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27.Oktober 2001
Nachrichten

Obwohl schwache Regionen in der Europäischen Union, vor allem in Griechenland, Spanien, Portugal und Irland, von 1993 bis 1999 mit über 300 Milliarden Mark! gefördert worden seien, sei die Kluft zwischen Arm und Reich in diesem Zeitraum nicht kleiner sondern größer geworden. Diese Schlußfolgerung zog das Europäische Parlament unlängst bei .der Beratung der EUStrukturpolitik bis 1999.

Knapp drei Viertel aller Deutschen (72 Prozent) haben einer _Spiegel"- Umfrage zufolge Angst, in einen Krieg hineingezogen zu werden. Trotzdem befürwortet über die Hälfte (58 Prozent) einen Einsatz der Bundeswehr gegen Terroristen.

Die Wirtschaft in der Europäischen Union stagniert derzeit. Im zweiten Quartal diesen Jahres, also noch vor den Terroranschlägen in den USA, betrug das Wirtschaftswachstum in der EU nur 0,1 Prozent.

Der zuletzt in Hamburg lebende Attentäter auf das World Trade Center, Mohammed Atta, soll auch in Prag Firmen betrieben und diese als Tarnung für terroristische Aktivitäten genutzt haben. Eine seiner irakischen Kontaktpersonen wurde verdächtigt, einen Anschlag auf Radio Free Europe zu planen.

Die Zeitung _Die Woche" berichtet, daß in Hamburg ebenso viele Katholiken wie Moslems leben: 130.000.

Die bundesweite Ausdehnung der bei den jüngsten Wahlen in Hamburg auf Anhieb 19,4 Prozent erreichenden Schill-Partei nimmt konkrete Formen an. In den kommenden Monaten sollen auch in anderen Bundesländern Landesverbände gegründet werden. Einer Emnid-Erhebung zufolge könnten sich 21 Prozent der Deutschen vorstellen, Schill bei der Bundestagswahl ihre Stimme zu geben.

Die Lage der Christen' in Afrikas bevölkeyrungsreichstem Land Nigeria spitzt sich dramatisch zu. Bei jüngsten blutigen Unruhen zwischen Moslems und Christen in der Stadt Jos sind nach Angaben westlicher Diplomaten bis zu 5.000 Menschen getötet worden.

Um die EU-Beitrittsverhandlungen voranzutreiben hat die neue polnische Regierung den Chefunterhändler in Brüssel, Jan Kulakowski, abgelöst. Nachfolger wurde Jan Truszczynski, bisher Berater von Präsident Kwasniewski. Nachfolger des Sekretärs des zur Regierung gehörenden _Komitees für europäische Integration" (UKIE) Jacek Saryusz-Wolski wird die parteilose Politikerin Danuta Hübner. Beide Dienststellen werden neu dem polnischen Außenministerium unterstellt.

Leichter Anstieg der Einwohnerzahl Deutschlands Zuwanderer haben die Einwohnerzahl Deutschlands im Jahr 2000 leicht steigen lassen Insgesamt lebten Ende vergangenen Jahres: 82.260.000 Menschen in Deutschland - das waren 96.000 oder 0,1 Prozent mehr als Ende 1999, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag berichtete. Das Bevölkerungswachstum hat sich damit abgeschwächt: 1999 war noch ein Plus von 126.000 Menschen (0,2 Prozent) registriert worden. Das geringere Bevölkerungswachstum gehe auf einen kleineren sogenannten Zuwanderungsüberschuß zurück. Im Jahr 2000 waren 167.000 Menschen mehr nach Deutschland gezogen als das Bundesgebiet. verlassen hatten: 1999 hatte der Zuwanderungsüberschufl noch 202.000 Menschen betragen. Außerdem waren im vergangenen Jahr mehr Menschen gestorben als geboren wurden, und zwar runC 72.000. Im vergangenen Jahre sind 649.00( Ausländer nach Deutschland gezogen, unter ihnen 79.000 Asylbewerber. Beide Zahlen lie. gen unter denen des Vorjahres, als 674.00( Ausländer zuzogen, davon 95.000 Asylbewer ber. Deutschland verlassen haben im vergangenen Jahr 562.000 Ausländer, 1999 waren e 556.00. Damit sind im vergangenen Jah 86.000 mehr Ausländer zugezogen ah Deutschland wieder verlassen haben. Im Jalzuvor hatte der Zuwanderungsüberschuß nocl 118.000 Menschen betragen.
(UQ