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15. September 2001
28. August 1941

Steinbach erinnert an Stalin Dekrete zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion vor 60 Jahren

Aus Anlass der Unterzeichnung der Stalin?Dekrete zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion vor 60 Jahren erinnert BdV-Präsidentin Erika Steinbach MdB an das Schicksal der Deutschen aus Russland:

Der 28. August ist für die Deutschen in der Sowjetunion ein einschneidendes Datum gewesen. An diesem Tag unterzeichnete der Oberste Sowjet den "Erlass zur Übersiedlung der Deutschen, die in den Wolgarayons wohnten". In Wahrheit handelte es sich dabei um den Beginn der Deportation aller Deutschen in der Sowjetunion nach Sibirien, eine Vertreibung aus ihrer bisherigen Heimat und eine Diskriminierung als Volksgruppe, die bis heute anhält.

1941 wurden sie von der kommunistischen Führung in Moskau gleichsam über Nacht von der Wolga und aus der Südukraine verschleppt und in die asiatischen Teile der ehemaligen Sowjetunion verbannt. Jahrzehntelang durften sie unter Androhung von bis zu 20 Jahren Zwangsarbeit die geschlossenen Städte, in denen Sie unterdrückt wurden, nicht verlassen. Zweimal monatlich mussten sie sich bei den örtlichen Behörden melden. Statt eines Personalausweises führten sie einen Deportiertenausweis. Männer und Frauen wurden in der sogenannten Trudarmee zur Arbeit gezwungen. Diese war eine Mischung aus Arbeits- und Konzentrationslager.

Unter den im Ausland lebenden deutschen Volksgruppen hatten die Deutschen aus Russland wegen Ihres deutschen Volkstums am längsten und schwersten zu leiden gehabt und dieses Kriegsfolgenschicksal wirkt bis heute fort. Heute leiden noch viele von ihnen und ihre Kinder an den Folgen von Verbannung und Zwangsarbeit und Not, die ihnen die kommunistische Diktatur auferlegt hat. Die Deutschen aus Russland haben für andere büßen müssen. Deshalb sind Forderungen, die den Deutschen aus Russland das Kriegsfolgenschicksal absprechen und ihre Aufnahme in Deutschland begrenzen wollen, unmenschlich und ungerecht. Es sind und bleiben Deutsche, die ein Recht darauf haben, in ihr Mutterland zurück zu kehren. SN