| Seite weiter > |
|
|
Schlesische Nachrichten |
|
|
Herausgeber:
Landsmannschaft Schlesien ‑ Nieder‑ und Oberschlesien Redaktionsanschrift:
Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter, Tel. (0 22 44) 92
59‑0 |
||
|
Nummer 19/2001 Einzelpreis 3,50 DM 1. Oktober 2001 |
||
|
Polnischer
Außenminister
brüskiert Vertrieben |
||
|
Rudi Pawelka
‑ Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien e.V.
|
||
|
Wie
Polens Außenminister Wiadysiaw Bartoszewski die Rechte von Vertriebenen
und wie er deutsch‑polnische Geschichte sieht, darüber
legte er in einem Interview In der „Welt am Sonntag" am
26. B. 2001 Zeugnis ab. Die Frage nach der Vorbereitung Polens
auf eventuelle Klagen deutscher Vertriebener auf Rückerstattung
beantwortete er so: „Überhaupt nicht. Wenn man solche Ansprüche
stellt, muss man erst mal die Grenze festlegen. Warum nicht
1772 anfangen, beim Angriff Preußens auf Polen, Germanisierung
der polnischen Gebiete, Teilung der polnischen Gebiete, Teilung
des polnischen Staates, Vertreibung der Menschen nach Sibirien?
Die Ansprüche sind nicht berechtigt. Die meisten sind ohnehin
keine Vertriebenen, sondern die Kinder und Enkel von Vertriebenen." Bartoszewski
hält aber auch die Ansprüche nicht für berechtigt. Das für einen
demokratischen Rechtsstaat selbstverständliche Erbrecht will
er nicht kennen. Welches Verständnis über Menschenrechte und
welches Demokratieverständnis wird hier offenbart? Auf dem Weg
zu einer europäischen Wertegemeinschaft müssen bei diesem Außenminister
wohl noch einige Grundansichten verändert werden. Zu stark macht
sich nationalistisches Denken |
![]() Alter Kalkofen bei Gogolin. Elwira Kopiec aus Mechnitz belegte mit diesem Foto den1. Platz beimFotowettbewerb zum Thema „Schlesische Industriedenkmäler", zu dem das Haus Schlesien in Königswinter‑Heisterbacherrott im letzten Sommer aufgerufen hatte. (Siehe Bericht auf Seite 12)
|