Nachrichten aus Oberschlesischer Ausgabe 022 / 05-06-2001 / 18:00:17
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Aus "UNSER OBERSCHLESIEN" vom 01.05.2001
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Mit 64 Millionen Mark, der etwa gleichen Summe wie im Jahre 2000 wird die
Bundesregierung in diesem Jahr die deutschen Volksgruppen in den östlichen
Nachbarstaaten Deutschlands unterstützen. Der größte Teil des Geldes wird
den Rußlanddeutschen zur Verfügung gestellt. An zweiter Stelle der Bundesförderung
stehen die Deutschen in der Republik Polen. "Eine endgültige Aufteilung auf die
einzelnen Staaten hängt von den im Laufe des Jahres beantragten Förderprojekten
bzw. der zeitlichen Realisierbarkeit der einzelnen Projekte ab", heißt es in einer
Antwort der Bundesregierung an den" CSU Vertriebenenpolitiker Hartmut Koschyk

Wie das Bayerische Innenministerium meldet, stieg die Kriminalität unter
den überwiegend rußlanddeutschen Aussiedlern auch im vergangenen Jahr
deutlich an. Mit 5,3 Prozent war die Zuwachsrate jedoch erheblich geringer
als in den beiden Vorjahren. Erheblich zugenommen hat die Zahl der
Rauschgiftdelikte, die bei den 18 bis 24 jährigen fast 85 Prozent der
Straftaten ausmachen.

Die kroatische Regierung hat den Gebrauch der italienischen
Sprache für die italienische Minderheit auf der Adriahalbinsel eingeschränkt.
Das Justizministerium in Zagreb hob am 21 April einen Beschluß der
Lokalbehörden auf, der Anfang des Monats den Gebrauch der italienischen
mit der offiziellen kroatischen Sprache gleichgesetzt hatte. Den in der Region
regierenden Parteien wurde aus der Hauptstadt vorgeworfen, sich mit der
Einführung der Zweisprachigkeit vor den Kommunalwahlen bei der italienischen
Minderheit anbiedern zu wollen.

Im kommunistischen China. sind Mitte April an einen einzigen
Tag 113 Personen hingerichtet worden. Mehrere chinesische Presseagenturen
meldeten, das allein in der südwestchinesischen Stadt Chongqing 55 Personen
in einem Sportstadion öffentlich hingerichtet worden seien, nachdem man sie
kurz zuvor wegen Gewaltverbrechen wie Mord, Entführung und Diebstahl zum
Tode verurteilt hatte. Die chinesische Regierung hat in diesem Jahr ein härteres
Vorgehen gegen die wachsende Zahl von Gewaltverbrechen und gegen die organisierte
Kriminalität angekündigt.

Der Beauftragte des Bundeslandes Hessen für die Belange der Vertriebenen
und Aussiedler Rudolf Friedrich hat darüber informiert, daß das Thema Vertreibung
in Zukunft eine "angemessene Berücksichtigung" in den hessischen Lehrplänen und
Lehrbüchern finden wird. Bislang, so Friedrich, sei das Unrecht der Vertreibung und
das Recht auf die Heimat nicht ausreichend in den Lehrbüchern für den
Geschichtsuntert;icht dargestellt worden.

Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage des CSU-Vertriebenenpolitikers
Hartmut Koschyk mitteilte, erhalten in Ungarn auch Angehörige der deutschen
Volksgruppe Zusatzrenten für Zeiten der Verfolgung und der Deportation. Anders
als die Deutschen in der Republik Polen "haben Angehörige der deutschen
Minderheit in der Republik Ungarn die gleichen Ansprüche wie alle anderen
ungarischen Staatsbürger."

Der Bund der Vertriebenen, Landesverband Nordrhein-Westfalen veranstaltet
am 19. Mai 2001 ab 11 Uhr bis gegen 17. Uhr einen ostdeutschen Markttag an
der "Gedenkstätte des deutschen Ostens" auf Schloß Burg an der Wupper.
Geboten werden zahlreiche Stände, an denen sich die ost- und sudetendeutschen
Landschaften vorstellen, ein Informationsangebot für die Rußlanddeutschen und
ein munteres Folkloreprogramm.

Zur Beratung seines Ministeriums in Vertriebenenfragen hat Innenminster Schily
unlängst einen Bundesvertriebenenbeirat berufen. Hans-Günter Parplies,
Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen und
BdV-Vizepräsident ist bei der konstituierenden Sitzung dieses Bundesvertriebenenbeirates
für die laufende Legislaturperiode zum Vorsitzenden von dessen Kulturausschuß
gewählt worden.
(UO)

Mit freundlichen Grüssen,
Glückauf ihr Webmaster OS
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