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15.Oktober 2001
Oberschlesien aktuell

Die "Bewegung für die Autonomie Oberschlesien" (RAS) lädt am 21. Oktober um halb elf Uhr alle Freunde Oberschlesiens zu einem Gedenkgottesdienst "für die Opfer der oberschlesischen Tragödie 1945 bis 1948" in der St. Anna-Basilika in Annaberg ein.

Das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit HdpZ (ul. Rybnicka 27, 44100 Gliwice, Tel. 032-232-49-02) bietet nach der Sommerpause im Rahmen seiner Vortragsreihe "Lokale Geschichte" am 25. Oktober drei Veranstaltungen mit kompetenten Referenten an: "Wallfahrtsorte im Ratiborer Gebiet" (Ort: Nensa, Partner: Kreis Ratibor, DFK Ratibor) und "Die Entwicklung des Schulwesens im StrehlitzerLand" (Ort: Groß Strehlitz, Partner: Kreis Groß Strehlitz, DFK Groß Strehlitz) sowie "Konrad Bloch - ein Nobelpreisträger aus dem Neisser Gebiet" (Ort: Patschkau, Partner: Kreis Neisse, DFK Neisse). Die genauen Anfangszeiten und Veranstaltungsorte können beim HdpZ erfragt werden.


Zusammen mit der Stadt Glogau veranstaltet das HdpZ vom 26.-27. Oktober 2001 eine Konferenz zum Leben und Werk von Andreas Gryphius. Die Konferenz wird in Oppeln in der theologischen Fakultät der Universität Oppeln, ul. Drzymaly la, Saal 25 stattfinden. Die Tagung versucht die Gestalt des bedeutendsten deutschsprachigen Dichters des 17. Jahrhunderts, Andreas Gryphius, als Persönlichkeit und in seinem historischen Umfeld plastisch darzustellen. Gleichsam ist die Tagung auch ein Beitrag zu einer grenzüberschreitenden Etablierung einer gemeinsamen deutschpolnischen politischen Kultur, die sich zur Ausgestaltung der Gegenwart und der Zukunft des Engagements eines Bürgers und Schriftstellers wie Gryphius versichern muß. Infos im HdpZ: Marcin Wiatr, Tel. (032) 232=49-02, Durchwahl: 112 oder marcin.wiatr@haus.pl


Im vergangenen Jahr veranstaltete das HdpZ ein Preisausschreiben "Geschichte der Familien in Oberschlesien". Das Projekt, realisiert in Zusammenarbeit mit der Robert-BoschStiftung und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, setzte sich zum Ziel, Jugendliche aus den Woiwodschaften "Schlesien" (Kattowitz) und Oppeln im Hinblick auf eine Spurensuche in der eigenen Familie und der nächsten Umgebung sowie für die Multikulturalität Oberschlesiens zu interessieren. Der Umstand, daß dieser Vorgabe zirka 500 Teilnehmer folgten, zeugt davon, daß sich junge Leute sehr wohl zu den eigenen Wurzeln bekennen. Die Arbeiten der sieben Preisträger liegen jetzt als Sammelband vor, das beim HdpZ käuflich erworben werden kann.


Bis zum 31. Oktober können sich Interessenten und Liebhaber der oberschlesischen Sprache zum 8. Konkurs "Ze slaskiem na ty" anmelden. Ausrichter ist der Lubnianski Osrodek Dzialalnosci Kulturalnej, ul. Opolska 53, 46-024 Lugnian (tel.0774215096). Teilnehmen können Einzelpersonen und Schulklassen. Informationen für in Deutschland lebende Interessenten gibt es unter alfred.bartylla-blanke@tonline.de und auf der Internetseite www. slonsk.de/Slonsk/Info.htm.


Wie erwartet und in unserer letzten Ausgabe bereits angesprochen, hat sich die Freiheitsunion (UW) im Oppelner Sejmik (Bezürkspariament) aufgelöst. Ihre Mitglieder ebenso wie der ehemalige Woiwode Ryszard Zembaczynski, der bislang der AWS angehörte, traten zur neuen Bürgerplattform (PO) über.


Trotz der Auflösungserscheinungen der Koalition von UW, AWS und Deutscher Liste im Oppelner Sejmik will die Fraktion der deutschen Minderheit an der bisherigen Konstellation festhalten. Der Abgeordnete Ryszard Donitza bezeichnete Presseberichte, wonach die Minderheit jetzt auch das Gespräch mit dem SLD suche, als "herbeigeredete Konfusion unserer Gegner". Aus dem SLD wird allerdings Gesprächsbereitschaft signalisiert über eine zukünftige Bezirksregierung mit den Deutschen.


Ministerpräsident Jerzy Buzek
, der am 19. Oktober, wenn der neue Sejm zum ersten Mal zusammentreten wird, sein Amt an Leszek - Miller von der SLD übergeben wird, hat keine politische Zukunft mehrvor sich. Er wird sich aus allen Verpflichtungen der Wahlaktion Solidarnosc zurückziehen. Buzek wird wieder
als Chemieprofessor an der Schlesischen Technischen Universität Universität in Gleiwitz arbeiten.


Pech für Heimatreisende ab kommenden Jahr? Mit ihrem letzten Atemzug hat die abgewählte Regierung unter Buzek die Einführung einer "Grenz-Übertrittsgebühr" für Ausländer vereinbart. Das heißt, daß beim Grenzübertritt jeder Einreisende stolze 20 Zloty (umgerechnet etwa zehn Mark) zahlen soll. Mit den erwarteten Einnahmen von knapp 600 Millionen Mark im Jahr soll das katastrophale Haushaltsdefizit verringert werden.


Wer kann helfen? Dringend gesucht werden für eine Monographie Informationen über folgende Künstler: Willy Heier (Zeichner), Stefan Hadaschyk (Zeichner), Alfred Weissenberg (Maler) und Bruno Zwiener (Maler und Zeichner). Hinweise bitte an Herrn Dieter Schmidt, 8-2,9, 68159 Mannheim, Tel. 0621/27007.


Kaum zu glauben, aber wahr: das vom Bund der Vertriebenen (BdV) herausgegebene Arbeitsheft "Oberschlesien: Land und seine Menschen", welches in der Schlessichen Schatztruhe (Görlitz) für 2,- DM erhältlich ist wird bei einem Worpsweder Antiquariat für stolze 18 Mark angeboten. Das Heft umfaßt 16 Seiten (1991, z. Auf-lage). Nennt man das Wucher?


Erwin Stamitzky ist seit kurzem neuer Ansprechpartner für die deutsche Volksgruppe bei der Deutschen Botschaft in Warschau. Sein Urgroßvater stammt aus Leobschütz.


Hans Lukaschek (1885-1960) ist bislang als Widerstandskämpfer keine breite Würdigung widerfahren. Dabei war er innerhalb des Kreisauer Kreises derjenige mit dem größten kommunalpolitischen Erfahrungsschatz, den er in die Gedankenwelt der Kreisauer auch einbringen konnte. Zudem war er durchgängig in der Widerstandsarbeit tätig; nach seiner Absetzung als Oberpräsident von Oberschlesien im Jahre 1933 widmete er sich als Rechtsanwalt in Breslau der Verteidigung von Verfolgten. Im Mittelpunkt des Buches von Michaela Ellmann (Hans Lukaschek im Kreisauer Kreis. Verfassungspolitische Beiträge zu den Plänen des Kreisauer Kreises für einen Neuaufbau Deutschlands, 200 S., 3 Dok., Verlag Schöningh Paderborn 2000, 58 Mark) steht Lukascheks Beitrag zur theoretisch-konzeptionellen Arbeit der Kreisauer, wobei die Bildungspolitik, die territoriale Neugliederung Deutschlands und der Minderheitenschutz bei Lukaschek im Vordergrund standen. Seine Erfahrungen, urteilt die Autorin, machten ihn "zu einem Experten für die Kreisauer Verfassungs- und Verwaltungsreform". Sie konnte bislang unbekanntes Material auswerten, wenn auch ein Großteil der Zusammenhänge rekonstruiert werden muß, da Lukaschek nur selten seine Konzepte zu Papier brachte. Ellmann zeigt, daß der schlesische Katholik, der von den Kreisauern für die Zeit nach der Beseitigung des Regimes als Landesverweser für Schlesien ernannt wurde, an wichtigen planerischen Komplexen im Kreisauer Kreis mitgewirkt und auf deren Neuordnungspläne des Reiches wichtigen Einfluß genommen hat.


War das 20. Gleiwitzer Heimattreffen am 7. Oktober zugleich das letzte?
Die Stadtverwaltung von Bottrop, Patenstadt der vertriebenen und ausgesiedelten Gleiwitzer, will in Zukunft kein Heimattreffen mehr ausrichten, heißt es aus Vertriebenenkreisen. Verärgert zeigt sich die Stadt, daß radikale Gleiwitzer um Sigrid von Zalewski mit äußerst rüdem Ton den
sowohl von der Stadt wie auch von den Organisatoren des Heimattreffens eingeladenen Stadtpräsidenten von Gleiwitz und den Bischof Johannes Wieczorek eigenmächtig wieder ausgeladen hätten. Die Art und Weise dieses Vorgehens könne nicht hingenommen werden, mit der Konsequenz, daß Bottrop sich aus der Patenschaft zurückziehen werde, heißt es.


Wer auf der Frankenwaldhochstraße von Teuschnitz nach Reichenbach fährt, sieht in wenigen Kilometern Entfernung den ersten Höhenzug des Thüringer Waldes. Auf einer seiner Erhebungen, dem Wetzstein (792 Meter), in der Nähe von Lehesten, entsteht im kommenden Dreivierteljahr ein originalgetreuer Nachbau des Altvaterturmes, der ursprünglich auf dem Altvater (1492 Meter) im Sudetenschlesischen (ehemals österreichisches Westschlesien) stand und vielen Oberschlesiern von den eigenen Wanderungen und Sonntagsausflügen noch erinnerlich sein wird. Bis zur Wende standen hier am Wetzstein noch Anlagen der Nationalen Volksarmee und Staatssicherheit, nun können die Rennsteigwanderer ab nächsten Sommer von dem ca. 36 Meter hohen Turm einen wunderbaren Blick auf den Frankenwald und den Thüringer Wald genießen. Das neue Wahrzeichen wird gleichzeitig als Mahn- und Denkmal für die vertriebenen Ost- und Sudetendeutsche dienen. Die Initiative zum Turmbau geht auf den 1976 gegründeten "Altvaterturmverein e.V. in Langgöns" in Hessen zurück. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Altvaterturm neu entstehen zu lassen und zwar als Mahnmal gegen Vergessen, Völkerhass, Unrecht und Vergeltung, aber auch als Denkmal des Dankes gegenüber dem zerstörten Restdeutschland, das die plötzlich heimatlos Gewordenen aufnahm, versorgte und integrierte.

Der Nachbau des Altvaterturms wird nach seiner Fertigstellung zwölf Stockwerke beherbergen und auch äußerlich exakt seinem Vorgänger auf dem Altvater in den Ostsudeten gleichen. In der Kapelle im untersten Stockwerk werden im Sockel sämtliche ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete in Stein gehauen. 570 Steintafeln nennen Orte, die einst von Deutschen bewohnt waren. 39 Nischen für Doppelwappen der Heimat- und Partnerstädte entstehen im Treppenaufgang. 16 museale Gedenkräume in der Größe von 12 bis 32 Metern sind für die ehemaligen deutschen Provinzen und deutschen Siedlungsgebiete vorgesehen.


Das frühere Eingangsportal zum Fürstlichen Schloß der Familie HenckelDonnersmarck in Neudeck (Kreis Tarnowitz) soll bis zum 2006 an seinen Ursprungsplatz zurückkehren. Das fordern jedenfalls mehrere Prominente Königshütter und Beamte in der Woiwodschaftsverwaltung. Das in den Jahren 1868 bis 1875 in einem 200 Hektar großen Park erbaute Schloß (es war das größte in Deutschland) des 1901 gefürsteten Guido Henckel von Donnersmarck wurde 1945 gebrandschatzt und Ende der 1950er Jahre von den Behörden endgültig zerstört und abgerissen. Nur das feudale Portal ließ man bestehen, da es als Eingang zum damals neu erbauten Volkspark (heute ZietekPark) in Königshütte dienen sollte. Das Portal soll in fünf Jahren zum hundertjährigen Jubiläum des Kavaliershaus in dessen Nähe errichtet werden. Das Haus, das heute eine Luxushotel ist, ist neben der evangelischen Kirche samt Mausoleum das letzte Gebäude, das den revolutionären Sturm nach 1945 überstanden hat.

Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände lehnt die vom MainzBingener Kreistag beschlossene Pflegebörse, die in Kooperation mit dem Kreis Neisse der Vermittlung polnischer Haushalts- und Krankenpflegehilfen dienen soll, ab (wir berichteten). Man habe die Initiative "mit Überraschung und Unverständnis" zur Kenntnis genommen, erklärte ein Sprecher der Verbände. Bei den Mitarbeitern in den Ambulanten Hilfezentren und Pflegeheimen habe der Beschluss des Kreistags zu Verunsicherung und einem "Gefühl der Herabsetzung ihrer qualifizierten Pflegetätigkeit" geführt, berichtet die Lokalpresse. Die Behauptung, man habe überwiegend positive Erfahrungen mit polnischem Pflegepersonal gemacht, bestreiten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft.


Das Lagertor des polnischen Nachkriegslagers "Zgoda" ist von der Leitung der Kleingartenkolonie, die heute auf dem frühere Lagergelände steht, renoviert worden. Zudem habe man den Zugang von der Straßenseite "kultuviert", heißt es. Außerdem gedachte am 4. Oktober, im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums zur Geschichte des Lagers; der Stadtpräsident von Schwientochlowitz mit einem Kranz am Lagertor den hier umgekommenen Juden, Polen und Deutschen.


Noch bis zum Ende des Monats zeigen die "Kunstfreunde Bergstraße" und die Stadt Bensheim im Damenbau des Fürstenlagers und in der Galerie am Ritterplatz Werke der in Neisse geborenen Malerin Erna SchmidtCaroll (1896-1964). Die Werke dieser Künstlerin werden 37 Jahre nach ihrem Tod erst zum zweiten Mal in einer Einzelausstellung präsentiert. "SchmidtCarolls durchgehendes Thema waren die Menschen in der Metropole. Sie beobachtete sie im Cafe, im Restaurant, in der Bahn, auf der Straße und bei der Modenschau. Wenige Striche umreißen Gesicht und Figur, der Rest ist Farbe, häufig diffus verlaufendes Aquarell. Um Ausgeführtheit und Details ist es ihr nie gegangen, vielmehr um das Festhalten eines flüchtigen Augenblicks der Begegnung, um Unmittelbarkeit, Frische und impulsive, rasche Umsetzung. Das Motiv entwickelt sich aus der spontan geführten Handschrift."

Erna Schmidt-Caroll absolvierte eine höhere Mädchenschule in Neisse, studierte 1914 an der Breslauer Kunstakademie, nahm 1916 eine Stelle als Zeichnerin für Modeentwürfe bei einer Berliner Firma an und setzte 1917 ihr Kunststudium an der Unterrichtsanstalt des Staatlichen Kunstgewerbemuseums Berlin bei Emil Orlik fort. Von 1926 bis 1943 unterrichtete sie unter anderem an der "Schule Reimann" und an der Textilfachschule Berlin. In den Nachkriegsjahren war sie zunächst Abteilungsleiterin für Grafik und Mode an der Werkkunstschule Hannover, dann Leiterin der Entwurfsklasse für Figur, Akt und Komposition an der Meisterschule für Mode in Hamburg.


Dank der Unterstützung dee Bundesrepublik war es Mitgliedern der deutschen Verbände im Hultschiner Ländchen möglich gewesen, an dreiwöchigen Kuraufenthalten in Karlsbad und Joachimstal teilzunehmen, die auf eine Initiative der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien zurückgehen. Obwohl die Hälfte des notwendigen Betrages die Kurteilnehmer durch Eigenleistung aufbrachten, war diese von der Landesversammlung vorbildlich eingeleitete Aktion eine Bereicherung im Leben der deutschen Minderheit.


Noch Restexemplare sind von dem Buch "Die Frauen aus Zülz/Biala". Lebensgeschichte dies und jenseits der deutsch-polnischen Grenze (1920-1995)". Das von Heinke Karlinke verfaßte Werk ist in der Schriftenreihe der Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde als Band 76 im Jahre 1997 erschienen. Es muß beim Verlag bestellt werden: Elwert-Verlag, Postfach 1128, 35001 Marburg/ Lahn.


Der Ortsverein Hindenburg-Ruda der "Bewegung für die Autonomie Oberschlesiens" (RAS) hat sich am 14. September einen neuen Vorstand gewählt: Andrzej Roczniok (Vorsitzender), Krzysztof Paluch (Stellvertretender Vorsitzender) und Marek Smuda (Schatzmeister).


In diesen Wochen hat das Gemeindeamt Ujest u.a. mit Hilfe der aus Berlin finanzierten "Stiftung für Entwicklung Schlesiens" mit dem einer neuen Kanalisation begonnen. Das Investitionsvolumen umfaßt offiziell 296 Millionen Zloty. Das meiste Geld käme aus dem Verkauf von Gemeindefläche an die Betreibergesellschaft der neuen Autobahn A4 in Breslau, heißt es.

Der Landkreis Kandrzin-Cosel ist am z. Oktober mit dem rheinland-pfälzischen Landkreis Bitburg=Prüm eine offizielle Partnerschaft eingegangen. Die Unterzeichnung der Dokumente erfolgte durch die Landräte Josef Gismann (Kandrzin-Cosel) sowie Roger Graef (Bitburg-Prüm) sowie durch den Kreistagsvorsitzenden Marian Wojciechowski. Der Landkreis Bitburg-Prüm liegt im Dreiländereck Deutschland-BelgienLuxemburg.

(sr) Adolf Hitler immer noch Patron des Hindenburger Sportstadions? Daran erinnerte jedenfalls jüngst die Kattowitzer Lokalausgabe der „Gazeta Wyborcza“. Seit der Einweihung am 2. September 1934 trage dieser Platz für Leibesübungen den Namen des Führers. Denn es gab nach 1945 keine offizielle Namensänderung. Der Stellvertretende Stadtpräsident von Hindenburg, Zygmunt Holewa, wie auch Górnik-Präsident Jacek Jasiewicz unterstützen jetzt eine Umbenennung. Unter den vorgeschlagenen Kandidaten befinden sich Charles de Gaulle, der Hindenburg 1967 besuchte (siehe UO, Nr. 15 [1215], 13. August d.J.), der berühmte 1956 in Hindenburg geborene Pianist Krystian Zimerman (sein Vater spielte als Verteidiger von 1948-1956 bei Górnik) und Ernst Pohl - ein Wahrzeichen des polnischen Nachkriegsfußballs. Pohl, der vor 6 Jahre in Hausach b. Freiburg starb, erzielte für Górnik Hindenburg in der ersten polnischen Liga 189 Tore, ein Rekord, der bis heute nicht egalisiert werden konnte.