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Aktuell 01 vom 01.05.2001 Die schlesischen Verwaltungsbezirke Oppeln, "Schlesien" (Kattowitz) und Niederschlesien laden unter dem Motto "Laßt uns gegenseitig kennenlern" zu einem Woiwodschaftstreffen ein, das am 5. Mai im Amphitheater (Thingstätte) unterhalb des AufständischenDenkmals in Annaberg stattfinden wird. Erwartet werden mehr als zehntausend Besucher. Ziel ist die "Integration aller Einwohner", d.h. die Förderung einer neuen schlesisch-polnischen Indentität. Die zeitliche Nähe der Veranstaltung zum 80. Jahrestag des sogenannten "3. Schlesischen Aufstandes" am 3. Mai dürfte dabei kein Zufall sein. Die Loslauer Gesellschaft für die Förderung der europäischen Integration veranstaltet vom 9. bis 11. Mai das 7. Treffen der polnischen Sektion der Robert-Schumann-Stiftung. Am 9. Mai steht in Czirsowitz in der Gemeinde Groß Gorschütz ein festlicher Europatag auf dem Programm. Der zweite Tag steht im Zeichen Oberschlesiens, wobei die oberschlesischen Deutschen und nationalgesinnten Oberschlesier im Mittelpunkt stehen; in Referaten, Diskussionsrunden und künstlerischen Darbietungen wird beiden Gruppen die Gelegenheit gegeben, für Toleranz und Zusammenarbeit zu werben. Diskutiert wird auch über die Stellung der deutschen Sprache und des Oberschlesischen. Am 11. Mai richtet sich das Augenmerk auf die im tschechischen Teil Schlesiens lebenden Polen und Schlonsaken sowie auf die europäische Regionalpolitik. Infos: Kazimierz Mroczek, Tel. 032-455-2142, eMail mrokazim@poczta.onet.pl. Das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit HdpZ (ul. Rybnicka 27, 44100 Gliwice, Tel. 032-232-49-02) bietet im Rahmen seiner Vortragsreihe "Lokale Geschichte" im Mai folgende Veranstaltungen mit kompetenten Referenten an: Am 18. Mai in Alt Berun ein Vortrag zum Thema "Ich sorge für diese Gräber wie ein Mensch für das Grab eines anderen Menschen sorgt", ein Referat über deutsche Soldatengräber an den Ufern des Flusses Gostynia (Partner: Kreisverwaltung Tichau, DFK Tichau); am 31. Mai "Historische Traditionen Groß Ranllens und die Gegenwart" in Groß Rauden (Partner: Kreis Ratibor, DFK Ratibor). Noch nicht bekannt ist das Datum des Vortrages über die Geschichte der jüdischen Gemeinde im kongreßpolnischen Praszka (Partner: Kreis Rosenberg, Gemeinde Praszka, DFK Rosenberg) sowie einer Veranstaltung zum Thema "Die Geschichte des Kurortes Bad Ziegenhals" (Partner: Kreisverwaltung Neisse, DFK Neisse). Die genauen Anfangszeiten und Veranstaltungsorte können beim HdpZ erfragt werden. Am 24. Mai bietet das HdpZ in Gleiwitz einen deutschen Filmabend an. Gezeigt wird der Film "Lola rennt" von Tom Tykwer. Die Düsseldorfer Kultband "Die Toten Hosen" kommt nach Oberschlesien! Wie ein Sprecher der Gruppe in Düsseldorf mitteilte, gehen die Musiker auf eine Osteuropa-Tournee (12.6. Warschau, 14.6. Budapest, 16.6. Prag). Am 18.6. werden "Die Toten Hosen" in Kattowitz aufspielen. Das Konzert wird als Support von "The Offspring" im Spodek stattfinden. InfoAnfragen: www.dietotenhosen.de. Die dreiteilige ARD-Dokumentation "Die Vertriebenen - Hitlers letzte Opfer" haben durchschnittlich 3,6 Millionen Zuschauer verfolgt. Die Sendung erreichte einen Marktanteil von 13,1 Prozent. Sie konnte sich damit gegen die starke Konkurrenz wie etwa dem "heute Journal" erfolgreich durchsetzen. Bereits zum achten Mal organisiert das Kulturzentrum in Lugnian (Lugendorf) im Kreis Oppeln den Wettbewerb "Ze slaskiem na ty". Ziel ist u.a. die Pflege und Förderung der oberschlesischen Sprache. Bis zum 1. November können oberschlesisch-, aber auch polnischsprachige Arbeiten zu den Themen regionale Geschichte, Kultur, Brauchtum und Traditionen eingereicht werden. Teilnehmen können alle Schultypen und Altersklassen, also auch Erwachsene. Die Arbeiten dürfen nicht länger als acht Seiten DIN A4 umfassen. Weitere Informationen: Kulturzentrum Lugnian, Herrn Direktor Christian Czech, Oppelnerstraße 53, 46-024 l.ugnian/Lubniany, Tel. ++77-421
Die Proskauer Heimatgemeinschaft bietet noch einen kleinen Restposten der im letzten Jahr herausgegebenen Chronik "Proskau eine Geschichte im Überblick" an. Bestellung: Helene Handtke, Königsteiner Straße 20, 65719 Hofheim, Tel. 06192/23500). Preis: 25 Mark plus Porto und Verpackung. In Tarnowitz wird für knapp 20 Millionen Mark ein Freizeit- und Spaßbad namens "Aquapark" gebaut. Während des Neisser Bundestreffens in Hildesheim ist das Neisser Museum, Gelber Stern 21, am 25. Mai von 14 bis 18 Uhr, am 26. von 10 bis 17 Uhr und am 27. von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Typisch
für das oberschlesische Industriegebiet war seit dem
19. Jahrhundert ein dichtes Netz von Schmalspurbahnen, das die
zahlreichen Gruben, Hütten und Industriebetriebe miteinander
verband. Nach mehreren Stillegungswellen in den 1980er und 1990er
Jahren sind heute von einst rund 200 km Streckenlänge nur
noch weniger als 30 km in Betrieb. Seit März 2000 ist nun
wieder Leben in den seit 1992 stilliegenden Bahnhof Groß
Rauden eingekehrt. Groß Rauden, an der knapp 50 Kilometer
langen, in den Jahren 1899 bis 1903 am Westrand des Reviers erbauten
Schmalspurstrecke Gleiwitz-Trynek - Groß Rauden Ratibor,
ist jetzt Standort eines kleinen Eisenbahnmuseums. Die Heimatfreunde aus Kollanowitz (Kniedorf), Königshuld, Trzenschin (Neuwiese) und Wengern im Landkreis Oppeln treffen sich zu ihrem 7. Heimattreffen am 19. Mai im hessischen Hemsbach an der Bergstraße. Veranstaltungsort ist das neue Hotel "Sport-center", Hüttenfelder Straße 44 (Tel. 06201/ 472395). Infos: Erika Sauermann, Frohnhauser Straße 297, 45144 Essen, Tel. 0201/463797. In Gleiwitz soll zum Jahresende das erste schlesische Museum für Sanitärtechnik eröffnet werden. Untergebracht ist es in der Pumpenstation der hundert Jahre alten Abwasserkläranlage, die inzwischen für acht Millionen Mark technisch modernisiert und den neuzeitlichen Anforderungen angepaßt worden ist. Alle Bauteile der Pumpenstation sind original erhalten, inklusive aller deutschsprachigen Schriftzüge. Das Museum befaßt sich mit der regionalen Umweltschutzgeschichte. Die Ausstellungsobjekte reichen von ersten Kanalrohren aus Holzmaterial bis Kompressoren. Mit einem Festgottesdienst ist am Ostermontag in der katholischen Pfarrkirche zu Kreuzburg die restaurierte Orgel eingeweiht worden. Für die dringend notwendig gewordene Restaurierung spendete der Heimatkreisverband Kreuzburg mehr als 10.000 Mark. Der Herausgeber
der Patschkauer "Dohle" Leo Schiller, hat in unermüdlicher
Kleinarbeit in verschiedenen Archiven ganze Ausgaben und Auszüge
aus dem früheren "Patschkauer Wochenblatt" gesammelt.
Sollten sich genug Interessenten melden, werden die interessantesten
Zeitungsseiten als Faksimile unter dem Titel "Patschkau und
die Welt in Auszügen wiedergegeben aus dem Patschkauer Wochenblatt"
herausgegeben. Es soll 300 Seiten DIN A4 umfassen. Vorbestellungen
an Leo Schiller, Lerchenstraße 108, 49088 Osnabrück.
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