Aktuell 02

vom 12.05.2001

In mehr als 190 Pfarrgemeinden in der Diözese Oppeln werden regelmäßig deutschsprachige Gottesdienste gefeiert, berichtet der Deutschenseelsorger Pfarrer Wolfgang Globisch.


In diesem Sommer wird auf dem Friedhof von Kaltwasser in der Gemeinde Ujest (Bischofstal) eine zweisprachige Gedenktafel für die Gefallenen der letzten beiden Kriege errichtet.

In den kommenden fünf Jahren wird in Kattowitz ein neues repräsentatives Bahnhofsgebäude als Glaskonstruktion errichtet. Auch der Bahnhofsvorplatz, der Wilhelm?Szewczyk?Platz, soll neu gestaltet werden, um das a derzeit trostlose Empfangsimage loszuwerden.

Hochspeyer und Carlsruhe OS verbindet seit dem 30. April eine Städtepartnerschaft. Was vor einigen Jahren als Schüleraustausch "1 begann, besiegelten nun Vertreter beider ! Gemeinden im Carlsruher Kulturhaus mit ihren Unterschriften. Der Bürgermeister der rheinland?pfälzischen Verbandsgemeinde Walter Rung betonte beim Festakt, daß "eine ähnliche Leidenserfahrung uns verbindet". Beide Gemeinden lägen in einem strukturschwachen Gebiet mit waldreichen Naturschutzgebieten, mit Rad? und Wanderwegen, mit einer guten Anbindung zu größeren Städten, aber auch mit Problemen der Erhaltung des Schulstandortes, der Ansiedlung von Handel und Gewerbe sowie der Ankurbelung des Fremdenverkehrs.

Ein interessantes Drama in oberschlesischem Dialekt hat der aus der Rosenberger Gegend stammende Autor Alfred Bartylla? Blanke vorgelegt. Das Buch mit dem Titel "Rod. Przyczynek w sprawie slaskiej" umfaßt 88 Seiten. Alle oberschlesischen Dialoge sind ins Polnische übersetzt. Der Autor, der heute in Düsseldorf lebt, erzählt die Geschichte zweier angeheirateter oberschlesischer Familien aus der Perspektive des Sohnes, der in den 1970er Jahren seine Heimat als slawischsprachiger Deutscher verläßt. In fünf Akten läßt Bartylla Blanke für verschiedene zeitliche Sequenzen (wie Erster Weltkrieg, Abstimmungszeit) die jeweils lebenden Familienmitglieder auferstehen. Es ist ein gelungener Versuch, auf Oberschlesisch die neuralgischen Punkte der regionalen Geschichte und der menschlichen Schicksale zu diskutieren und darzustellen. Das empfehlenswerte Buch kostet fünf Mark bzw. sechs Zloty (jeweils zuzüglich Versand kosten) und kann telefonisch in Oberschlesien (077/4148305) und in. Deutschland (0211/1662573, zwischen 8 Uhr und 16.30) oder aber per eMail (alfred.bartyllablanke@online.de) bestellt werden.

Am 29. Juli findet im Mariendom zu Velbert die von der Schlesischen und Oberschlesischen Jugend organisierte Mutter?Anna?Wallfahrt statt. Im Anschluß an den Festgottesdienst i (Beginn 10 Uhr) folgt ein Kirmesfest mit Darbietungen der Jugendtrachtengruppen, Schlesischem Kuchen, Oberschlesischen Wurstspezialitäten, Informationsständen sowie Getränke? und Kaffeeständen.

In einem Appell haben mehrere polnische Historiker die Stadtverwaltung Oppeln aufgefordert, die alte Synagoge in der Hospitalstraße/ul. Szpitalnej auf der rechten Oderseite aufzukaufen. Die Synagoge, die der jüdischen ! Gemeinde von 1841 bis 1897 als Gotteshaus diente, sei ein Symbol für die "Multikulturalität unserer Stadt", heißt es. In dem Gebäude, das der Verleger Gustav Raabe 1897 erwarb und dorthin seine berühmte Lithographische :j Anstalt und Druckerei verlegte, soll nach Ansicht der Verfasser ein Museum der Stadt eingerichtet werden.

Die langjährige Partnerschaft zwischen dem hessischen Htinfeld und der Gemeinde Proskau bei Oppeln gestaltet sich immer enger und besonders auf kommunaler Ebene nutzbringend. Auch die evangelische Pfarrgemeinde Hünfeld leistet ihren Beitrag dazu. Unter Leitung des Pfarrers Peter Schreiner reisten Anfang Mai 40 Teilnehmer nach Schlesien. Sie j besuchten u.a. den Annaberg und Moschen. Höhepunkt war ein Treffen mit Funktionsträgern der Patenschaft unter Leitung des Bürgermeisters Bernhard Lellek am 3. Mai in Proskau. Besonderer Dank gilt Josef Zymaka, ; der sich engagiert für die gelungene Organisation eingesetz hatte.