W. I. Juretzko
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Werner by Freesilesia

Werner by RS

This page was established 11-15-2000

Mauer hoch ! Mauer runter !

Mauer hoch ! Mauer runter !

Wo ist sie heute ?

 

Von oben herunter sächselt Walter Ulbricht, absoluter Herrscher über alle Werktätigen des Arbeiter- und Bauernstaates, den Seinigen zu:

..niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten  !

Das war am 15. Juni 1961.

28 Tage  später, im Morgengrauen des13. August rollt seine Staats-Stasi-Mafia in Aktion. Die Sicherung des Friedens hat begonnen.

Wie hier im Bild an einer Stelle zu sehen ist, wiederholt sich die Szene des Mauerns  über hunderte Straßenzüge und Orte. Stein für Stein mit einer  Stacheldrahtrolle nach der anderen, mauert sich die Bevoelkerung Berlins und Mitteldeutschlands, bewacht vom wachsamen Auge der sozialistischen Gesetzeshüter, in ihren eigenen Betonsarg ein.

Wie ein  Strick um den Hals schlingt und umfasst die Mauer die drei westlichen Sektoren  Berlins. In einer Länge von 160 Km reihen sich die Betonplatten mit  Rundaufsatz, der den Händen, welche versuchen aus diesem Betonsarg in die  Freiheit auszubrechen, den Halt zum überklettern verwehren. Hunderte versuchten  es --- Hunderte verbluteten unter den Zielschuessen der SED -Heckenschützen der Arbeiter und Bauernpartei.

28 Jahre stand sie da, die Mauer , gehegt und gepflegt um den Faschismus des Westens vom  Paradies der Werktätigen zu trennen. Dann krachte diese zusammen.

Krachte zusammen auf dem gleichen verfaulten und nur von den Bajonetten der Kremlmörder gestuetzten Fundament der  Pankower Speichellecker, auf dessen ideologischer Basis sie stand.

Jetzt  zeichnen markierte Steine den ehemaligen Verlauf der Schandmauer. Die Mauer selbst,das stolzeste Vorzeigeobjekt der  Stasi und Parteibonzen von damals,  ihrer heutigen Nachfolger, der Partei des Demokratischen Sozialismus ( Sprich PDS ) liegt zerhämmert von Mauerspechten in kleine Brocken, in Millionen Regalen in aller Welt.

Hier werden  diese Teile als Überlebende eines des penetrantesten Bauwerkes, jemals errichtet durch Menschenhaende, betrachtet.

Hagen Koch, zuletzt Kulturoffizier der Stasi ( http://www.berliner-mauer.de ) beantwortet die Frage wo die Reste der Berliner Mauer geblieben sind, wie folgt :

In alle Kontinente der Welt sind die Teile der Mauer gelangt. Als Denkmale, Siegestrophäen, Spekulations und Kunstobjekte, Werbegeschenke oder als Geschenk des  Dankes.

Insgesamt  waren es 45. 000 Elemente welche auf Berlin in einem großen , undurchlässigen Betonkreis den Würgegriff ausübten. Eines oder mehrere dieser 2.75 Tonnen schweren Elemente der Berliner Mauer vom Typ: UL 12.11, findet man in folgenden Ländern:

Kanada, USA, Spanien, Dänemark, Polen, Süd Korea,  Frankreich, Monte Carlo, Süd Afrika, Japan, Israel, Schweiz, Schweden, Russland, Lettland, Portugal, Italien, Vatikan, und mehreren Städten in in Deutschland. 

Epilog:

Wo sind die  Architekten, die Bauherren dieser Mauer verblieben? Hoch bezahlte Rentner einer Bundesrepublik sind sie geworden. Der selben Bundesrepublik welcher sie ein  Geschenk, nämlich den “Fall X” vorbereitet hatten. Das ist eine Verhöhnung der Maueropfer, dieser Menschen, deren größtes Verbrechen es war, die Mauer bei Nacht und Nebel zu  überschreiten um von Deutschland nach Deutschland auszubrechen. Tödliche Schüsse an der Mauer löschten deren Leben aus.

Könnten  und würden die Stimmen der Seelen der Mauertoten, in einem einzigen Chor den  letzten Richterspruch über das Los und den Verbleib der letzten Mauerteile fällen, in ihrem letzten Röcheln würden sie flehen, die Mauersteine um den  Hals der Stasi- und Parteibonzen gehangen, am Boden der Havel  sehen.

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