Geschichte der Straßennamen
Seite 17
Diese hebte die SNR-Verordnung vom 18. Dezember 1961 auf und in Folge dessen hieß die ul. Gwardii Ludowej wieder ul: Szczg§c Boze,, ul. Janka Krasickiego - ul.in Klammern sind die Kommisionsvorschläge angegeben. Krölewska, ul. J. Kawalca - ul. Wandy, ul. R. gliwy - ul. Koricowa, ul. J. Magi - ul. Uchodzcöw, ul. Braci Smolköw - ul. Weteranöw. Die Straße ul. Anastazego Kowalczyka benannte man in ul. Jana Kowalczyka. Die ersten (polnischen) Nachkriegsbezeichnungen wurden wieder bei einigen Straßen eingeführt: P. Achtelika - §w. Jana, Armii Ludowej - Klonowa, Mariana Buczka - §w. Filipa, Pionier6w - Or14t Lwowskich, Hanki Sawickiej - Cmentarna, W. Pstrowskiego - Bytomska. Der bisherigen Straße ul. N. Belojännisa wurde die Vorkriegsbezeichnung in polnischer Form als ul. Johanna W. Goethego (Goethestraße) gegeben. Einige Straßen erhielten völlig neue Bezeichnungen: Manifestu Lipcowego - Marcina Lutra (sic! - Martin Luther), gen. K. Swierczewskiego - Marszalka J6zefa Pilsudskiego, Ludwika Warynskiego - Franciszkanska, Wery Kostrzewy - Juliusza Rogera, Plac 24. Stycznia - Plac Wolno§ci, und die Straße ul. R62y Luksemburg löste man durch Verlängerung der Straße ul. ks. Antoniego Korczoka auf. Auch Namen von zwei anderen Straßen wurden umbenannt: ul. Bytomska in ul. Biskupicka und F.D. Roosevelta in ul. Wojciecha Korfantego. Vor dem Hintergrund der großen Protestwelle der Einwohner wie auch Firmen und Einrichtungen, die in den betroffenen Straßen ansässig waren, wurde durch die Verordnung vom 22. Mai 1991 die vorherige Verordnung aufgehoben, und die bisherigen Bezeichnungen beibehalten.
Wojciech Korfanty bekam schließlich "seine" Straße im April des Jahres 1993. Die neue Allee "Aleja Wojciecha Korfantego" umfaßte die bisherige Straße ul. K. Michalowskiego wie auch ihre Verlängerung zwischen der ul. Gdanska und der ul. 11. Listopada in Klausberg. In der Zukunft soll die Bezeichnung auch für den Straßenabschnitt gelten, der die Kreuzung der Straßen: ul. Wolnosci und ul. gen. de Gaulle'a mit der Straße ul. M. Niedzialkowskiego verbinden soll.
Wahrscheinlich 1979 wurde durch den SNR ein Verordnungsvorschlag bezüglich der Benennungen von neugebauten Straßen und des neuen Platzes vorbereitet. Der letzte sollte " Plac Teatralny" heißen. Zwar wurde die Verordnung nicht verabschiedet, dennoch bürgerte sich diese Bezeichnung in das allgemeine Bewußtsein der jetzigen Bevölkerung ein. Offiziel wurde die Bezeichnung mit der Verordnung vom 13. März 1995 eingeführt. Straßen und Plätze werden nicht nur neugebaut oder angelegt, manchmal hören sie auch auf zu existieren. Einige Straßenbezeichnungen lösten sich aufgrund von Einverleibungen in andere Straßenzüge auf.
Seite 18
So geschah auch durch eine Realisierung entsprechender Gesetze des SNR und des Stadtrates mit folgenden Straßen: Parkowa, Adama Mickiewicza, Antoniego Milicza, Wincentego Pstrowskiego, R62y Luksemburg. Einige wiederrum verschwanden, ohne daß ein Vermerk im Archiv erhalten blieb. Die Plätze: Plac Wincentego Janasa in Biskupitz und Plac Fryderyka Chopina in Zaborze wurden einfach in Grünanlagen umfunktioniert. Der Platz " Plac Hutniczy" in Biskupitz wurde zum letzten Mal 1973 in einem Stadtplan Zabrze O/S aufgeführt.Das gleiche geschah mit drei anderen Straßen. Keiner bezeichnet mehr als ul. R6zana den kurzen Abschnitt zwischen den Straßen ul. Barbary und ul. Kowalska. Dagegen zwei Häuser, die früher in der ul. Myslowicka und das eine Haus in der ul. Zorska besitzen heute die Hausnummerierung der ul. Alojzego Pawliczka mit den entsprechen Nummern: 11-13, 15-17 und 19-21.
Wem und was waren die Namen der Straßen in Hindenburg O/S gewidmet, wie entstanden sie- Ein Teil der Namen stellen geschichtliche Bezeichnungen dar, die mit der Topographie der Gegend verbunden sind, wo die Straßen sich befinden (z.B.: Flur-, Feld-, Berg-, Teich-, Wasser-, Stollen-, Kanal-, Steinbruch-, Park-, Wiesen-, Gartenstraße, ul. Polna, Lanowa, Na Piaskach, Nad Kanalem, Lena, Ogrodowa, Rzeczna usw.) sowie Bezeichnungen, die von Einrichtungen oder industriellen Anlagen abgeleitet werden, die entlang der betreffenden Straßen angesiedelt waren (z.B.: Bahn-, Bahnhof-, Hütten-, Schlachthaus-, Schul-, Gymnasial-, Kirch-, Vorwerk-, Friedhof-, Pochhammer-, Lazareth-, Baracken-, Gerichts-, Ziegelstraße, Am Pulwerhaus, Am Krankenhaus, ul. Dworcowa, Kolejowa, Torowa, Kogcielna, Szkolna, Cmentarna, Bankowa, Fabryczna, Sqdowa, Mlyriska, Szpitalna, Przy Prochowni). Geschichtliche Namen sind auch die Straßennamen, die in Richtung einer bestimmten Ortschaft führen: Beuthener Str., Biskupitzer Chaussee, Makoschauer Chaussee, Mikultschützer-, Sosnitzaer-, Zabrzer Straße, ul. Bytomska, Biskupicka, Makoszowska und Mikulczycka.
Straßen wurden auch vielfach nach anderen Ortschaften oder geographischen Landschaften, nach politischen und sozialen Einrichtungen, nach geschichtlichen Ereignissen benannt. Unter den letzten waren auch solche, die in Hindenburg O/S stattfanden. Am 29. Juni 1922 (Peter-Paul-Tag) fand in Biskupitz eine . Blutige Auseinandersetzung zwischen Einheiten des (Oberschlesischen) Selbstschutzes und dem französischen Militär statt. Während der Kämpfe fielen 19. französische Soldaten, 18. Selbstschutzangehörige und einige Bewohner von Biskupitz. Zur Erinnerung an diese Ereignisse führte man die Bezeichnung Peter-Paul-Platz und Peter-Paul-Straße für entsprechende Stellen ein. Den gleichen Platz benannte man nach Kriegsende als Plac 24. Stycznia (Platz des 24. Januars),
Zurück