01
13. November 2001
Unsere Toten

Das Kreuz in der Heinrichstral3e in Hindenburg OlS
Foto: Spielvogel

Gerade im Monat November verweilen wir in unseren Gedanken an den Gräbern unserer Vorfahren in Hindenburg und in Oberschlesien.
An manchen Friedhofskreuzen werden wir Kerzen anzünden und uns unserer lieben Verstorbe nen erinnern.
Auch bei dem 25 . Hindenburger Heimattreffen in Essen wunde ihrer würdevoll gedacht Nachfolgend veröffentlichen wir den Text der Totenehrung, die vom Bundessprecher der Hindenburger, Damfan Spielvogel, bei der Feierstunde am 23.09.2001 in der Gniga Halle gehalten wurde: Oberschlesien - du bist ein Land wie ein Eichenblatt, von der Oder und ihren Nebenflüssen durchzogen. Du bist ein Land, das mit deutschen Zungen besungen und mit dem Fleiß unserer Vorfahren aufgebaut wurde! Und in diesem Land liegt unsere Vaterstadt Hindenburg. Wir denken an unsere Vorfahren, die ihr Leben geopfert, die

schicksalsschläge durchstanden, die immer wieder aufgebaut und ihrer Heimat die Treue gehalten haben! Wir denken an die Toten der beiden Weltkriege, die im Krieg Leben und Gesundheit verloren, an diejenigen, die ihr Schicksal in den oberschlesischen Abstimmungskämpfen vor 80 Jahren an Deutschland gebunden haben und dafür so hart bestraft wurden! Wir denken an unsere vielen oberschlesischen Familien, denen bei Flucht und Vertreibung das Werk von Generationen, die Freiheit, die Ehre, die Gesundheit und hunderttausendfach das Leben genommen wurde! Wir denken an unsere Angehörigen, die mit uns auf die Flucht gegangen sind oder vertrieben wurden und bis zu ihrem Tod gehofft haben in ihre Vaterstadt und Heimat zurück
kehren zu können! Wir denken an alle Mitglieder unserer bekennenden Gemeinschaft, die unserer ostdeutschen Vaterstadt die Treue gehalten haben. Wir wollen sie in unserem Gedenken, mit unseren Gedanken immer in Ehren halten und uns zu ihren Leistungen
bekennen. Wir appellieren an diejenigen, die heute die Mächtigen in Hindenburg O/S sind: Nicht geschändete Grabmäler oder der Versuch, die Erinnerung an die deutsche Vergangenheit zu zerstören, weisen in die Zukunft! Wir wollen heute an einen großen Hindenbur.ger erinnern, an Herbert Skowronek, einen Oberschlesier, Europäer und einen Mitstreiter, der sich bis zu seinem Ende immer für seine Vaterstadt selbstlos eingesetzt hat. Wir gedenken auch Alfred Max Liwowski, der um das Deutschtum in~Hindenburg stets bemüht war. Gerade in dieser Stunde gilt unser Mitgefühl den Opfern des schrecklichen Terrors in den USA. Und indem wir an unsere Toten denken, wollen wir uns zu unserer Vaterstadt bekennen. Unsere Vaterstadt Hindenburg im Europa der Zukunft ist unser Erbe und Auftrag.