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06 Leszek Miller, Chef der postkommunistischen SLD und Premierminister in spe nach einem Gespräch mit dem deutschen Bundeskanzler in Eisenhüttenstadt: "Es muss allen bewusst werden, dass Deutschland für Polen der Partner Nummer eins ist und Polen für Deutschland ein strategischer Partner im Osten." In einer Presse-Erklärung heißt es, dass der deutsche Bundeskanzler zu der Überzeugung neige, dass die künftige Regierung eine SLD-Regierung sein wird. Leszek Miller wird ferner mit dem Satz zitiert: "Die Beziehungen zwischen unseren Staaten sind gut. Das muss auch für die Bevölkerung beider Länder gelten, zumal die Vorurteile, die in Polen über die Deutschen herrschen, sich schneller ändern als die der Deutschen über die Polen." Wladyslaw Bartoszewski fällt es immer noch schwer, die Vertreibung als Unrecht zu verurteilen. Polens Außenminister gab der Wochenschrift "Das Parlament" ein Interview (von der Wochenschrift des deutschen Bundestages als "ehemaliger Außenminister" angekündigt!), in dem es heißt:" Nach dem Krieg dann die Zwangsumsiedlung, die die Deutschen Vertreibung nennen. Es ist eine Frage der Stilistik! Bei uns sagt man Zwangsumsiedlung. Der Prozess dieses ungewollten, schrecklichen ,Bevölkerungstransfers` hat natürlich die einseitigen Gefühle der Schuld, der Härte, die man erleiden musste, die Gefühle der unsicheren und unklaren Situation, die man eigentlich nicht gewollt und teilweise doch gewollt hat, noch vertieft. Ich, der ich als Freund der Deutschen gelte und es auch bin, aber nicht weil ich ein Freund der Deutschen bin, sondern ein Freund der Menschen, und die Deutschen sind auch Menschen, muss sagen, dass ich nicht gegen die Aussiedlung war. Ich habe überhaupt nichts zu tun mit dem Geschehen von damals ich war selbst nach dem Krieg verfolgt -, aber ich war damals der Meinung, das ist gerecht. Natürlich nie gerecht war, wenn jemand geprügelt hat, getötet hat oder gefoltert, wenn jemand vergewaltigt wurde. Keine Rachegefühle, aber die Deutschen haben den Krieg gewollt, sie haben Hitler mehrheitlich akzeptiert, jetzt haben sie die Folgen zu tragen." Das klingt, Gott sei es geklagt, nach einer Rechtfertigung der Vertreibung, und die Opfer waren Mütter, Kinder, Greise, und das sollen die Schuldigen für Hiltler gewesen sein- Der Aufklärung und sogar Entschuldigung des Verbrechens der Vertreibung muss deutlich widersprochen werden. Der Bürgermeister von Jedwabne trat zurück. Die Mehrheit im Stadtrat des Städtchens, das durch den Progrom an 1600 Juden (neuerdings heruntergerechnet auf 200 !) weltweit bekannt geworden ist, stimmte mit dem Bürgermeister nicht mehr überein. Grund: er hatte sich als Stadtoberhaupt zu den bekannt gewordenen Fakten des 10. Juli 1941 in Jedwabne zustimmend geäußert, während die Mehrheit sich davon distanziert und das Geschehen bestreitet. Kurz danach ist auch der Vorsitzende des Stadt- und Gemeinderates zurückgetreten. Es soll nicht wahr gewesen sein, was wahr gewesen ist, woran auch Zahlenkorrekturen nicht zu ändern vermögen. Investitionen gestiegen. Für das Jahr 2000 wurde abschließend verlautbar, dass im Vergleich die Investitionen um 16,6 Prozent gestiegen seien. Die meisten Investitionen wurden in Immobilien und in der Dienstleistungsbranche der Firmen getätigt. Auch die ausländischen Investitionen haben im Jahre 2000 zugenommen, sie stiegen von 6,5 Milliarden Dollar auf 8,3 Milliarden Dollar. "Nach Polen ist also im vergangenen Jahr 28 Prozent mehr Geld geflossen als ein Jahr zuvor", nach Angaben der polnischen Nationalbank. Zu den größten Investoren in Polen gehören Frankreich, die USA, Deutschland, Holland und Italien. SN |