"Respekt, Dank und Anerkennung" Landtagspräsident Schmidt dankt BdV fürAussiedlerarbeit Anläßlich eines Aussiedlerkongresses im Landtag von Nordrhein-Westfalen dankte Landtagspräsident Ulrich Schmidt (SPD) HansGünther Parplies als Landesvorsitzendem des Bundes der Vertriebenen (BdV) in NordrheinWestfalen und dem Aussiedlerbeauftrageten des Landesverbandes Dr. Heinrich Neugebauer für die ehrenamtliche Betreuung der Aussiedler durch den Verband im größten Bundesland. Vor 150 zumeist jugendlichen Aussiedlern aus ganz Nordrhein-Westfalen erklärte der Parlamentspräsident: "Der Zuzug der Deutschen aus Rußland bereichert unser Land. Wir müssen eine Kultur der Anerkennung und des gleichberechtigten Miteinanders entwickeln, wir wollen den Austausch, auf gleicher Augenhöhe'." Er dankte dem BdV für die zahlreichen Integrationsinitiativen, die dieser für jugendliche Aussiedler entwickelt habe und erfolgreich durchführe. Gleichzeitig betonte er, daß der Landtag ein "offenes Haus" sei, in dem auch die Vertriebenen und Spätaussiedler immer willkommen seien. Der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Joachim Erwin (CDU), unterstrich in seinem Grußwort, daß die Landeshauptstadt sich offen zu denen bekenne, die "zu uns kommen, um neue Wurzeln zu schlagen". Der Bund der Vertriebenen sei eine wichtige Hilfe und Unterstützung für Stadt und Land bei der sozialen und menschlichen BetreuungderAussiedler. Der Bund der Vertriebenen betreut seit mehreren Jahrzehnten Spätaussiedler, in den letzten Jahren vor allem Deutsche aus Bußland. Nach Nordrhein-Westfalen kommen jährlich rund 20.000 Rußland deutsche, die von 270 ehrenamtlich täti gen Betreuern in den 63 Kreisverbänden des Verbandes betreut werden. Im Jahr 2000 wurden dabei 35.000 ehrenamtliche Betreuungsstunden geleistet. Weit über die Hälfte der nach Nordrhein-Westfalen kommenden Aussiedlern werden von Mitarbeitern des Bundes derVertriebenen beraten und unterstützt, insgesamt über 11.000 Personen.SN Vertriebenenpolitik - Tag der Heimat in Marktredwitz Sozialministerin Stewens: Deutsche Heimatvertriebene sind entschlossene Baumeister des Hauses Europa
"Die
deutschen Heimatvertriebenen sind seit ihrer Charta aus dem Jahr
1950 entschlossene Baumeister des Hauses Europa", sagte Bayerns
Sozialministerin Christa Stewens beim Tag der Heimat in Marktredwitz.
Früher als alle anderen seien sie in den Dialog mit Tschechen,
Polen, Russen und vor allem mit Ungarn und Rumänen eingetreten.
"Der wohl größte Teil aller grenzüberschreitenden
Maßnahmen geht von den deutschen Vertriebenen aus. Heimat
bedeutet für sie, auch dafür einzutreten, dass ihr Herkunftsland
einen gebührenden Platz im künftigen Europa und seiner
Werteordnung einnimmt", erklärte die Ministerin. Stewens: "Sorge
erfüllt uns bei dem Gedanken, die Vertreibungs- und Entrechtungsdekrete
Polens, der Tschechischen Republik und Sloweniens könnten mit
der EU-Osterweiterung Eingang in unsere Rechtsordnung finden. So
rückhaltlos wir die Mitgliedschaft unserer Nachbarn begrüßen,
so ernsthaft erwarten wir die rechtzeitige Rücknahme solcher
belastender Gesetze und Bestimmungen." Die Europäische Union
würde erst dann zu einer wirklichen Heimat für alle Völker
und Volksgruppen, wenn sie das Recht auf die Heimat und ein umfassendes
Volksgruppenrecht durchgesetzt habe. Tag der Heimat in Korbach Der "Tag der Heimat" wurde unter der Schirmherrschaft des Landrates des Landkreises Waldeck-Frankenberg Helmut Eichenlaub am 30. 9.2001 in der Stadthalle Korbach begangen. Dazu reisten am für 4 Tage 37 Landsleute des Deutschen Freundeskreises Brückenort Kr. Rosenberg OIS (offiz. Partnerschaft mit der Landsmannschaft Schlesien Kreisverband Waldeck) mit ihrer Blaskapelle an. Der Festredner war der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit Bernhard Jagoda. Die Landsleute aus Oberschlesien waren Gäste der Landsleute aus Korbach und Bad Wildungen. Nach der Kranzniederlegung zum Andenken an die Toten der ost- und sudetendeutschen Heimat in der Marienkirche der Kilianskirche unter Begleitung der Blaskapelle, fand der Empfang der Reisegruppe und deren Gastgeber durch den Bürgermeister der Stadt Korbach, Klaus Friedrich mit Ansprachen des Bürgermeisters, des Kreisvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien, Kreisverband Waldeck, G. Knehler, und des Vorstandsmitgliedes des DFK Brückenort, Hubert Deja, statt. Ein gemütlicher Nachmittag mit kulturellen Beiträgen im großen Pfarrsaal der Marienkirche füllten den ersten Tag der Begegnung aus. Der Festredner Bernhard Jagoda wusste mit seiner Rede die Anwesenden intensiv zu motivieren. "Heimat ist ein solides Fundament für Freiheit und Gerechtigkeit. Vertreibung bleibt Unrecht, egal wer es tut". Zwei von vielen Merksätzen aus der prägnanten Festrede beim diesjährigen Tag der Heimat. "Im vergangenen Jahrhundert ist so viel schief gelaufen, weil die Minderheiten nicht geachtet wurden", führte Jagoda in seinem lebendigen Vortrag aus. Der eigene Wohlstand eines Landes "hänge vom Wohlergehen" nicht vom Leid der Nachbarn ab". "Das Leben ist keine Kosten-Nutzen-Analyse" und der Tag der Heimat weder "ein Fest der Nostalgie" noch die Gelegenheit, um "Mitleid zu erheischen bei denen, die dieses Opfer nicht erbringen mussten", betonte Jagoda in seiner Standortbestimmung der ostdeutschen Heimatvertriebenen. Ihn treibe die Sorge um, dass es den Mitgliedern der Erlebnis- und Aufbaujahrgänge womöglich nicht gelingt, die nachfolgenden Generationen zur Übernahme von Verantwortung für den Fortbestand von Frieden und Freiheit einzuschwören. BdV-Kreisvorsitzender Manfred Kreuzer warb um Unterstützung für zwei Initiativen des Bundesverbandes. Der 5. August soll zum nationalen Gedenktag für die deutschen Opfer von Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit erklärt werden. Am 5. August 1950 wurde die Charta der deutschen Heimatvertriebenen proklamiert. Außerdem müsse das "Zentrum gegen Vertreibungen" unterstützt werden. Die Stiftung war vor etwa einem Jahr in Berlin gegründet worden und soll dazu beitragen, die Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren, die den deutschen Heimatvertriebenen und anderen europäischen Völkern zugefügt wurden. Die Landsleute aus
Oberschlesien
überbrachten eine Einladung zum 10-jährigen
Jubiläum der bestehenden Partner
schaft am 01. Juni 2002, sowie zur Wallfahrt
der Deutschen Minderheiten zum St.
Annaberg am z. Juni 2002, an der die
Landsleute aus Waldeck-Frankenberg
teilnehmen werden. Berichtigung:In der Ausgabe 19/2001 fiel unserem Leser Dr. Dieter Pohl folgender Fehler bei einer Ortsbezeichnung im Beitrag "Industriekultur in Schlesien" von Herrn Göllner auf: Einen Ort mit Namen Gunnersdorf gibt es in Schlesien nicht. Vielmehr hieß der Ort CUNNERSDORF; er wurde später nach Hirschberg eingemeindet und hieß dann Hirschberg Kunnersdorf.
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