W. I. Juretzko
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This page was established 11-15-2000

Reisebericht

 

Auf den Spuren der Bibel

Reisebericht aus dem Heiligen Land

Von Werner I. Juretzko

Eine Weile schon fühle ich, wie jetzt die 747 nach 12 Flugstunden aus 11 km Höhe, den Abstieg zur Erde beginnt. Im Osten enthüllt die aufgehende Sonne zwischen den Lücken der aufgerissenen Wolken hier und dort stückweise sichtbar, den dunklen Landstreifen einer Küste. Vor mir, liegt das Heilige Land!

Dort unter mir am Horizont, entfaltet sich jetzt eine fünftausendjährige Geschichte :

Moses führte aus der Wüste sein Volk dorthin. Die Sintflut und Sodom Gomorrah (Gen.19) wüteten dort. Die Heerscharen der Babylonier, des Xerxes und Nebukadnezar, Türken, Kreuzritter und viele, viele andere mehr, bekämpften und besiegten sich in diesem Land. Jesus, unter Peitschenhieben, schleppte sein Kreuz die Via Dolorosa hinauf zum Hügel Golgotha, seiner Hinrichtungsstätte.

Die Römer (70 nCh ) zerschlugen bis zum Fundament, der jetzigen Klagemauer, nicht nur Davids Tempel sondern auch das Reich der Juden.

Verschleppten sie in Ketten in die Knechtschaft und verjagten sie über die ganze Welt. Auf deren Trümmern errichteten andere Völker ihre Reiche.

Sie erbauten die heiligsten ihrer heiligen Stätte auf oder neben denen, welche sie von ihren Vorgängern zerstörten. Auf dem gleichen Ort wo Abraham nach dem Willen Gottes seinen Sohn Isaak auf den Opferaltar legte (Gen.22 ), errichtet Solomon den ersten Tempel. Die Mohammedaner, 700 Jahre später, den heiligsten ihrer heiligen Bauten- den Dom am Fels- (The Temple Mount )

Jetzt, in den letzten Jahrzehnten, in kurz aufeinander folgenden sechs Kriegen, von den Golan Höhen bis zum Roten Meer, tüncht das Blut die Erde seiner Kinder- Araber und Juden.- Nachkommen ihres gemeinsamen Vorvaters Abraham.

Mit jedem Schritt auf diesem Land, ist als ob eine neue Seite eines Buches sich öffnet und offenbart und ein neuer Zeuge sich als archeologischer Fund seinem Besucher vorstellt. Der kleinste Stein in Maresha aus dem Geröll ans Licht gebracht, ist Zeitzeuge einer langen, langen Vergangenheit , dieser einst wichtigen Stadt im biblischen Judah. Die Trümmer von Cäsarea, wo Feldherr Augustus sich zum römischen Kaiser ausrief, als Rom sich seiner grössten territorialen Ausdehnung erfreute, liegt da als ob die römische Garnison es erst Vorgestern verlassen hätte.

Eingang zum Grab Jesus

Auch der Aquadukt mit den gigantischen Bögen, den König Herod (37 v Chr. Schlächter aller Jungen bis zu zwei Jahren . Math. 2) errichtet hat, ist noch intakt.

Tiberias, die Stadt am See von Galilea, hat sich zum Touristenmagnet entwickelt. Ströme von Christen aus aller Welt in Überlandbussen ankommend, wandern durch Kapernaum, der Stadt des Jesus Christus. Pilgerzüge ziehen zum Berg Tabor und wandern dann durch die Trümmerreste des wiederentdeckten Tempels aus dem Jesus die Geldhändler vertrieb. Östlich von hier überblicken die Golanhöhen den See. Die Serpetinenstrasse hinauf, welche in den sechziger Jahren von den Sowjets mit Bunkern und Stacheldrahtverhauen als „ Auslandshilfe „ für Syrien ausgebaut wurde, ist und noch immer rechts und links, mit nicht aufgerämten Minenfeldern bestückt.

Es errinnert an eine Kopie des Eisernen Vorhangs. Nazareth, mit der Verkündungskirche welche über der Quelle aus der die Jungfrau Maria das Wasser schöpfte, errichtet wurde, ist von Arabern bewohnt welche sich der Religion nach in zwei gleiche Hälften aufteilt- Mohammedaner und Christen.

Jericho, die älteste Stadt unserer Zivilisation, ist ein kleiner Marktflecken im Jordantal, welche plötzlich wie von nirgendwo aus dieser trostlosen Ebene auftaucht. Jerusalem, die Dreitausendjährige Stadt, diese zu erfassen, zu ermessen, übersteigt das menschliche Fassungsvermögen. Hier hilft nur ein Besuch zu dem im Maßtab 1:50 von fünf Wissenschaftlern in 46 Jahren erbauten Model. Es widerspiegelt Jerusalem am Vorabend seiner Zerstörung in 66 n.Chr. Die im Israel Museum ausgelegten, erst vor wenigen Jahren in den Felsenhöhlen von Qumran am Toten Meer von Beduinen gefundenen Bibelrollen, versetzen den Betrachter ins unermeßliche Erstaunen.

Mit dem Fall von Masada fand der Judenstaat sein Ende. Seine Verteidiger zogen den Freitod dem Leben der römischen Knechtschaft vor. Erst im Jahr 1948, auf Beschluss der Vereinten Nationen, erfährt dieser Staat seine Neugründung. Masada steht heute als das Symbol des unerschütterlichen Verteidigungswillen der Israelis. Offiziere seiner Streitkräfte werden öfters auf seiner Höhe vereidigt , mit dem Blick auf die noch sichtbaren Umrisse, der noch in der Talsohle zu erkennenden zehn römischen Legionslager- stumme Zeugen einer erbarmungslosen Vernichtung!

Kein anderer Ort in dem Land der Bibel, strahlt einen größeren Eindruck auf seinen Besucher aus, denn die Stadt Bethlehem. Der Hirtenort, welcher durch die Geburt des Jesukindes, der Welt nicht nur seine Zeitrechnung gab, sondern darüber hinaus die christlichen Werte übermittelte, die unsere heutige Zivilisation formen und bestimmen.

Die Nacht ist kalt. Kaum ein Stern ist zu sehen , hier am Himmel zwischen Jerusalem und Bethlehem. Spärlich beleuchtet der Mond die Landschaft. Doch manchmal, wenn auch nur ganz kurz, zeigt sich zwischen den Wolken am himmlischen Firmament ein Stern, an diesem letzten Heiligen Abend des schwindenten Jahrhunderts.

In der evangelischen Kirche in Bethlehem singen die Chöre . Sie verkünden das hier auf dieser Stelle vor zweitausend Jahren ein Stall mit einer Krippe stand.

So wie damals die himmlischen Heerscharen Gott lobten und sprachen, wiederholt der Pastor deren Hymne den hier Anwesenden, unter ihnen über ein Dutzend Staatsoberhäupter aus verschiedenen Ländern der Welt und Palestinaeserführer Yasser Arafat: „Herrlichkeit Gott in der Höhe und Friede auf Erden an den Menschen ein Wohlgefallen“ (Luke 2:14 ) Frieden im dritten Jahrtausend.

Den Frieden welcher in den vergangenen zweitausend Jahren nicht zu finden war wünsche ich dem Land welches immer weiter unter und hinter den Wolken, meinen Blicken entschwindet, je höher das Flugzeug über das Mittelmeer, nach dem Westen steigt.

Dieses Artikel ist in USA in der Deutschsprachigen Zeitschrift „EINTRACHT“ im Januar 2000 erschienen.

Und in „NORDAMERIKANISCHE WOCHENPOST “   nwp@earthlink.net   ---     http://home.earthlink.net/~nwp/

Paar Fotos zu Reise.

Chicago O`Hare Flugplatz - vor dem Abflug

Ankunft in Tel Aviv

Silvester Party 2000

Werner pflanzt ein Baum am Ölberg - im Gedenken an Familie und Freunde

Chrissy und Israelische Panzersoldaten - noch nie war Sie so sicher !

Zugang zum Stadt Petra in Jordanien

Stadt Petra aus Fels gehauen

Model Jerusalems - fünf Wissenschaftler bauten das 46 Jahre

Messe vor der Öffnung des Grabes

Gala Abend

Ruinen der Massada

Tempel Kapernaum - wo Jesus die Geldhändler verjagte

Tempel Kapernaum

Flachrelief am Altar

Das Loch wo das Kreuz Jesu stand

Stadt Petra-aus dem Fels gehauenes Gebäude

„Merkava“-modernste Panzer der Israelischen Armee -eigenproduktion

„Hotchkiss“ - der erste Panzer der Israelischen Armee in 1948

Schönheitsschlammbad am Toten Meer

Schöne Mädchen versinken im Toten Meer nicht

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