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From: Peter K. Sczepanek Sent: Tuesday, August 03, 2010 1:19 AM
Subject: 5.08.1950 - 5.8.2010 - 60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen (BdV) - pksczep-6
 

From: "Presse-BdV" <bdv.presse@bdvbund.de> Sent: Monday, August 02, 2010

Subject: 60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen - Feierstunde in Stuttgart

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Anlage erhalten Sie eine Presseinformation des Bundes der Vertriebenen.
Mit freundlichen Grüßen
-------------------------------------------
BdV - Bund der Vertriebenen  Godesberger Allee 72-74   53175 Bonn
Tel.: +49 (0)228 81007 0   Fax: +49 (0)228 81007 52
E-Mail: info@bdvbund.de      Internet: http://www.bund-der-vertriebenen.de

 

 

60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen
Feierstunde in Stuttgart - im Neuen Schloss 5.8.2010 um 15.00 Uhr

 

 

Mit einem Festakt in Stuttgart gedenkt der Bund der Vertriebenen (BdV) am 5. August der Verkündung der Charta der Heimatvertriebenen vor 60 Jahren. Dazu erklärt BdV-Präsidentin Erika Steinbach MdB:

Die Charta der Heimatvertriebenen wird am 5. August 60 Jahre alt.

Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Präsidenten des deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert MdB, dem Bundesminister des Innern Dr. Thomas de Maizière MdB und dem Innenminister des Landes Baden-Württemberg Heribert Rech MdL dieses feierliche Gedenken begehen zu können.

 

Dort wo die Charta der Öffentlichkeit erstmals verkündet wurde, vor den Ruinen des Alten Schlosses in Stuttgart wird jetzt - 60 Jahre später - im Neuen Schloss um 15.00 Uhr der Festakt stattfinden.

Die Charta der Heimatvertriebenen ist das moralische Fundament für die Arbeit und das Handeln der deutschen Heimatvertriebenen. Ursprünglich als Protest gegen das Unrecht der Vertreibung gegenüber den Besatzungsmächten entworfen, drückt sie mit ihrem Bekenntnis zum friedlichen Zusammenleben mit allen Nachbarvölkern und zum Aufbau eines gemeinsamen Europas gleichzeitig den Willen zur Versöhnung und zum Wiederaufbau Deutschlands in Frieden und Freiheit aus. Der offensive Verzicht auf Rache und Vergeltung widerlegt all diejenigen, die gerne vom Revanchismus der Vertriebenen sprechen.

Die deutschen Heimatvertriebenen haben diese Versprechen in den vergangenen 60 Jahren umgesetzt und einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau Deutschlands geleistet. Alle Bundesregierungen haben die Bedeutung unserer Charta erkannt und sie entsprechend gewürdigt.

Der Bundesrat hat in einer Entschließung vom 11. Juli 2003 die Bundesregierung aufgefordert, den 5. August zum "Nationalen Gedenktag für die Opfer von Vertreibung" zu erklären. Diese Forderung des Bundesrates ist noch offen.

Wörtlich heißt es in der Entschließung:
"Die Tragödie von Deportation, Flucht und Vertreibung von rd. 15 Millionen Deutschen aus ihrer Heimat in der Folge des Zweiten Weltkriegs zählt zu den folgenschwersten Einschnitten in der Geschichte unseres Volkes überhaupt. Das Vertreibungsgeschehen hat die historisch gewachsene Einheit des ostmitteleuropäischen Raumes beendet, unsägliches Leid über die Menschen gebracht und kulturelle Entwicklungslinien zerstört. Unrecht und Tragödie dieses Ausmaßes werden auch dadurch nicht geringer, dass vorher schweres Unrecht von deutscher Seite geschehen ist. Jedes Unrecht ist für sich allein zu bewerten.

Die deutschen Vertriebenen zeichneten sich durch Überlebenswillen, durch die Bewältigung schwerster Lebenslagen und durch  ihren umfassenden Beitrag zum wirtschaftlichen und politischen Neubeginn unseres ganzen Landes aus. Am 5. August 1950, noch unter dem unmittelbaren Eindruck der Vertreibungen, wurde die Charta der deutschen Heimatvertriebenen unterzeichnet, die zu den großen Manifestationen Europas zählt. Mit der Absage an jegliche Gewalt, mit der kraftvollen Vision eines geeinten Europas, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können, mit dem Bekenntnis zum Wiederaufbau und zum Recht auf die Heimat ist die Charta ein Dokument sämtlicher deutscher Vertriebener. Noch leben die unmittelbar Betroffenen unter uns. Auch sie warten auf ein besonderes Zeichen der Verbundenheit durch alle Deutschen.

Vertreibungen gehören nicht der Vergangenheit an. Sie geschehen auch heute in nahen und fernen Regionen dieser Welt. Das Leid, das den Menschen in der Mitte des letzten Jahrhunderts widerfuhr, trifft jetzt andere Menschen. "Die Völker müssen erkennen", heißt es in der Charta aus dem Jahr 1950, "dass das Schicksal der deutschen  Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge ein Weltproblem ist." Auch in diesem Sinne fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, den 5. August, den Tag der Unterzeichnung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen, zum "Nationalen Gedenktag für die Opfer von Vertreibung" zu bestimmen."

PROGRAMM

Film             60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Eröffnung    Erika STEINBACH MdB  Präsidentin

Begrüßung   Heribert RECH MdL  Innenminister des Landes Baden-Württemberg,
                     Landesbeauftragter für Vertriebene,  Flüchtlinge und Aussiedler

Rede            Dr. Thomas de MAIZIÈRE MdB  Bundesminister des Innern

Festrede      Prof. Dr. Nobert LAMMERT  Präsident des Deutschen Bundestages

 

 

Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Karta niemieckich wypędzonych ze stron rodzinnych

Im Bewusstsein ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen, im Bewusstsein ihrer Zugehörigkeit zum christlich-abendländischen Kulturkreis, im Bewusstsein ihres deutschen Volkstums und in der Erkenntnis der gemeinsamen Aufgabe aller europäischen Völker, haben die erwählten Vertreter von Millionen Heimatvertriebenen nach reiflicher Überlegung und nach Prüfung ihres Gewissens beschlossen, dem deutschen Volk und der Weltöffentlichkeit gegenüber eine feierliche Erklärung abzugeben, die die Pflichten und Rechte festlegt, welche die deutschen Heimatvertriebenen als ihr Grundgesetz und als unumgängliche Voraussetzung für die Herbeiführung eines freien und geeinten Europas ansehen.

1. Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluss ist uns ernst und heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im besonderen das letzte Jahrzehnt über die Menschheit gebracht hat.

2. Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.

3. Wir werden durch harte, unermüdliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas.

Wir haben unsere Heimat verloren. Heimatlose sind Fremdlinge auf dieser Erde. Gott hat die Menschen in ihre Heimat hineingestellt. Den Menschen mit Zwang von seiner Heimat trennen, bedeutet, ihn im Geiste töten.

Wir haben dieses Schicksal erlitten und erlebt. Daher fühlen wir uns berufen zu verlangen, daß das Recht auf die Heimat als eines der von Gott geschenkten Grundrechte der Menschheit anerkannt und verwirklicht wird.

So lange dieses Recht für uns nicht verwirklicht ist, wollen wir aber nicht zur Untätigkeit verurteilt beiseite stehen, sondern in neuen, geläuterten Formen verständnisvollen und brüderlichen Zusammenlebens mit allen Gliedern unseres Volkes schaffen und wirken.

Darum fordern und verlangen wir heute wie gestern:

1. Gleiches Recht als Staatsbürger nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch in der Wirklichkeit des Alltags.

 

2. Gerechte und sinnvolle Verteilung der Lasten des letzten Krieges auf das ganze deutsche Volk und eine ehrliche Durchführung dieses Grundsatzes.

3. Sinnvollen Einbau aller Berufsgruppen der Heimatvertriebenen in das Leben des deutschen Volkes.

4. Tätige Einschaltung der deutschen Heimatvertriebenen in den Wiederaufbau Europas.

Die Völker der Welt sollen ihre Mitverantwortung am Schicksal der Heimatvertriebenen als der vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen empfinden.

Die Völker sollen handeln, wie es ihren christlichen Pflichten und ihrem Gewissen entspricht.

 

Die Völker müssen erkennen, dass das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge, ein Weltproblem ist, dessen Lösung höchste sittliche Verantwortung und Verpflichtung zu gewaltiger Leistung fordert.

Wir rufen Völker und Menschen auf, die guten Willens sind, Hand anzulegen ans Werk, damit aus Schuld, Unglück, Leid, Armut und Elend für uns alle der Weg in eine bessere Zukunft gefunden wird.

Stuttgart, den 5. August 1950

 

Świadomi odpowiedzialności przed Bogiem i ludźmi, świadomi przynależności do chrześcijańskiego, zachodnioeuropejskiego kręgu kulturowego, świadomi przynależności do narodu niemieckiego oraz w zrozumieniu wspólnego celu wszystkich narodów Europy, wybrani przedstawiciele milionów wypędzonych ze stron rodzinnych, po głębokim namyśle i w zgodzie ze swoim sumieniem, postanowili przed narodem niemieckim i opinią światową złożyć uroczystą deklarację, określającą obowiązki i prawa, jakie niemieccy wypędzeni ze stron rodzinnych uznają za swoją podstawową zasadę oraz za nieodzowny warunek powstania wolnej i zjednoczonej Europy.

1. My wypędzeni ze stron rodzinnych, rezygnujemy z zemsty i odwetu. Postanowienie to traktujemy poważnie I jest ono dla nas święte, bowiem wypływa ono z pamięci o nieskończonych cierpieniach, jakie przypadły w udziale ludzkości, szczególnie w ostatnim dziesięcioleciu.

2. Ze wszystkich sił wspierać będziemy wszelkie inicjatywy zmierzające do powstania zjednoczonej Europy, w której poszczególne narody żyć będą mogły bez trwogi i przymusu.

3. Ciężką i wytrwałą pracą będziemy uczestniczyć w odbudowie Niemiec i Europy.

Utraciliśmy nasze strony rodzinne. Ludzie, którzy nie posiadają stron rodzinnych są na tym świecie ludźmi bezdomnymi. Bóg wyznaczył ludziom ich strony rodzinne. Wyrwanie człowieka pod przymusem z jego stron rodzinnych, oznacza jego duchowe unicestwienie.

Los ten i związane z nim cierpienia przypadły nam w udziale. Stąd czujemy się powołani żądać, aby prawo do stron rodzinnych, jako jedno z od Boga danych, podstawowych praw ludzkości - zostało uznane i urzeczywistnione.

Dopóty, dopóki prawo to nie zostanie w stosunku do nas urzeczywistnione, nie zamierzamy stać na uboczu skazani na bezczynność, lecz chcemy działać i tworzyć w ramach nowych, udoskonalonych form pełnych zrozumienia i braterskiego współżycia ze wszystkimi członkami naszego Narodu.

Dlatego tez domagamy się i żądamy, tak dziś jak i wczoraj:

1. Równych praw obywatelskich, nie tylko w obliczu prawa, lecz również w rzeczywistości dnia codziennego.

2. Sprawiedliwego i sensownego podziału ciężarów ostatniej wojny na cały naród niemiecki, oraz uczciwego przestrzegania tej zasady.

3. Sensowne rozbudowanie grup zawodowych dla wypędzonych dla współistnienia z niemiecką ludnością.

4. Czynnego włączenia niemieckich wypędzonych ze stron rodzinnych w odbudowę Europy.

Narody świata winny poczuwać się do współodpowiedzialności za wypędzonych ze stron rodzinnych, jako tych, których niedola tego czasu dotknęła najbardziej.                                            Narody te winny postępować zgodnie z ich chrześcijańskim obowiązkiem i w zgodzie z ich sumieniem.

Narody te musza sobie uświadomić, iż los niemieckich wypędzonych ze stron rodzinnych, podobnie jak los wszystkich uchodźców, jest problemem globalnym, którego rozwiązanie obok najwyższej moralnej odpowiedzialności i poczucia obowiązku, wymaga również ogromnego wysiłku.

Wzywamy narody i wszystkich ludzi dobrej woli, aby przyłożyli rękę do dzieła, które pozwoli nam wszystkim odnaleźć drogę prowadzącą z winy, nieszczęścia, biedy i cierpienia - ku lepszej przyszłości.

Stuttgart, 5. Sierpnia 1950

 

Charta - Unterschriften

 

From: Erika Kip To: Peter K. Sczepanek Sent:July 21, 2010 Subject: Charta -

Lieber Peter Sczepanek, danke für die optimalen Informationen - hier eine kleine Revanche, vielleicht können Sie die "Charta" gebrauchen. Herzlichen Gruß Erika Kip 

 

Ein Dokument, das Geschichte schrieb

„Wir verzichten auf Rache und Vergeltung’!“ –Kein Satz aus der Charta der Heimatvertriebenen ist  öfter zitiert worden als dieser. Zitiert und mit Respekt auch im Ausland gehört. Es war eine Zusicherung  d e r  deutschen Menschen, die ihre Heimat, ihre Habe, Familienangehörige... alles verloren hatten. Eine Zusicherung -  zugleich enthielt die Charta aber auch eine  Bestandsaufnahme des desolaten Zustandes der Flüchtlinge und Vertriebenen, die sich ungeliebt und ausgegrenzt fühlten. „Darum fordern und verlangen wir heute wie gestern: Gleiches Recht als Staatsbürger nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch in der Wirklichkeit des Alltags.“ 

Die Charta der Heimatvertriebenen vom 5. August 1950 war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste Versuch Verantwortungsvoller, dem millionenfachen Leiden ein Ende zu machen, ein Beginn zu einer Verständigung zwischen den Staaten, Völkern und Volksgruppen ganz Europas. Gleichzeitig aber verlangten die Initiatoren die Wahrung der Rechte Deutschlands und der Deutschen. Diese Charta, die vor 60 Jahren verkündet wurde, war ein klug durchdachter Appell von Männern der ersten Stunde und ein selbstbewusster dazu: „Wir fordern gerechte und sinnvolle Verteilung der Lasten des letzten Krieges auf das ganze deutsche Volk und eine ehrliche Durchführung dieses Grundgesetzes.“ So der Tenor der Sprecher der großen Gruppe von Heimatlosen, die der Krieg doppelt bestraft hatte. Es ging um die über zwölf Millionen Deutschen, die durch Flucht und Vertreibung seit 1944/45 ihre Heimat hatten verlassen müssen,  dazu  über zwei Millionen Menschen, die die Vertreibung nicht überlebten.

Das besiegte Deutschland stand vor einem ungeheuren Problem. Wie konnte man den neu hinzugekommenen Bürgern Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten schaffen? Wie konnte man sie, die aus den unterschiedlichsten Regionen gekommen waren, eingliedern ohne Abwehr, ja Aggression der eingesessenen Bevölkerung?  „Die Verzweiflung der Vertriebenen“,  schrieb  die „Neue Zürcher Zeitung“, „ist nicht zu beschreiben“. - Inzwischen wird die damals vollbrachte ungeheure Integrationsleistung der Deutschen in der ganzen Welt bewundert. Was die geistigen Väter der Charta versprochen hatten, ist Wirklichkeit geworden. In der Deklaration heißt es nämlich auch: „Wir werden durch harte, unermüdliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas.“

   

Es war tatsächlich ein Neuanfang, der durch diese Charta sanktioniert wurde und bis heute die  Arbeit der Vertriebenenverbände bestimmt. Vergessen wir nicht: Erst am 9.4. 1949 war das Koalitionsverbot für Vertriebenenorganisationen aufgehoben worden, die vorher gebildeten Gruppierungen waren halblegal, agierten meist im Rahmen der von der Militärregierung einberufenen Flüchtlingsbeiräte und in kirchlichen Hilfsorganisationen. „Mit der Charta,“ schrieb Dr. Hans-Dieter Handrack in „Deutscher Ostdienst“ vom 4.8.1995, „sollte der Beweis erbracht werden, dass die Vertriebenen trotz aller Schwierigkeiten und auch Erniedrigungen die innere Kraft behalten hatten, mit einem solchen eigenen Wort an die Öffentlichkeit zu treten.“

Im November 1949 war bei einem Treffen vom „Zentralverband vertriebener Deutscher (ZvD) – als Zusammenschluss der auf Länderebene organisierten Interessenverbände – und den Vereinigten Ostdeutschen Landsmannschaften (VOL) – der heimatregional verfassten  Organisationen der Vertriebenen – im sogenannten „Göttinger Abkommen“ die Idee zu dieser Charta, auch das „Grundgesetz“ der Vertriebenen genannt, gefasst worden. Nicht nur zur Besiegelung einer zukünftigen gemeinsamen Arbeit, sondern auch, um gegenüber den Besatzungsmächten Protest einzulegen gegen das Unrecht der Vertreibung, um Wiedergutmachung zu fordern, aber auch den Willen zur Versöhnung zu bekunden.

Auch in anderen Teilen unseres Landes waren Menschen zusammengekommen, um gegen das offensichtliche Unrecht zu protestieren. Schon am 12. Juni 1948 hatten Sudetendeutsche in Heppenheim a.d.B. das Recht auf die Heimat, auf Selbstbestimmung und volle Wiedergutmachung im Sinne der Menschenrechte verlangt. Zu ihnen gehörten später so bekannte Vertriebenenpolitiker wie Walter Becher, Wenzel Jaksch, Richard Reitzner und Hans Schütz. In der „Eichstätter Deklaration“ vom 27. November  1949 wurden Grundsätze einer sudetendeutschen Europapolitik festgelegt, die bei einer föderativen Gesamtordnung Europas eine friedliche Verwirklichung des Rechts auf die Heimat forderten. In seinem Rückblick „Von Potsdam bis Stuttgart“ im Deutschen Ostdienst/Sonderdienst I/1985 schrieb Clemens J. Neumann: „Selbst von Seiten nicht direkt betroffener, aber patriotisch verantwortungsbewusster Kreise, zu der von Hubertus Prinz zu Löwenstein gegründeten „Deutschen Aktion“, damals im ganzen Bundesgebiet überaus rege tätig, war eine deutschlandpolitisch ausgerichtete Resolution gefasst und anlässlich einer Kundgebung von Vertriebenen und Einheimischen am 9. Oktober 1949 in Regensburg beschlossen und verkündet worden, die ähnliche Grundsätze und Forderungen enthielt. Unter Bezugnahme auf die Atlantic-Charta von 1941 und die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948 wurden auch hier die Verwirklichung des „Rechts auf die Rückkehr in eine freie Heimat als Teil eines freien Reiches“,  Wiedergutmachung auf friedlichem Wege und eine Überbrückungshilfe für die Zeit der heimatfernen Jahre“ gefordert. Dieses Konzept wurde im Benehmen mit dem „Göttinger Arbeitskreis“, einer Vereinigung von Wissenschaftlern der früheren Universitäten Königsberg unter persönlicher Mitwirkung des Völkerrechtswissenschaftlers Prof. Herbert Kraus konkretisiert und in dieser Form in der „Göttinger Erklärung“ vom 3. und 4. Dezember 1949 bekannt gegeben.“ Das klingt für heutige Ohren natürlich revanchistisch und würde so auch nicht mehr formuliert werden

Am 5. August 1950, am 5.Jahrestag des Potsdamer Abkommens der Siegermächte, wurde die Urkunde der Charta in der Villa Reitzenstein, dem Sitz des Ministerpräsidenten, von allen damals legitimierten Vertretern der Landesverbände und Landsmannschaften unterzeichnet. Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde die Charta am 6. August 1950 beim ersten „Tag der Heimat“ in Anwesenheit von 150 000 Versammelten vor der Ruine des Stuttgarter Neuen Schlosses. Ein Vertriebener, Manuel Jordan aus Oberschlesien, trug den Text vor. „Mit der Großkundgebung in Stuttgart und den nachfolgenden Kundgebungen im gesamten Bundesgebiet bekundeten die Vertriebenen, dass die Charta ihren übereinstimmenden Willen wiedergibt und damit ein politisches und geschichtliches Dokument darstellt, das, wie kaum ein anderes, sich auf die breite Zustimmung und Bestätigung jener berufen kann, in deren Namen es verkündet wurde“, hieß es dazu beim Mitunterzeichner Dr. Karl Mocker.

Das Ausland, das die Zustände im besiegten Deutschland mit für heute nicht mehr nachzuvollziehender Gleichgültigkeit ignoriert hatte, erwartete diesen 6. August mit Spannung, der Brisanz dieser Großveranstaltung war man sich sehr wohl bewusst. Wer bisher geglaubt hatte, es mit einer amorphen Masse von Bußfertigen und Apathischen zu tun zu haben, musste umdenken, der große Erfolg der Flüchtlingspartei, BHE, (Bund Heimatvertriebener und Entrechteter) bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein im Frühjahr des selben Jahres signalisierte das Gegenteil. So riet die renommierte Journalistin Anne O´Hara McCormick in der „New York Times“ nach der von ihr persönlich wahrgenommenen Veranstaltung in Stuttgart anschließend dringend dazu, den gerade mit Marshallplan-Hilfe und anderen Maßnahmen in Gang gesetzten demokratischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau in Westdeutschland verstärkt zu unterstützen. Ein paar Monate zuvor hatte sich auch die Londoner Außenministerkonferenz mit der Revision des Besatzungsstatuts befasst und sich auf ihre Mitverantwortung besonnen. Dass hinter diesen Überlegungen auch die Angst vor dem östlich-kommunistischen Regime stand, das einen Teil Deutschlands bereits in seinen Machtbereich gebracht hatte, steht außer Frage.

Der Verlauf des Festaktes der gesamten Feierlichkeiten verlief diszipliniert und wurde oft von Beifall unterbrochen. Wie zukunftsträchtig die in der Charta enthaltenen Forderungen nach „Schaffung eines geeinten Europas, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können“ war, zeigte sich erst Jahre danach. Und trotz so mancher Gegenstimmen, die in der Forderung des Rechts auf die Heimat – für Viele der Kernpunkt des Manifestes – eine revanchistische Haltung sahen und noch sehen, schuf dieses beachtliche Dokument für die Vertriebenen eine Basis, von der aus sie einen Neubeginn wagten. Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog nannte es denn auch auf dem „Tag der Heimat“ 1996 „ein frühes Zeichen der Menschlichkeit und des Willens zur Versöhnung“.

 

Szybkie teraz o godz.00.30  to tlumaczenie poczatku tego ostatniego artykulu
– (z bledami, prosze nie traktowac za powaznie –pkscz)

Dokument, który przeszedł do historii  - Ein Dokument, das Geschichte schrieb

"My wyrzekamy się zemsty i odwetu!" To zdanie w Karcie wypędzonych był cytowany najczęściej. Cytowanie tego i szacunek za granicą się słyszał. Było zapewnienie przekazane przez naród niemiecki, domów, ich dobytek, członków rodziny ... stracili wszystko. Zapewnienie - zarówno z karty, ale także zawiera spis opłakany stan uchodźców i przesiedleńców, którzy czuli się niekochani, i zepchniętych na margines. "Dlatego też roszczenia i dziś popyt jak wczoraj: Równe prawa obywateli, nie tylko wobec prawa, ale w rzeczywistości życia codziennego."


Karty wypędzonych z dnia 5 Sierpnia 1950 po II wojnie światowej, pierwszą próbę odpowiedzialnie, aby miliony cierpienia, jest początkiem do zrozumienia między krajami, narodami i grupami etnicznymi w Europie. Jednocześnie zażądał inicjatorów praw Niemiec i Niemców. Karta, ogłoszona, 60 lat temu, był umiejetnie przedstawiona jako apel do ludzi z pierwszych godzin i dla pewność: "Domagamy się tylko i rozsądnego podziału ciężaru ostatniej wojny na cały naród niemiecki i uczciwego wykonania niniejszej ustawy zasadniczej". więc dźwięk z głośników o dużej grupy bezdomnych mężczyzn, którzy byli dwa razy ukarani przez wojny. Chodzilo o ponad dwanaście milionów Niemców i zmusił do opuszczenia swoich domów od 1944/45 musiał opuścić, aby ponad dwa miliony ludzi, którzy nie przeżyli wydalenia.
Niemcy pokonane stoja przed ogromnym problemem. Jak można na nowo utworzone mieszkańców i możliwości pracy? Jak pomoc, tym którzy przybyli z różnych regionów w integracji, bez ochrony, a nawet agresji miejscowej ludności? "Desperacji przesiedlonych" napisał Neue Zürcher Zeitung ", jest nie do opisania". – Tymczasowa realizowana integracje podziwiaja swiatowe potęgi Niemców na całym świecie. Obiecane cele duchowe ojców  tej Karty stały się rzeczywistością. Deklaracja stwierdza również: "Będziemy uczestniczyć na drodze ciężkiej pracy niestrudzony w odbudowie Niemiec i Europy".

 

Charta nemeckých vyhnancu

Ve vedomí své zodpovednosti pred Bohem a lidmi, ve vedomí své prislušnosti ke krestansko-západní kulture, ve vedomí své nemecké národnosti a v poznání spolecných uloh všech evropských národu usnesli se zvolení zástupci milionu vyhnancu po zralém uvážení a prezkoumání svého svedomí podati vuci nemeckému národu a vuci celému svétu slavnostní prohlášení, které stano-vuje povinnosti a práva, jež nemectí vyhnanci považují za svuj základní zákon a za nezbytný predpoklad pro vybudování svobodné a sjednocené Evropy.

1. My vyhnanci zríkáme se pomsty a odplaty. Toto odhodlání je nám vážné a svaté v pomýšlení na nesmírné utrpení, jež lidstvu prineslo zvlášte poslední desetiletí.

2. Budeme podporovat všemi silami každé pocinání, zamerené na utvorení sjednocené Evropy, v níž by národy mohly žít beze strachu a bez útisku.

3. Tvrdou a neúnavnou prací zúcastníme se na výstavbe Nemecka a Evropy.

Ztratili jsme svuj domov. Bezdomovci jsou cizinci na této zemi. Buh vsadil lidi do jejich domovu. Odloucit cloveka násilím od jeho domova znamená usmrtit jej duševne.

My jsme tento osud utrpeli a zažili. Cítíme se proto povoláni žádati, aby právo na domov bylo uznáno a uskutecneno jako jedno ze základních lidských práv, daných cloveku Bohem.

Dokud toto právo pro nás není uskutecneno, nechceme však státi stranou, odsouzeni k necinnosti, nýbrž chceme ivorit a pusobit v nových, vytríbených formách bratrského a ohledupl-ného spolužití se všemi cleny našeho národa.

Proto domáháme se a žádáme dnes, jako i vcera:

1. Stejné právo jako obcané státu, nejen pred zákonem, nýbrž i v kazdodenní skutecnosti.

2. Spravedlivé a rozumné rozdelení bremen poslední války na celý nemecký národ a poctivé provedení této zásady.

3. Promýšlené zaclenení vyhnancu všech povolání do života nemeckého národa.

4. Cinné vclenení nemeckých vyhnancu do výstavby Evropy.

At´ národy sveta pocítí svou spoluzodpovédnost za osud vyhnancu jako tech, kterí byli nejtíže zasaženi utrpením naši doby. At´ národy sveta jednají tak, jak to jejich kresíanským povinnostem a jejich sviedomí odpovídá.

Národy sveta musí poznat, že osud nemeckých, jakož onen všech vyhnancu je svetovým problémem, jehož rešení vyžaduje nejvyšší mravní zodpovednost a zavazuje k mohutnému výkonu.

Vyzýváme národy a lidi dobré vule, aby priložili ruku k dílu, aby z viny, z neštestí, z utrpení, z chudoby a z bídy pro nás všechny byla nalezena cesta do lepší budoucnosti

 

 

 

 

Хартия изгнанных с родины немцев

В сознании своей ответственности перед Богом и людьми,

в сознании своей принадлежности к миру западно-христианской культуры,

в сознании своей принадлежности к немецкому народу и осознавая совместную миссию всех европейских народов,

избранные представители миллионов изгнанных с родины немцев, всесторонне обдумав и в согласии со своей совестью, постановили провозгласить немецкому народу и мировой общественности торжественную декларацию, которая устанавливает их обязанности и права и которую изгнанные с родины немцы считают своим основным законом и непременной предпосылкой устройства свободной и объединенной Европы.

1. Мы, изгнанные с родины, отказываемся от мести и возмездия. Это решение мы принимаем твердо и свято в память о безграничных страданиях, которые были причинены человечеству особенно за последнее десятилетие.

2. Всеми силами мы будем поддерживать каждое начинание, которое направлено на создание объединенной Европы, в

3. которой народы смогут жить без страха и принуждения.

Неустанным и упорным трудом мы будем содействовать восстановлению Германии и Европы.

Мы потеряли нашу родину. Лишенные родины – чужие в этом мире. Бог дал каждому человеку родину. Оторвать человека от его родины - значит убить его духовно.

Мы выстрадали и пережили эту судьбу. Поэтому мы считаем себя призванными требовать, чтобы право на родину как одно из Богом данных основных прав человека было признано и осуществлено.

Пока же это право для нас не осуществлено, мы не хотим бездействовать и оставаться в стороне, а созидать и творить в новой форме взаимного понимания и братского сосуществования со всеми частями нашего народа. Потому мы требуем теперь как и раньше:

1. Гражданского равноправия не только перед законом, но и в повседневной жизни.

2. Справедливого и разумного распределения бремени последней войны на весь немецкий народ и добросовестного осуществления этого принципа.

3. Разумного включения всех профессиональных групп изгнанных в жизнь немецкого народа.

4. Деятельного участия лишенных родины немцев в восстановлении Европы.

Народы мира должны почувствовать свою ответственность за долю изгнанных с родины как наиболее пострадавших от событий нашего времении.

Народы должны поступать так, как это соответствует их христианским обязанностям и их совести.

Народы должны признать, что судьба изгнанных с родины немцев как и всех беженцев представляет собой мировуй проблему, решение которой требует наибольшей моральноу ответственности и крайнего напряжения сил.

Мы призываем народы и всех людей доброй воли принять участие в этом деле, чтобы из вины, несчастья, страдания, нищеты и бедствия был найден выход в лучшее будущее для всех нас.

Штуттгарт, 5-го августа 1950 года.

 

 

Charta - Unterschriften

 

(SLÖ) - Wien:               Den Verband Volksdeutscher Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) vertritt deren 1. Vorsitzender-Stellv. Gerhard Zeihsel bei der Gedenkfeierstunde am 5. August 2010 in Stuttgart im Neuen Schloss im Weißen Saal.

Es sprechen seitens des Landes Baden-Württemberg Innenminister und Landesbeauftragter für Vertriebene Heribert Rech, Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziere.

Die Festansprache hält der Präsident des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Norbert Lammert.

 

Zebral z otrzymanego listu i czesciowo na szybko tlumaczyl -pkscz    3.8.2010 o godz: 00.55

Glück auf

Peter Karl Sczepanek

From: Peter K. Sczepanek Sent: Tuesday, August 03, 2010 1:03 AM
Subject: 5.08.1950 - 5.8.2010 - 60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen (BdV) - pksczep
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