05
13. November
2001
Nachrichten
Der 2001 erstmals
vorgelegte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
stellt über viele Jahre hinweg eine ständig gewachsene
Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland fest. Danach leben in
Deutschland etwa 14 Millionen Menschen unter der Schwelle zur Einkommensarmut.
Dies sind vor allem Langzeitarbeitslose, alleinerziehende Frauen
und Kinderreiche.
Die Mehrheit der Deutschen (54%) rechnet einer Umfrage der
Zeitschrift _Stern" zufolge nach den Terroranschlägen in den
USA mit einem dauerhaften Konflikt zwischen Christen und Moslems.
Jeder zweite Deutsche befürchtet einen neuen Weltkrieg.
Immer mehr Ausländer kommen illegal nach Deutschland.
Allein 2000 nahm die Polizei 2.740 Schleuser fest. Amtliche Stellen
schätzen, daß bis zu 90.000 Personen jährlich ohne
Genehmigung in Deutschland einreisen und sich zur Zeit etwa eine
Million Menschen illegal im Lande aufhalten.
Von 3,4 Millionen Berlinern sind derzeit 792.900 evangelisch, 350.000
katholisch, 200.000 Moslems, 64.500 Freikirchler, 34.100
orthodox und 11.300 Juden. Wie werden die Zahlen in zehn Jahren
aussehen?
Die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten in Deutschland
ist nach Angaben des Bundesinnenministeriums stark zurückgegangen.
Waren in den ersten drei Monaten diesen Jahres jeweils noch etwa
1500 entsprechende Delikte registriert worden, waren es im September
nur noch 573 - ein Rückgang von 87 %, der sich bereits in den
vorangegangenen Monaten abzeichnete.
Aus Afghanistan kommen 75% der Weltproduktion von Rohopium.
Hauptabnehmer der Drogen sind Dealer in westlichen Ländern
Die Drogenfahnderga"davon aus, das die Mullahs jährlich etwa
fünf Milliärdt14eckim Drogenhandel verdienen, schreibt
das Nachrichtenmagazin FOCUS.
Die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung _Das Parlament", die
von der Bundeszentrale für politische Bildung -herausgegeben
wird, informiert über eine vor allem gegen Israel und die USA
gerichtete Zusammenarbeit zwischen Rechtsextremisten und islamischen
Fundamentalisten auf internationaler Ebene. Der Iran gewährt
demnach zum Beispiel im Westen verurteilten Holocaust-Leugnern politisches
Asyl.
Griechenland, das bisher von Deutschland 115 Millionen Mark
an Wiedergutmachung erhalten hat, fordert jetzt im Namen von NSOpfern
23 Milliarden Mark Entschädigung.
Auch bei einer neuen Volksabstimmung würde der für
die EU-Osterweiterung maßgebliche EU-Vertrag von Nizza in
Irland keine Mehrheit erhalten. 54 Prozent der Iren sprachen sich
bei einer aktuellen repräsentativen Umfrage gegen den NizzaVertrag
aus. Nach derzeitigem EU-Recht kann die EU-Osterweiterung jedoch
nur dann durchgeführt werden, wenn alle EUMitgliedstaaten der
Aufnahme neuer Länder zustimmen.
Die große Mehrheit der pakistanischen Bevölkerung steht
hinter Osama bin Laden: 82 % halten ihn für einen _Gotteskrieger",
nur 6 % für einen Terroristen. 83 % stehen auf der Seite der
Taliban - so eine Umfrage des Gallup Institutes. (UO)
Landerwerb für Ausländer in Rußland möglich
Ende Oktober hat Präsident Putin in Moskau ein Gesetz unterzeichnet,
wonach Ausländer in Rußland Land erwerben können.
Die russische Regierung erhofft sich von dieser Maßnahme eine
rasche Zunahme ausländischer Investoren. Ausgenommen von dieser
Regelung bleibt jedoch das nördliche Ostpreußen. Hier
ist ein Landerwerb nur mit einer Sondergenehmigung des russischen
Präsidenten möglich. Ebenso dürfen Ausländer
nach wie vor keine landwirtschaftlichen Flächen erwerben. So
können praktisch maximal nur zwei Prozent russischen Bodens
von Ausländern erworben werden. (UO)
|