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Seite 8 LANDSMANNSCHAFT SCHLESIEN
Schlesische Nachrichten 19/2001

Landeskulturtagung der Landsmannschaft Schlesien in Schleswig-Holstein

Zur Landeskulturtagung der Landesgruppe Schleswig-Holstein der Landsmannschaft Schlesien waren 47 Delegierte erschienen, die nach der Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Heinz Pytlik, den Ausführungen des Referenten Dr. Wolfgang Pola folgten. Das von Dr. Pola gehaltene Referat: "Transfer der Deutschen aus dem Osten", verdeutlichte den Zuhörern auf welche Weise die polnische Führung nach dem zweiten Weltkrieg versuchte, die Vertreibung der Deutschen gegenüber der eigenen Bevölkerung zu verharmlosen und welche Argumentationen aus dieser Sichtweise noch bis heute nicht aus den Köpfen vieler polnischer Bürger gewichen sind. Unter dem Titel "Erntezeit in Schlesien" hielt Ursel Groth einen Vortrag, der in Zusammenarbeit mit Irene Beinke, Siegfried Krisch, Ursula Joswig und Anne Richter auf anschauliche Weise die Vielfältigkeit schlesischer Erntebräuche präsentierte. Die Gruppe hatte die großen Erntekronen in verkleinerter Form nachgebildet, wobei die Unterschiede der Ehrenkrone für den Herrn und die gütige Bäuerin gegen ständlich dargestellt und besprochen wurden. Auch der Erntekranz mit den Bändern und der Erntetanz waren mit einbezogen.
Mit kleinen Blumengebinden wurden die Herren gebunden und Erntestimmung im Versammlungsraum verbreitet, wobei sich sogar der Schimmelreiter und der "Alte" wie der "Pojatz" gegenständlich zeigten.
Der Landesvorsitzende Heinz Pytlik sprach den Dank der Versammlung für diese gelungenen Beiträge aus und wies zugleich auf die anstehenden Heimattage in Kiel und Berlin hin. Rudi Wenzel (SN)

 


Der Referent Dr. Wolfgang Pola bekam einen Erntestrauß.


"DAS DEUTSCHLANDTREFFEN DER SCHLESIER ist ein solches Erlebnis, das muss meine Tochter auch kennenlernen", sagte schon vor zwei Jahren Renate Brumant geb. Melzer aus Bunzelwitz, Kreis Schweidnitz (2. v. rechts), als sie von den Jungferninseln in der Karibik, genauer gesagt aus Christiansted, St. Croix, angereist war. Damit dürfte sie die längste Anreise aller Besucher gehabt haben. In diesem Jahr kam sie mit ihrer Tochter (Bildmitte), die nicht nur fließend deutsch spricht, sondern sich auch noch unter den Landsleuten ihrer Mutter sehr wohl fühlte. Unser Bild zeigt sie mit ihren drei Tanten, den Schwestern ihrer Mutter, die heute in Bielefeld wohnen. Foto: Jutta Graeve (SN)

Danke!

Die Bundesgeschäftsführung der Landsmannschaft Schlesien und die Organisationsleitung des Deutschlandtreffens der Schlesier danken der Zentralstelle Grafschaft Glatz e.V. für die Zusammenarbeit im Jahr 2001. Insbesondere danken wir für die Gestaltung und den Druck des Programms des Volkstumsabends anlässlich des diesjährigen Deutschlandtreffens in Nürnberg.


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