| 03 Hindenburger Kulturgut Der Vertretungsausschuß "Hindenburg
O/S" bei der Patenstadt Essen ist seit Beginn der Wahrnehmung
der Patenschaftsverpflichtung durch die Stadt Essen am 3. März
1953 bemüht, das ostdeutsche Erbe unserer Vaterstadt Hindenburg
O/S zu sammeln und sichern. So wurden und werden immer noch ortstypische
Kulturerzeugnisse, Kunstwerke, Erinnerungsstücke aus Hindenburg
O/S und Umgebung in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen,
um der Nachwelt ein Bild vom Leben der Hindenburger und von der
Kraft dieser wichtigen Kohlenstadt im oberschlesischen Industriegebiet
vor der Vertreibung der Deutschen zu bewahren. Wer die Hindenburger Heimatsammlung besuchen will, der melde sich bitte bei der Organisationsleitung (Tagungsbüro im Foyer der Gruga-Halle), die einen kostenlosen Bustransfer zwischen der Gruga-Halle und dem "Heimatmuseum Hindenburg OS" organisiert hat. Die Abfahrtzeiten sind wie folgt festgesetzt:
11.00 Uhr; 13.00 Uhr, 15.00 Uhr. Einteil
der Geschichte, über den schlecht gesprochen wurde Das Hindenburger Wochenblatt "Nowiny Zabrzanskie" berichtet über eine Ausstellung der Hindenburger Gesellschaft der Deutschen "DFK" aus Anlaß des 10 jährigen Bestehens der Gesellschaft. Wir lesen dazu: Seit vielen Jahren ist bekannt, daß die Wurzeln dieser Stadt polnische und deutsche sind. Nach Kriegsende unternahm man den Versuch, die Geschichte zu fälschen und den Menschen einzureden, daß der deutsche Teil der Geschichte schlecht war. "Erst seit 10 Jahren kann man über diese Geschichte ungezwungen sprechen", sagte Stadtpräsident Roman Urbanczyk bei der Eröffnung der Ausstellung und betont weiter: "Eure Tätigkeit in der Stadt ist notwendig und es ist gut, daß junge Menschen die deutsche Sprache lernen und die damalige Geschichte und Literatur kennen. Das ist auch eine Anknüpfung an die ruhmvolle Geschichte Polens, als deren Grenzen für jedermann offen waren und jeder in diesen Grenzen wohnen und leben durfte". In der Ausstellung wurden unter anderem Stickereien, Zeichnungen, Porträts, Holzskulpturen mit Bergbaumotiven, Artikel über die Gesellschaft der Deutschen u.a. aus den hiesigen Ortszeitschriften wie "Nowiny Zabrzanskie" gezeigt. Auch eine spezielle Fahne der Gruppe aus dem Ortsteil Rokittnitz (Martinau), die vor einigen Jahren dank der Hilfe der in Deutschland wohnenden Rokittnitzer angefertigt wurde. Eine Beschreibung der Tätigkeit des Hindenburger DFK wird in Buchform erscheinen. Materialien zu diesem Buch sammelt Wilhelm Kowolik, der sich in der Gesellschaft der Deutschen mit der Kultur befaßt. Dieses Buch soll noch in diesem Jahr erscheinen. K.F. |