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Nachrichten

Deutschland nimmt nach UN-Angaben von allen westlichen Ländern die meisten Asylbewerber auf. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 41.000. Auf Platz zwei und drei liegen Großbrittanien mit 33.000 und die USA mit 32.000.
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Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, wurde am 21. August Ehrenbürger von Trebnitz. In dem schlesischen Wallfahrtsort, nur wenige Kilometer von Meisners Geburtsort Breslau entfernt, befindet sich das Grab der heiligen Hedwig.
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Etwa ein Drittel der acht Mio. Zuwanderer in Deutschland über 16 Jahre kann einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kaum bzw. nicht gut Deutsch sprechen. Insbesondere bei den türkischen Zuwanderern, die dauerhaft in Deutschland bleiben wollen, ist die sprachliche Integration gering.
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Nach Angaben der in Berlin ansässigen "Arbeitsgemeinschaft 13. August" sind zwischen 1949 und 1989 960 Menschen Opfer des kommunistischen Grenzregimes geworden.
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In den USA (270 Mio. Einwohner) gehören 78 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an, in Deutschland (82 Mio. Einwohner) nur 68 Prozent. In den USA besuchen 36 Prozent der Bevölkerung wöchentlich einen Gottesdienst, in Deutschland nur 12 Prozent.
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Bis zum Jahr 2006 wird Deutschland für Vorhaben zur Strukturförderung knapp 60 Milliarden Mark von der EU erhalten. Mit Blick auf die EU-Osterweiterung seien rund 1,4 Mrd. Mark ausschließlich für Projekte zur Förderung der grenzüberschreitenden und "interregionalen" Zusammenarbeit vorgesehen.
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108 missionierende Orden und Gemeinschaften; die insgesamt 56 869 Missionskräfte beschäftigen, haben im vorigen Jahr in Deutschland 250,3 Mio. Mark Spenden erhalten, 6,1 Mio: Mark.mehr als.1999. Die Einnahmen aus Eigenmitteln der Orden seien von 29,8 auf 36,6 Mio. Mark gestiegen.
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Die deutschsprachigen Sendungen der Deutschen Welle und die englischsprachigen Sendungen der BBC - beide Sender strahlen ihre Programme weltweit aus - sind in der Türkei verboten worden.
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Stiftung Zwietracht

Bartosz Jalowiecki ist von - der polnischen Regierung als Vorsitzender der Warschauer Stiftung "Deutsch-polnische Versöhnung", die für die Auszahlungen der deutschen Gelder an polnische Zwangsarbeiter verantwortlich ist, entlassen worden. Der 30jährige Jalowiecki war in den vergangenen Monaten durch seine rüden antideutschen Attacken aufgefallen. Erhellend schreibt die "Frankfurter Allgemeine" zum jüngsten Streit um die Entschädigungszahlungen an ehemalige polnische Zwangsarbeiter:

Die Stiftung "Deutsch-Polnische Aussöhnung", welche 1,8 Milliarden Mark verwaltet und verteilt, die an ehemalige Zwangsarbeiter in Polen gehen sollen, stiftet zunehmend Zwietracht. Als einziger osteuropäischer Partner der deutschen Stiftung" Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" hatte sie vertraglich darauf bestanden, die Entschädigung in heimischer Währung ausgezahlt zu bekommen. Frühzeitige Warnungen, daß eine Transaktion dieser Grössenordnung Währungsspekulationen im großen Stil hervorrufen werde, wurden in den Wind geschlagen. Es kam, wie es kommen mußte: Zum Zeitpunkt der (angekündigten) Überweisung war der Zloty-Kurs so hoch wie niemals zuvor. Nun ist das Gejammer groß über den eingetretenen Wertverlust. Daß daran nun wieder die deutsche Seite schuld sein soll, wie von polnischen Opferverbänden immer nachdrücklicher vorgebracht wird, ist nur noch psychologisch zu erklären: Zu Repräsentanten der Opfer wurden diejenigen, die am unversöhnlichsten das deutsche Vorurteil pflegten. Nun wollen sie erst recht nicht den Eindruck erwecken, als ließen sie es sich mit Geld abkaufen. Dabei verschweigen sie, daß die Zinserträge des Zloty-Betrags, den sie jetzt verwalten, erheblich höher sind, als sie es auf einem Mark-Konto wären, und daß der Verlust sich entsprechend in Grenzen hält.
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Finanzsorgen in Polen

Die Hiobsbotschaften für die noch amtierende polnische Regierung unter Ministerpräsident Jercy Buzek reißen nicht ab. Mehreren Ministerskandalen, rückläufigen Konjunkturdaten und milliardenschweren Hochwasserschäden folgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen die Nachricht von einem Milliardenloch in der Staatskasse. Dabei kann der Öffentlichkeit noch nicht exakt mitgeteilt werden, ob dem polnischen Staatshaushalt im kommenden Jahr 30, 50 oder sogar 70 Milliarden Mark fehlen werden.

Noch vor wenigen Monaten verkündeten polnische Politiker stolz, daß das Land mit einer allmählich prosperierenden Wirtschaft für den EU-Beitritt gerüstet sei. Man verwies auf ein stabiles Wirtschaftswachstum, sinkende Arbeitslosenzahlen und einen immer härter werdenden Zloty. Als beim Umtausch an den Wechselstuben bereits weniger als 1,70 Zloty, für die Mark ausgezahlt wurden, verkündete man in Warschau das Ziel in wenigen Monaten den Umtauschwert von 1,50 Zloty für eine Mark erreichen zu wollen. Inzwischen liegen die Prognosen für das Wirtschaftswachstum bei 1,5 Prozent, die Arbeitslosigkeit wächst der 20-Prozent-Marke und der Umtauschwert für eine Mark wieder der Zwei-Zloty-Grenze entgegen.

Knapp vier Wochen vor den Wahlen überrascht nun die bereits schwer angeschlagene Regierung Buzek mit der Information über ein riesiges Haushaltsloch, daß die wirtschaftlichen Turbulenzen zu verschlimmern droht. Inzwischen mehren sich die Zweifel, ob die Parteienkoalition um Buzek bei den kommenden Wahlen überhaupt die 8-Prozent Marke überspringen wird. Mit Umfragewerten von über 40 Prozent stehen die Postkommunisten eigentlich schon als Wahlsieger fest, ohne daß man in dieser Partei bisher den wirtschaftlichen Sachverstand ausmachen kann, der eine Wende zum besseren herbeiführen könnte.

Bei Redaktionsschluß hatte man sich in Warschau noch nicht auf ein Programm zur Beilegung der Finanzmisere einigen können. Ein erster Rettungsplan von Finanzminister Jaroslaw Baue, der erhebliche Einsparungen bei den Staatsausgaben durch Kürzung der Sozialleistungen und der regionalen Strukturförderung vorsah, wurde abgelehnt. Als weitere Maßnahmen hatte Baue die Einführung einer Importsteuer sowie die Erhöhung der Mehrwertsteuer vorgeschlagen. Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sollten vorübergehend auf Lohnerhöhungen verzichten. Für den Fall, daß keine entschiedenen Gegenmaßnahmen getroffen werden, rechnen Baue und Notenbankchef Leszek Balcerowicz mit einer zunehmenden Inflation und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf Werte zwischen 22 und 25 Prozent.
(UO)