen haben, die als Tochter einer Schlesierin in der Tradition Schlesiens steht und viel Engagement für unsere Anliegen einbringt.

Auch aufgrund ihrer Ausbildung bietet Frau Ast beste Voraussetzungen für die neue Tätigkeit. Ich bitte Sie alle um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, damit der neuen Redakteurin alsbald auch die nötigen Kenntnisse über die Verbandsinterna zugänglich werden. Unsere Verbandszeitung "Schlesische Nachrichten" soll unsere Mitglieder aktuell über schlesisches Leben, über Ereignisse im schlesischen Bereich und über Politik der Landsmannschaft Schlesien informieren. Helfen Sie alle mit, dass wir über ein Informationsmittel verfügen, das unseren Vorstellungen gerecht wird.
Rudi Pawelka


Arbeitstagung der Bezirksvorstände aus Bayern
im Oktober in Rothenburg

Die Landesleitung der Landsmannschaft Schlesien in Bayern hatte im Rahmen der Aktion Zukunftssicherung zu einem Wochenend-Seminar für Bezirksvorstände und potentielle Nachwuchskräfte eingeladen. Ziel dieser Arbeitstagung war Erfahrungsaustausch und unterstützende Information zu den wichtigsten Aufgaben dieser Organisationsgliederung. Sie fungiert als Brücke zwischen Landesleitung und den landesweiten Basisgruppen wie Ortsund Kreisverbänden.

Landesvorsitzender Helmut Riedel wies in seiner kurzen Begrüßung darauf hin, daß in allen Verbandsebenen hervorragendes geleistet wurde, schlesisches Kultur- und Volksgut zu erhalten, Ostdeutsche Geschichte unverfälscht weiterzugeben und die Interessen der Landsleute in Bayern zu vertreten. Man habe aber vielenorts daneben versäumt die Organisationsstrukturen des Verbandes zu stärken und neuen Gegebenheiten und Aufgaben anzupassen.

Mit diesem Seminar wolle die Landesleitung helfen, Versäumnisse aufzuholen und vor allem jüngere Mitglieder für Führungsaufgaben zu motivieren und zu schulen.

Die anwesenden Bezirke hatten dann Gelegenheit nach einem vorher festgelegten Leitfaden ihre wichtigsten Daten, Aktivitäten und Probleme vorzustellen.

Wolfgang Seidel, stellv. Landesvorsitzender sowie Landesgeschäftsführer Karl Biedermann und Landesschatzmeisterin Christiane Webert führten danach mit straffem Zeitmanagement durch die ebenfalls vorher bekannten, nachfolgenden wichtigen Themenbereiche:

- Wichtige Aufgaben der Bezirksverbände

- Aktivitäten und Veranstaltungen der Bezirke

-Präsentation und Öffentlichkeitsarbeit der Bezirke

- Personelle und technische Ausstattung der Bezirksvorstände

-Finanzierung der Bezirksarbeit

-Satzung, Regeln, Kostenkontrolle im Bezirk

-Weiterführung von Schulungsseminaren im Bezirk für die Orts- und Kreisverbände

Nach vorbereiteten Informationen zu allen Themen wurde jeweils breiter Raum für Diskussionen zum Erfahrungsaustausch gegeben. Daraus nur einige der gemeinsam erkannten wichtigen Aussagen:

- Die Brückenfunktion der Bezirksvorstandscha ften als verlängerter Arm der Landesleitung und andererseits als Interessenvertretun g der Basisgruppen nach oben ist für die Landsmannschaft von unverzichtbarer Bedeutung. Kein Landesverband ist in der Lage den erforderlichen engen Kontakt mit weit über 100 Ortsgruppen zu halten.

- Der persönliche Kontakt zu den Basisgrüppen ist von größter Wichtigkeit. Nur so kann in vielen Situationen Hilfe und Unterstützung gegeben werden.

- Organisation nach vereinsrechtlichen Vorschriften und Finanzverwaltung unter Beachtung von steuerlichen Vorschriften für gemeinnützige Vereine sind professionell und ordnungsgemäß zu beherrschen.

- Finanzierungsmöglichkeiten und Zuschüsse der öffentlichen Hand sind zu nutzen.

- Besondere Beachtung fand ein Vorschlag, in überörtlichen Arbeitsgruppen Aufgaben zu bündeln, die einen Ortsverband überfordern. Damit könnten auch wirklich zukunftsorientierte Themen behandelt werden, z. B. Information über Immobilienkauf und Geschäftstätigkeit in Schlesien nach polnischer/europäischer Gesetzeslage.

- Angesprochen wurde auch die ballmögliche Präsenz der Schlesischen Landsmannschaft in allen Gliederungsebenen im Internet.

- Einstimmig wurde beschlossen, daß die vorgesehenen Führungsseminare wie geplant in den einzelnen Bezirken für die Basisgruppen weitergeführt werden. Drei Bezirke haben diese spontan für 2002 vorgeschlagen.

Die sehr engagierte Mitarbeit der Teilnehmer wurde belohnt durch ein kleines Rahmenprogramm. Herr Bialon, der Ortsvorsitzende der Schlesier in Rothenburg - er hatte schon bei den Seminarvorbereitungen mitgewirkt
-führte durch das am Abend besonders romantische Rothenburg. Zur abschließenden Gesprächsrunde im "Schwarzen Adler" erschien dann sogar die sehr charmante Bürgermeisterin,
erzählte lebendig über ihre schöne Stadt gestern und heute und bedankte sich bei den Schlesiern, dass sie nach Rothenburg gekommen waren.
Wolfgang
Seidel, stellev. Landesvorsitzender (SN)


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